Druckschrift 
3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
373
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Dritten Theils Fünfftes Buch.

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sich erhebt / entweder sterben / oder sich gantz und garaus dem Staub und davon machen.

4 .Qder man macht kleineKügelein aus Hanff-Saa-men/ stecket sie in kleine Grüblein rings um denGartenoder Wiesen; Diese Arßney lässet d-eMaulwürssinkeinem Garren oder Wiesen einnisten oder aufkom-men/ seynd aber schon welche darinn/ so müssen sieReißaus nehmen/ und davon lausten.

5. Desgleichen / so man Feigbohnen in die HaussenoderLöcher stecket/sollen sie auch nicht bleiben können.

6. ^o manOelbefen oderOcl Dcüsen in dieLöcherthut/sollen sie ohnfehlbar emlauffen müssen oder ster-ben ; Massen hiervon beym im z/.Buch am 18.Capitel;» lesen. ^ ^ ^

7. So meldet a^ch^orsrus m seinem Thier-Buchhiervon/ und rühmers für ein gewisses Recept: Mannchme weisse Nieß-Wurtzel/ Rmdenvon ^coniw.

> (Hunds-Gisstoder Wolsss - Wurtzel) flösse beydes^kiein / und vermenge es mit Milch undEyeren/bachei dann einen Ku6)en daraus/und wersse davon unter-schiedliche ^srücklein in ihre Löcher/ so viel nun davonfressen/ müssen von Stund an sterben.

8. So man Rinden und Blatter von cvnocsm-brc oder öraMcs ^anin-,.zu teutschHunds-Köhlnim-mst/ mit Schweinen-Schmaltz oderSchmeer vermen-get/und damit die Maulwurss-desgleichen dieFeld-Mauß und Ratten-Locher verstopsset / so muß allesUngezieffer / so dessen genichet/ davon sterben.

9. Etliche sieden einen Schweinen- Schuncken ineinemKessel voll Wasser an derFaßnacht vor derSon-nsn Aufgang/ mir sochler Brühe besprengen sie die

Gärren und Wiesen/^ der Meynung / daß dar-durch die Maulwürffe sollen verlrie«den werden.

Lx?. X.

curi-uK-Borstell-iind Beschreibung einer Maulwursss-Faile/ wie

solche solle vcrftltigct/ausgcstcllecgerichtet und füglich gebrauchet

werden-

> .Er eineMaulwurffs-Falle will verfertigen/Lder muß wissen / daß derselben zwey vor-nehmste Stücke seyen/ nemlich 1. derStock / und zum andern der Bock ; Erstlich den^rock betreffend/wird der selbe gemeiniglich von einergearbeiteten Eichen geschnitten / wann der eine gutehalbe Elen lang/oben ein Viertel und ein Zoll/ un- ^ten kaum eines Viertels von eine» Elen/ und ein paargute Zoll länger als breit / am Gewichte aber eine» gu-ten z.Pfündigen Steines schwehrist/so ist er recht/in der Figur zeiz:t solchen Gerade mitten

durch den Srock/und zwar durch und durch / gehetein geviert Loch / zweyer Zoll / oder zweyer Fingerbreit / bey und L. zu/ und ist solch Loch oben undunten mit 5. gezeichnet / wann solch Loch an der Län-ge des Stocks einen halben Zoll oder Finger grösserist/(d.-um man maß Raum darinnen haben / damitman die Siell Schiene nach Nothdursst und Vor-teil regen und fortsetzen möge/) als das am Bocksmit k. st-mret/so ist es sehr bequem, ö JftdasBrerr-leia eines Zslles dick/anderthalb Viertel fast lang/darinn die Stacheln an jedem Orte drey eingemacht/mit L L. gezeichnet. Ein jeder Zacken stehet einenZoll von einem andern/und der mittelst« gerade inder Mittel-Linien gm Klotze.Jn der Lange aber überdem gevierdten Loche am Stocke / stehen sie fast fünssZoll oder Finger von einander / das muß man imrFleiß in Acht nehmen/ dann wann man nachmals dieStell-Schiene gerade in die Mitte des Loches setzet/so treffen die Stacheln den Maulwurff gewiß / erkomme von welcher Seiten er wolle. Die Srachelnaber müssen unten sehr spitzig seyn / am obern Theilklein« Kappen haben / damit sie nichr durchziehen;Wann sie eines guten Viertels von einer Elen langsind / so ist es genug. Man braucht auch wohl zu

einer Fallen kaum vier Stacheln / an jeder Seitenzwo : Aberdreyegreissen in grossen Zahl ten weitersals zwo/bevorauS wann sie s«hr dunn und schwachsind. Zu den Stacheln sind sehr dienlich die Zahneaus der Tuchmacher alten Kämmen/ wann man un-ten einen Etisst von einem zum Stbcke abschlägtund wiederum spitzig schleifst / so ist «r gerecht. Siofallen nicht allem geschwind in das Erdreich/jondemsie lasse» sich biegen/wie man will/und brechen nicht.O.>Sind dieHefft-Hacken/ damit das Brettlein/darinnen die Stacheln stecken / mit an den Steck ge-schlagen wi> d. Dann weil man die Stacheln nicht inden Srock wohl ohne Schaden schlagen k,an / sie sichauch michmalö in dem Erdreich leichtlich auszögen/ soschlagt man sie durch ein Eichen-oder Buchen-Brett-lein ; Wann sie ein wenig am obern Theil einen Ab-satz haben/ so ziehen sie sich nicht aus / aber der Stocklasset sie nicht über sich steigen. Die Hacken / damitman das Brett mir den Stacheln gerade in der Mit-ten des Stocks anschlagt/und bevestiget/sind lormi.ret mit einer grossen spitzigen Kappen wie ein Hackenan einer Thür-Klmcken/ und zwar deßwegen / daßwann unterweilen der Maulwurff dem Stachel ent-fället/schlagt ihn der Hacken zu todte/welches offter-mals zugeschehen pfleget. An 55. ist der Stock/zu beyden Seiten ausgenommen/darinnen er an mitt-lern Schienen am Bocke auf- und niedergehen rhut.Wann man aber an statt des Ausmeisseln nach demLinial runde eisserne ^stiFt/ aufjeder Seilen sechs/oder auch nur vier einschlaget/ so gehet der Stock ander Mltrel-Schien viel besser/ als wann er ausgenom-men/ dann er weichet und wancket nicht leichtlichzJegeHeber aber der Stock fallet / je eher er den schädli-chen Gast trifft.

Wann der Stock hin und her wancket/so ist es ein

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unge.