Dritten
dicht aufeinander tretten / doch nur der Erden gleich/darein kan man allerhand frühen Salar-Saamen/auch von Radis und Monat-Rettichen / und derglei-chen säen/und solche fleissig vor der Kalte bedecken/offtmals gemach es / wann nicht gar zu lang anhalten-de Kälte ist. Wann aber der Winter und die harte> Kalte fortwähret/so ist es vergeblich/und wird deßwe-gen ein verlohrenes Mittel genenuet. Man kan es^ aber doch gebrauchen / und hernach junge Melonen-Pfi-.ntzen oder Gurcken darein setzen.
Ist es Wetter/ daß der Kuchen Gärtner kan in diej Erde kommen/so soll er das Land/das vor dem Winteri nicht ist umgegraben worden/ vollends umgraben/und^ wo es nötig/ zuvor mir gutem Küh-Mist tüngen. Ersoll auch in seinem Wmtxr-Garten/im Keller / nachseinen Küchen-Gewächsen fleissig sehen/ob einige/alsdie Endivien/und dergleichen/ faulen / ss muß er sol-che aufnehmen und etliche Tage lassen abtrocknen.
Allerhand Wurtzeln/ Sellery/ und dergleichen/soller auch fleissig durchsehen / und was faul daran / weg-thun/ auch die Blumm<Kohle/und andere Kohle fleis-sig besichtigen/und wann sie ctwann anbrüchig sind/bald zur Ä peise weggeben. Wann es warme Tagem diesem Monat giebt/ zu weilennach den Artischo-cken sehen/ ob die Mäuse dabep kommen / oder ob siefaulen und am Tage über/-.oder z. Stunden obenaufdecken/ darmir frische Lufft darzu gehe/und was al-so weiter vorfallet / damit er diesen Monat vollendshinbringen kan.
2. JmHornung/ solle der Kuchen-Gärtner seineM st-Bcete ausräumen und neue machen/um allcr-yand Kuchcn-^aamen hinein zu säen / als von aller-hand Arten frühen Salat/ um selben zu verpflanzen;Jcem/ Radis / Monat-Rerriche/Sellerey / Lauch/Blumen Kohl/frühen Wirsig Kohl / frühen weissenund rothenKopff-Kohl/Majoran und andere Kuchen-Kräuter mehr/ wie auch Römisch; Beten / Artischo-cken/ Cardonen/ um den vollen Mond / und was son-sten noch mchr / welches hernach frühzeitig kan ve -pflantzet/und beyZ nten zurSpeise gebrauchet werden/auch dahin sehen / daß er gute dicke Decken zurichte/welche mir Nageln und Latten zusammen gemacherwerden/ um desto länger sie gebrauchen/damir er al-les / was je gesäet/ den Tag sorvohl als die Nacht vordem Froste bedecken kan. Er soll auch nunmehr indiesem letzten Viertel Zwiebel-S^amen in aut ge-tüngt Erdreich / wie auch Haber-Wurtzeln / Scorzo-nera/Zucker-Wurtzeln/Pastinacken - und Petersilien-Wurtzsl-Saamsn in irrdischen Zeichen / als Stein-bock oder Stier / in ein tieff umgegraben/ gut undmücb Land/so nicht zu trocken lieget/ säen.
Ferner kan er an einen mcht so gar Sonnichten undetwas feuchten Ort / Petersilien - Kraut/ wie auchLöffel-Kram/ Kärbel/ Spinath/ :c. im Wachsen desM)nde?/ säen. Auch / wann gelinde / und nicht zukalt W'tter ist / in diesem Monat im ersten Viertelund lüssrigs» Zeichen seine Früh-Erbsen/doch etwastieffpflantzen/ auch selbige nichr einweichen / damit sienicht verftieren / er kan sie an einen warmen Ortenahe an dieMauerpflantzen/wo sie dieMirrags-Son,ne haben können / damit solche desto eheer zur Speise
M. Tl)-»!.
Hlwfftee Buch. z6y
tüchtig sind. Angleichen auch etwas grosse Bohnen/um solche frühe zu hüben. Man kan auch in diesemMonat/im Wachsen des Lieckts/Spargel-Samen inein fettLandstecken/ wie auch braunen-Kohl-Saamensäen/ und wenn das Werter gelinde/ die Artischockenübermahl oben ein wenig am Tage lüfften / und zupe-hen/ ob etwann die Mäuse darbey seyn. Über dißmag er in seinem Keller seine Wurtzeln / Blumen-Kohl/Winter-Kohl/ Endivien/und was sonsten dar-innen ist / besichtigen/wenn sie faulen/ ausnehmen /und abbutzen/etliche Täge al>trocknen lassen/und her-nach wieder einsetzen; So kan er auch das Wurtzel-werck alles aufnehmen/ und was darunter faul ist/weg rbun/ alsdcnn die guten wieder einlegen/ und alsozur Speise vollends verfahren. Wenn er nun in d,e-semMonat noch Zeit übrig / kan er die Erbs Re>serzu rechte hacken/ und Bohnen-Stangen spitzen undausbutzen/ auch seine Länder/so vor demW.nrerzuKohl noch n.cht sind gerüngct und uingegraben wor-den / vollends bestellen lassen / und was also nochweaer vorzunehmen / bis? der Monat zu Ende kom-met.
z. Im Merken soll der Kuchen-Gärtner imWach-sen des Liecbts allerhand Kuchen-Kräuter/ alsPetersi-ien/ Löffelkraut/Lacrucken/ Endivlen/ Beten/ <s?par-icl und dergleichen säen/ auch Zucker-Erbsen/Srabel-Elbsm / Spargel -- töcke:c. verpflantzen. Fernerin diesem wa.hsendenMond seineWinter-Kohl-Psian-i;en in lüfftig gut serr Erdreich versetzen/und derselbenfleißig warren/ so wird er baldKöpsse darvon bekom-men. W nn er nun in seinem Mst-Beete einige gros-se Salat-Pslantzen ha:-/ kan er dieselbe in gut fett Erd-eeich / an einen warmen Ort im Wachsen des Liechtsverpflantzen / und selben fleißig begiessen und warten/so kan er frühzeitige Kopsse darvon haben. Im altenLiecht/ dieses Monats soll der Kuchen-Gärtner auchläen gelbe Mökren/May-Rüben/rothe Rüben/Hol-ländische Carotten/ auch grosse Bohnen zum andernmahl/wie auchFrüh-Erbsen solche spät zu haben/pflan-tzen. Seine Artisch ocken/ wenn es ein warmer Tageist/ aufdecken nnd räumen/ und die Erde ein wenig vonder Wurtzel thun/ damit sie etwas abtrocknen/ und derLusst allgemach gewöhnet werden. Doch muß mansie dieNacht vor den Fröstsn mirMist wieder zutuFen.Von seinen Spargel-Stöcken das längste vom Mistabnehmen/ und das kürtzeste liegen lassen/ so werden siegrossen Spargel britigen.
Der Kuchen-Gärtner soll auch nochmahls in diesemletzten Viertel Haaber-Wurtzel/ Seorzonera/ Peter-silien/undCichorien-Saamen/wennetwann die erstennicht gerathen wären / wie auch Pastinacken / Zwiebel-Saainen / und dergleichen mehr säen. Er kan auchnunmehro seine Zucker-Wurtzeln räumen/so er imWinter im Keller gehalten / wie auch Tarruffeln /Scharlotten/Knoblauch / und sonst allerhand Kuchen-Krauter / Köhl und Wurtzeln. Was er sonsten vonKohl-Kräuter und Wurtzeln in der Erde vergraben/kan er nunmehr wieder heraus nehmen/ und was gutzur Speise / hingeben. Auch an guten scuchteu/ fet-ten/ kühlen Orten / jungenMeer-Rettlch-(Kern) einle-gen / und hernach vom Unkraut reinigen/ so wird er in
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