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Des Adelichen Land-und Feld Lebens
Bu tzel-Kraut/Mangolt/ Kröten-Fuß/ Saturey/Gurken / Melonen/deßgleichen die Artischocken undalle andere dergleichen zarte Kräuter -Saamen/solleman alleweeg im Frühling säen. Es kommen auchössters alle die Kräuter viel eher auf und fort/ weicheim Mertzenund April/ als die jenige / so im Herbstgesäet worden sind. Jedoch ^lles nach Gelegenheitund UnterschiedderZea.
4. Für allen Dingen aber soll der Saamen/wel-chen man säen will/wol zeitig / vollkomm und schwer/satt/ dick und schön von Farbe seyn: Er soll auch / daer gebrochen wird/ weissen Kern oder Meel/aber garkeinen Staub geben; dann der Staub vom gebroche-
nen Saamen zeiget an / daß er verdorben und keinnutz <ey.
5 Zu welcher Zeit gemeiniglich die Saamen auf-zugehen pflegen/davon hat gleichfalls unser imerstbemeldten XI, Lsp, geschrieben; Jedoch kan zuZeiten, durch Fleiß eines verständigen Garttrers / ei-niger Vorschub gethan werden. Als zum Exempel:Es kommen die Gurcken-Kern vieleher herjür/wannman sie vorher etwas in Milch oder in Laugen ge-weichct hat. Dergleichen gesclncht auch mirderA.ti-sä)ocken / und mehr andern Küchen Gewachsen undKräutern/wiesolches hernacbmals in der absonderli-chen Beschreibung solcher Mchen - Kräuter undGewächse mit mehrern zu vernehmen sepn wird»
i v.
Unterschiedliche Anmerckunqm von Beschaffenheit des Monats
bey Säen und Pflantzen der Küchen-Kräuter und Gewächsen/ wie auchvon andern Umständen / so insgemein fleisjig zu beob-achten.
As nicht im Saamen schiessen soll/ muß lum dem Neu Mond/ was man aber großund dick begehret / um den Voll - Mondgesäet und gepflantzet werden.
2. Also auch/worvon man Wurtzeln oder Früchtebegehret/im abnehmenden/worvon man aber Blätteroder Blumen begehret/ im zunehmenden Mond besäetwerden.
z. Mit dem Versetzen muß es eben also'gehaltenwerden. Am nützlichsten aber ist es/ wann das Ver-setzen auf einen Regen geseicht.
4. Es ist nützlicher/ die Saamen nicht zu vermischen/sondern auf jedes Beet etwas sonderliches zu säen/ausser denen Kräutern/ die bald ausgezogen werden.Also kan man auch unter den S ilat wol Zwiebel/Mo-nar Ridies/und dergleichen/säen.
5. Vorige R 'gul ist auch von dem Versetzen undPflantzen?u verstehen/ damit »icht Mm tzel/ Kräuterund F üchte durcheinander wachsen/ sondern, jedes sei-ne Stelle bekomme.
6. Es ist ein Unterscheid bey Umgrabung desGrun-des zu halten: Sintemal lange Wurtzeln eine tiesse-re Umgebung/als ander« Gewächse erfordern.
^ 7. Küchen-Gewächse / so die Kälte wol vertragenkönnen/ wollen zeitiger/und die zarten /etwas spä.ergesaet und gepflantzet werden.
8. Wann bey kalten Nachten etwas zu bedecken/sosolle die Bedeckung nicht ohnmittelbarer Weise aufdie Gewächse geschehen/sondern man soll etwas anGereiß oder rein Stroh dazwischen legen/damit anihnen nichts verletzetwerde.
9. Dergleichen Beobachtung soll akch geschehenzurWinters-Zeit bey demEmmachen und Verdecken:Sintemal die Gewächse leicht verfauln / wann Mistden gantzen Winter darauf liegt.
10. Was zu Anfang des Frühlings aufgedecketwird/soll nicht sofort gantzbloß gelassen/sonderndesNachts wieder bedecket werden/ wie auch zu Weilenam Hage.
ü. Die Aussaat von Erbsen / Phaselen oderBohnen/Lattucken/Spinat / Radies und derglei-chen/ davon man össters junge Frucht gemessen will/muß im Frühling und Sommer Monatlich wiederho-le werden.
viil.
Ms ein fictssM Gärtner in allen zwölssMnattii das Jahrs im
Kraut- und Kuchen-Garten nothweudlg zu verrichten
habe.
M Jenner: Weil in diesem Monat noch 1alles vom Schnee bedecket ist / so kan derKüchen-Gältner in seinem Küchen Gartennichts sonderliches vornehmen / a>s daß er einige Ge-wächse von Kressen / Lattucken / und Radisen sae/sel-bige / bey gutem Wetter an die Sonne stelle / und
wann es kalt/ wieder in die Gewächs-Stube bringe;Wann es gelinde Wetter ist/ so kan er zur Hand ein/oder mehr/ verlobrne Mist Beete machen/welche (wieallbereit oben gemeldet) fünss Schuhe liess müssen indie Erde gegraben werden/und s. Schuhe breit seyn/
solch mir guten frischen Pferde-Mist auffüllen / und
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