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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritten Theils Fünffteö Buch.

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füget waren/verfertigen lassen/ damit die Mist-Bee-te dahinter könnten gemacht werden. SolcheSchirm-Wände oder Mauren können aufzwey Arten gema-cher werden / erstlich nach der geraden Linie oder als einhalber Mond/ und solches alle mahl am Ende desGar-tens gegen Norden/ damit das Mist-Beer die freyeSonne haben kan. Die Schirm-Wände müssen al-le mahl nach i?cm Mist -Beere gerichtet werden/ nach-dem solche lang/ oder / ob derer viel in einem Gartenrwchig/ so muß auch die Maur alle mahl etwas langer/als die Mist - Beete seyn. Die Schirm-Wand inForm eines halben Mondes/muß so groß gemacht wer-den / daß die Mist Beete völligen Raum darinnenhaben/und die Maur oder Wand noch davor gehe /unddieOst-oder Nord-Winde/ soofftNord-Westwehen/und gar schädlich sind/ sonderlich umfelbeZeit/abhalte. Man soll auch die Mist-Beete nicht gleichnahe an die Maur inachen/ sondern / daß allemahl2. Schul) breit ein Raum/ / um Salat / Retticbe/undandere Frühe-Sachen daraus zu säen bleibe/und denn2. Schuh zum Gange / waren zusammen vier Schuhebreit von der Maur / und so ist es recht. Man hatsonst?» noch mehr Arten Mist Beete zu machen / wel-che gar kostbar seynd/ und gehören zum'Thei, in die kal-ten Nord-Lander/und werden hier gar nicht aebrauchet/will aber doch M Nachricht dm curieutenLieb-habern es zeigen / wie solche gemacht werden.

4. Nehmlichen / daß man die Mist-Beete vom

Grunde aus / so hoch es seyn soll/ und wie vor gedacht/ausmaure/ und so hoch als es nöthig Absätze lasse/ wel-che mir eisenm Blatten durch / so lang das Mist-Bee-te ist/ beleget werden / und der Mist alsdann daraufgebracht wird/ wie bey dem vorigen gedacht. Zu die>e>n Mist-Beete nun werden gemeiniglich halbeMon-dezu Schirm-Mauren gemacht / und über die OfenLöcher und gemaurtenTreppen-Stiegen oder Schup-pen mir einem Dache an die Maur darüber angehän-get/welches denn nachmals grossem Widerstand widerdie grimmige Nord-Winde thut.

s.Maa machet auch noch wol andere ArtMist-Bee-te hier zu Lande / von rechtem Zimmer-HoltzeaufSchwellen / als wenn man ein Gebäude machen will /und darbey noch serner gegen den Mittag em kleinesetwann zweyer Schuh breit/so daran gehanget wird.Es wird mir lauter Riegeln unterschieden/ und kan alsoin vielTheile abgetheilet werden/ und solche Mist-Bee-te sind viel Jahr dauerhasstig.

Was die Decken anlanget/ müssen sie von reinemlangen Rocken-Stroh / so sein ausgeschüttet / und dieAchren abgehaa et sind / gemachet werden/alle mahlnach dem Maas der Breite und LänM wie die Mist-Beete sind/ mit Latten/jozwey Soll breit/fein zusam-men genagelt/zuvor das^rroh emer guten Hand breitdicke hineingeleget/ und denn seiner mit der andernLacken auch zusammen genagelt/ danm es der Kälte de-sto besser widerstehen kan.

v.

Vo» Ausheilung der Geländer oder Garten-Beete/ samt einem

Unterricht / an welches Ort und Stelle ein jedes Garten-Beet soll

gesetzt werden.

«^Je sonderbare Ab-und Austheilung einesausebnenLande gelegnen Kraut-Garrens/mit seinen Beeren oder Latten/ und Krips-fen mit Latten; Item/ Furchen/ Gängen / und andernbetreffend/ wie es nemlich mit dem allen beschaffen seynsoll / daß man zugleich Lust und Ergötzlichkeit / auchNutz und G-'winn daraus ziehen und bekommen mö-ge/ist davon/ohne Weitläufigkeit/dieses zumelden:Aussenher an den vier Seiren des Platzes sollen dieKripffen kommen/mit Latten/ als welche hierzu sehrdienstlich/eingesasset/aber nicht zu breit/ damn manim Jatten oder Mieten nicht darauf steigen müsse/sondern mit der Hand darüberlangen möge. In deminnern Platz dann/soll vornen her gegen Mitlag/undhinten gegen Mitternacht/anjedem Ort ein Beet/dembreiten Ort nach des Gartens / abgezeichnet werden ;Doch nicht breiter / dann daß man zu benden Leitenvon den Furchen bis in die Mitte langen könne / undnicht mit schaden darauf steigen müsse / da» übrigeErdreich dann/soS/ nach Lange des Gartens / vonMitternacht gegen Mitrag in Beete erst- ermeldterBreite/ abgetheilet werden / den Gangen oder Fur-chen der Kripffen nach/mag man an der Weite erwanzwey Schuh / oder auffs höchste/ dritthalben/ geben;

Denen andern innern Furchen nur anderchalben/da-mit also das Erdreich an einem/ ohne das andere/nichtgar weitlaussrigenOrt desso nützlicher möge gebrauchtwerden; Am äussersten Ort dann der Kripffen / sol-len Sröcklein gesetzt/und Latten daran geschlagen wer-den/auf daß der Garten eine feine lustig und zierlicheEinfassung bekomme; Hierzu sind sehr dienstlich dieCarmisin-rothe Rosen-Stauden/als welche nicht hochaufwachsen und wenig schatten geben/ desgleichendie Himbeer- Iohannes-Beer- und Kräusel- Closter-oder Stachel-Beer-Stauden; Die andern Gattun-gen Rosen/als Leib-Farb und weisse/ möchten fügli-cher gegen Mitternacht gepflantzet werden / damit die-selben mit ihren hohen Stauden und vielem Schattenden Gewachsen desto minder nachtheilig seyen; Die-se Abtheilung ist von einem mittelmassigen/aber nichtallzu weiten Garten-Platz zu verstehen.

Dafern aber ziemlicher Platz/Weite undRaumvorhanden/ ist es nutz und gut/ den Kuchen-Garten/Beeten/ Gangen und Furchen l>alber (mit den Kripf-fen hat es/ als vorgemeldt/ feine Verbleibung) etwasanderst/und zwar aufnachfolgende Form/abzuthei-ten:

Erstlich / daß anstatt eines Garten-Beetes / der

Z i z

Breite