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Des Adeltchen Land-und Feld Gebens
rdaö zeugende Saltz in sich h^ben/ die Erde gemästeti und gelungen wird.
Es ist eben auch um dieser Ursach Willen/daß manim Brauch hat die Böden ruhen zu lassen/ nach demsie viel Pflantzen oder Früchte gezeuget haben / damitsie solche zeugende Kraffr wiederum bekommenmögen; Weilen sehr gewißist/ und die Erfahrunguns genugsam zu erkennen gibt / daß / wann man zuviel Wesens aus einem Boden erzwinget/ so zeuget er
Cx?.
hernach ungern/ mit geringer Krasst und Wurckung/und an statt/ daß man gute Pflantzen und Fruchte ha,den sollte/bekommt man nur wilde. Dann so ist derBescheid mit samt der Erfahrenheit einem Gärtnersehr nothwendig / damit er die Umwechslung derPflantzen unterscheiden möge; welches absonderlichin dem Kuchen-oder Kraut Garten zu be-obachten.
M.
Von des Kuchen-oder Kraut>Gartcns Lager/Grösse / Gestalt /
Abtheilung/ Beschaffenheit desscnGrundes/ und deö Schadhafften
Verbesserung.
.?lchdem wir bißhero vom Baum - und Obst-' Garten/zur Gnüge/ gebandelt/und von dem-selben/als welcher dem Gesicht einige Ergötz-undVergnügung giebet/ ziemlich ausführlichen Un-terricht gethan so schreiten wir nun ferner for t, um denKraut oderKuchen-Gaucn / als wo:durch der Ge-schmack/ oder vielmehr Mund und Magen vergnüget/auch die Küche proviamirer wird / in seinen nothwen-digsten Anmerckungen und Wissenschafften zu be-schreiben.
i. Die Gelegenheit desKuchen-Gartens betreffend/sM«n>, en und eignen wir demselben ftineStelle/näcbstauf der Seite/ oder hinter den Blumen-Garten. Essoll aber dieOrts-Gelegenheit also beschaffen seyn/daßdie Soneanihren^ztrahlen undWürckungen /wederan Gebauen noch Bäumen/ so weit als möglich / undnöthig/nicht aufgehalten/ noch verhindert werde. Audiesem will so wol die fleistige Abwart - und Verpfle-gung/'als nothwendige Aufsicht nicht wohl zulassen/daß solcher Kraut-oder Küchen Garten weit von desHaus-Herrens Forwerck oder Behausung abgelegen/sondern vielmehr/(da es anders die Gelegenheit lei«den mag ) gantz nahe bey demselben sey. Insonder-heit istzu beobachten/ daß solcher Garten gegen Mit-tag gerichtet werde / als an welcher Seiten die vor-nehmste Aussicht angestellet wird/ damit man also/nebens dem Nutzen/auch desto mehrLustund Ergötz-lichkeit gemessen möge/welches dann absonderlich imAbgang der Ermanglung des Blumen- Gartens (alswelche zwar belustigen/aber wenig eintragen/ und ei-nem nahrhafften Landmann selten anstehet) desto füg-licher geschehen kan.
Es sind zwar andere der Meynung / daß der Kü-chen-Garten gegen Mitternacht/und nicht gegen Mit-tag/ zugerichtet werden soll / welches aber von denenheissen Ländern (da sie vielleichtgewohnet)alsFranck-reich/Spanien/ Welschland/:c nicht aber von unsermkalten Teutschland / zc, mverstehen/ als woselbst es sol-chen wenig nützlich und dienstlich seyn würde / Ursach/weil anmebrenrheils Orten diescharffen Winde undNacht F.öste in der Fcüblings- Zeit den zarten Ge-wachsen nicht geringen Schadens öffrers zusügen:Daim Gegentheil/ so der Garten gegen Mittag liegt / die
Gebau aber Mtternacht-warts gerichtet sind / haltenalsdann solche die kalten rauhen Lüffre mercklich aus/daß sie denen Gewächsen/ so zeitlich Herfür kommen/destoweniger schaden mögen / verursachen auch^bene-bens eine kräfftige k,cvcslzcr?ti<zn der Soüen strah-len/ als welche dergleichen Gewächsen nicht wenigzustatten kommt.
Wann dann solcher Ort oder Garten-Platz auchetwas gegen der Sonnen schreg oder abhangig gerich-tet ist/ hat er noch ferner diesen Vortheil / daß danndas Regen-Wasser auch desto besser ablausten maa/welches dem Erdreich und Gewachsen sehr dienstlichund ersprießlich ist / Massen alle wohlerfahrne verstän-dige Gärtner der Meynung/daß die ienigen Gärten/so besagtermassm etwas schreg oder abhängig / die be-sten und nützlichsten seyen. Solcher setztermeldterGarten soll billieb seine dren sonderbare Ein-oder Eis-gänge haben : Nemlich/ den ersten gegen des Haus-Herrn Wobnung/ den andern zu dem Baum Gar-ten/ den dritten und letzten aber zu dem Umschluß deöObst-Gartens.
2 Dil Grosse eines wolanaeleqten tüchtiaen Kraut-oder Küchen-Gartens betreffend / bat unser seel.Au-tor Hr. von Hochberg/in seinem FünfftenBueb al-sobalden im ersten Capitel/böchstvernünsstigbeschne-ben/ dahin wir den geneigten Leser wollen gewiesen ha-ben.
^ Von dem Nutzen eines Kucken Gart-ns / kaltenwole'. fab^-ne Haus Herren und Gärtner sämtlichen
ss vie! : Gleich wie nemlich-die G^'tm durchgehend^
unter allen Land-Gütern/ nach ibrem ^eariff /am mei-sten abtraaen: Also trage (insonderheit ein wolae-richteter Kuchen G " t >n / nach seiner Weite mehr ab/als einige andere Garten; sintemal das ieniae/s» man^.arausziehet / io viel als ein^)mr»tz.ßsleliiiZ ist derEmtragüg ode.'Niitzens des'E'-d'eichs/allkin ist hier-bey nothig/daß man sich desselben recht undnuklick a^brauche / und einem ieden Garten- Gewächs sein- or-dent ich- und geziemende Stelle/ die ibme am bestenanstandig/gebeundnieiane / in allem w»l abwarte/innlandische / und andere Krauter t-'t-Ucher bek omme/und dergestalt desto meh r darau s lösen
" könne