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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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361
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Drittel» Theils Fünfftes Buch.

Z6l

Winde zu zehlen pflegen; Die Teutschen und Nie- >derlander zehlen ihrer zwey und dreyßig. Aber weildie genauere Wiffenschaffr von den übrigen WindenmchrdieSchiffer als die Gärtner angehet/sowollenwir alleine die Beschaffenheit der 4. Haupt-Windeanzeigen.

Der Wind/so vön Mitternacht wehet/ ist dem / sovon Mittag kommt / gerad entgegen / und gantz zuwider/weil er kalt und trocken ist; er reiniget die Feuch-tigkeiten des Leibes/ in dem er die Schweiß - Löcher zu-hält/und kan kein Wind die Pest sowol vertreiben/und dieLufft reinigen/als dieser.

Hingegen der von Mittag ist warm und feucht; erist gar gefährlich zur Loirazion und Pest Zeit/machetdie Leibertrag und schwehr/ verursachet auch Donnerund Regen.

Die zwey andere/ nemlick der von Aufgang und dervon Niedergang sind alle beyde massiger/ und habenandere von den andern zweyen unteischiedencC.5-n-schafften; Der von Aufgang bringt/ durch seineMäs-sigung/derLufft die Stille / und dem Leib die Gesund-heit zu / in dem er öffrer mir Wolcken als mit Regenblaset/und was dem vom Niedergang anbelanget / soverursachet er den Regen/und -nackt durch seiwH)?äs-siqung/ daß die Erde gute F.ücbte träct / dcß dieBlumen aufschiesssn/ und <st alleu Gcwächftn sehrzu-träglich.

Dieses von den Winden haben wir deßwegen er-örtert / damit der kluge Gärtner sich vor d»'in scbrduchen hüten könne/ und die Pflanzung mit Stwhetwas anders ju decken möge.

c»>>. n.

Bon denen einem verständigen Gärtner zn wissen npchwe?.d!^n

vier Zahrö-Zeiten/und derselbigeü zugehörigen Eigem

schafften.

machet/ daß die Blatter von den Bäumen abf 'Diese Zeit ist sehr gut/ die Baume -upfiantzen / - csie den ^5?afft und Feuchtigkeiten an sich ziehen kö:ehe der grosse Frost einfallt; Esistguc/ das E.d.e. halsdann umzukehren unv zu tü:zgen.

4. De vierdks Jahrs Zeit ist der Winte?./welc!:etvon E'g.'nschassten kalt und trocken ist/ und scheintder Fruchtbarkeit gantz und gar zu wieder zu seyn/weildie Erde/wegen der Entfernung der Sonnen / sichvon ihrer Würckung entziehet / indem? ihr nicht vonder Warme geholffen wird/ derer sie vonN -tu-' er-mangelt ; Dannoch so ist ihr^olcbe Zeit/ untrr we'6'sienichtzeuqet/nicht garunnutz'ich;Jhre Ruhemachtsie fruchtbar/ und der grosse Frost des Wmters/ist i! rnicht in allem schädlich/sondern bekommt ihr garwo^/fürnemlich/aber solchem Erdreich / welches vor demWinter ist gearbeitet/ gehauet und aerühret woi den;Dann/ indem es gefrohren/ und gehärtet / da es wie-derum aufgeivset/dienet es ihme zu einer andernMbeir/und werden die grossen Erd-Schollen zu Staub / inwelchen sich dieLufft leichtlich einmischen/ oder einver-leiben kan/ welche mit den andern Elementen zumZeu-gen mir hilfft/wie wir schon gesagt haben ; Und dieseVermerckuna haben wir offc gethan/daß/wannwireinen sehr trocknen lind kalten Winter haben/solchesein Zeichen eines fruchtbaren Jahres ist/weil seine^?chärffe die unni'itzlichen PflMen und dasUngezieftftr/ so den Bäumen und Psiantzen schädlich ist rödtet;?luch / wann viel Schnee liegt / nutzet ihm derselbemächtig/weilen er das Erdreich mästet/ja unvergleich-lich mehr/ als die Ergiessung des Flusses Nili in Aegy-pten / nicht eben/als wann in dem Schnee eine solcheMateri wäre/durch welche die Erde möchte getüngetwerden / wie ihrer viel davsr halten ; sondern es ge-schieht/weilen die D mste der Erden/indem siewegensolcher Decke nicht hinauf steigen können/in der ebnenFlache der Erden verbleiben/durchwelchem/ weil sie

l^Achdem indemvorhergehendenCapitel vonszdenen vier Haupt-Winden gehandelt wor-" den / so wird sich nun nicht unfüglich schi-cken/ferner etwas von denen vier Jahrs-Zeiten undderselben Eigenschafften / so weit und viel sie einemG-^cner zu wissen und zu verstehen/ nothwendig sind/.emige Meldung zu thun.

Belangend nun die erste Iahrs-Zeit / ist solche derFrüb-ing/ der nimmt seinen Anfang im Mertzen / dadie ^5>onne in das Zeichen d^s Widders eingehet/ undalsdann geschiehet das Vertu n , da

T ig und ht gleich werden; Diese Zeit ist nach ih- ^ree Lig.'Nschasst/warm und feucht/und dahero gemas-!siget/dsch nicht eben gleich; sondern indem solche Mas-'si peil zuni.n nt / so schickt sich das Erdreich aufs neue >zu zeugen/ »omchmlich/ wann sich der Wind von A-bend gelind und mässg spühren lasset / so ist er denBlu nen vorrraglich / sonderlich wann sich warmesR gen Wett-r im April undMajo einfindet/ ss ma-chen sie/ Mit ihrer t-mDritten Lufft/ alle Gewächseder Erden/ aufsonderbare Weise/fruchrbar/ und her-vor wachsend.

2. D e andere Jahrs-Zeit ist der Sommer/so vonEigenschafft warm und trocken ist: Der nimmt seinenAnfang im Janio / wann die <L>onne in das Zeichen ^d-s Krebses eingehet ; Alsdann soll der Gärtner diePflantzen besprengen / die Haag und Geländer zier-lich beschneiden/und äuglen / so der Safft noch wah- ^ret/ oder aufsteigt.

z. Die dritte Jabrs-Zeit ist der Herbst/ von Eigen- ^schafft kalt und feucht; Er nimmt seinen Anfang in,Herbst Monat oderS eptembri/wann die Sonne indas Zeichen der Waag eingehet. Diese Zeit ist sehrmassig/ zwischen der grossm Hitze des sommers/ unddemarossenFrost des Winters/ durch vie Ern edri-gung der Sonnen/welche den Weea/so sie hinauf ge-stieg m / wie^-" u n he"ab steiaet: Ihre Entfernung

lll.