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! ftm vorgenommenen Werck genug seyn. Aber / wiewir zuvor gesagt haben / daß es gut sey/ daß man wis-se die Krafftder Elementen / welche allesamt würcken- sollen / damit die Erd fruchtbar werde; So wollenwir allhier derselben Eigenschasiten auch kürtzlich be-schreiben.
s. Es ist niemand so unerfahren/ der nicht wisse/ daßviere Elementen find / aber es wissen nicht alle ihre Ei-genschafften ; Die ?tiiioluptii lehren uns/ daß die Er-de kalt und trocken; und dihLufft warm und feucht ist /also/ daß derer allezit zwey Winter einander zu seyngefunden werden/nemlich dieErde wider dieLufft/ unddas Feuer wider das Wasser; Unterdessen so hat dieLufft etliche Vergleichung mit dem Feuer in der Wär-me/ und mit dem Wasser in der Feuchtigkeit; DasWasser kommt mit der Erden in der Kälte übereins /und die Erde mit dem Feuer in der Trockne / darausnothwendig erfolget / daß ein jedes Element mit zwey-en überein kommt/welches sie gantz und gar unzertrenn-lich machet; Difes erfahren wir täglich in den Oefen/nachdem man dasFeuerwird angezundethaben/so ma-chet man die Thür zu/ daß kein Lufft darein komme/ sowird man gleich mercken/daß seineW«rme gantzlich er-stickt ; Wann die Lufft des Feuers entbehren mü-sse / so wäre alles Wasser/und wenn dasWasser vonder Lufft weggenommen wäre/ so wäre alles Feuer ;Und wenn die Erde nicht unter ihnen vermischet wäre/so waren sie nicht wesentliche / und handgreiffliche Lei-ber.
Aus dieser Erden kan ihm ein guter GärtnerNutzenschaffen/ so er daraufmercket/ was ich sagen werde vondem Unterscheid der Boden/ damit er dieMängel/wel-che sie untauglich machen/verbessern könne/ indem esunmöglich ist / daß die jenige/welche keine gewisse undvollkommene / oder sehr grobe Wissenschafft haben /dieselbige verbessern mögen/ so sie zu hart oder schwersind / muß man sie arbeiten oder bauen/ so sie zu leichtfind / verhärten; So sie zu mager/ tüngen / so sie zumast/ mager lassen werdenzso sie zn feucht / ausdörren ;so sie zu trocken befeuchten; so sie zu kalt / erwärmen ;sosie'zuwarm/ erfrischen; Welches auch muBeschei-denheit mit demM ist unterschiedlicher Thieren ( wie ichauch hiervon an seinem Qrth absonderlich reden wer-de ) oder durch Vermischung eines Bodens mit demandern geschehen soll / und ich halte es für ein Q-ne-rsi Regel/ daß die Vermischung der andern Elemen-ten mit der Erde / so sie mir seiner Maaß gemachtwird/ die gröste Kunst ist/ damit der Gattner dasjemze durch Kunst in ein einer Provintz haben kön-ne / was in der andern natürlich und leicht zubekom-men ist.
6. Diesem allem nach / so tst die Gelegenheit desGartens / wegen dreyer Ursachen/sehr mercklich undwol in Acht zu nehmen: Erstlich in Ansehung der Ge-gend/nachdem er gelegen; Zum andern der natürlichenFruchtbarkeit der Erden: Zum dritten der Bequem-'lichkeit/ das Wasser zum Besprengen leichtlich zu ha-ben. Nun von der andern und dritten Ursach diß-mahls zu geschweige / wovon Wir an seinemOrth melden werden / so sagen wir zum ersten/was die. Gegend betrifft / müsse man wohl mer--
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cken/ daß wann der Garten in sehr warmer Oegmdgelegen/so wird ihm das Aussehen gegen Mitternachtsehr gut seyn / dieweil es seine allzuscharffe Wärmemassigen wird; Wann er aber in einem kalten Landgelegen/muß man das Aussehen gegenMittag suchen/und es von dem Mitternächtigen/ ss viel möglich / ab-wenden/und wie nicht leichtlich geschiehet / daß manallezeit solche Gelegenheit nach den Gegenden findet/so muß der Gärtner die Natur des Gewächses / welcheman in die Erde setzen will/wohl kennen / welche inzweyen Dingen bestehet:
Erstlich/ ob das Gewächs leichtlich erfriere / oder,nicht. Zum andern/ob es einen nassen und feuchten/ -oder einen magern und trocknen Boden begehre; so ererkennet/ daß es dem Frost unterworffen / oder einentrocknen Boden liebe / muß man es in den wärmstenOrt des Gartens setzen; Hingen aber/so es den Ä5m^ter nicht achtet / und einen nassen und feuchten Bodenerfordert/muß ers an den kältesten und schattigstenOrt setzelt/welcher dieFeuchtigkeit in der grästcnÄvär-me des Sommers lange erhalten thut; Zum Exem-.pel-.Jn kalten Mitternächtigen Gegenden/allwo derFrost zum öfftern im April und Man einfallt / mußman die Melonen / die Kürbisse/die Pföben/ die Cucumern / Artischocken/ SpargelwCardans / und insgemein alle Gewächse/ die den Frost nicht leyden/ ausdem Nord-Wind/ und die andere / welche diese Oer-ter natürlich lieben / ohne grosse Kunst in allesndere ,Oerrer des Gartens setzen.
7. Es wird nun ferner dieses Orts nöthig seyn/auch etwas von der Lufft zu melden; Wir haben zu-vor Erwähnung gethan / daß sie von warmer undfeuchter Qualität ftye/ doch ist die jenige frisch/ welchewir scbopffen / sie komme entweder aus ihrer natürli-chen Eigenschasst/oder aber aus der Kalte der Erden/, welche sie sehr nahe ist. Diese tägliche Erfahrung ha-ben wir in einem Lufft-Wedel/ oder Fucher / allwo sich.dieLufft besser samler/woraus diese Lufft desto grösserwird.
Von der Eigenschafft der Lufft wollen wir zur E»--genschafft der Winde schreiten / welche grosse Krafftüber unsere Arbeit haben / in dem sie derselbigen nu-tzen oder schaden/ nach dem sie können. Die Alten ha-ben derer vier/als die vornehmsten/ gezehlet/ welchewir hier berühren wollen: Die Lateiner nennen denNord-Wind ^quiio.was die Griechen Koreas nen-nen; DieItalianerl 'ramonllsna; Die TeutschenNord.
Den jenigen/so von Aufganq kommt/ nennen dieLateiner 8ublo>anus Die Griechen Lurus ; DieItaliäner l-cvantc; Die Teutschen Ost.
Der dritte/ so von Mittag kommt/wird von den La-teinern äuticr genannt; Von den Griechen N0W5;Von den Jtaliänern Ottro ; Von den TeutschenSud.
Dervierdte/ welcher von Niedergang aufgehet/wird genennet von den Lateinern ?avoniu8 ;^Von denGriechen Von denJtaliänern?onenle;
Von den Teutschen West.
Diejenigen/ so aufdem Mittel-Meer gewesen/wer-denwissen / daß die Italiänischen Schiff-Leute 16.
Winde