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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
353
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Dritten Theils Vierdteö Buch.

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ist; die Nüß-Stauden/ so dann daraus wachsen/brin-gen Nüsse ohne Schalen.

Mir den Mandeln mag man auch also ver-fahren. , .

Bey den Nuß-und Mandel-Baumen / w:e auch beyallen hart -häutigen oder schalichten Früchten/ ist die-ses zu beobachten/daß/ so man öffters Aschen zu denStammen und Wurtzeln schüttet / sie weiche unddünhautig-oderschaichte Fruchte zu bringen pflegen.

49. Wi-man grosse Mespeln pfropffen solle» Diegrossen Mespeln solle inan auf einen weissen Hagen-dorn pfropffm/wann desMonds-Liechr 8.Tage alt ist/

55. Daß ein Maulbeer-Baum fruchtbarer werde/und weisseFrüchte bringe. Etliche halten dafür/ einMaulbeer - Baum werde fruchtbarer und grösser /wanu man den Stam gantz durchbohre/und aufei-ner Seiten einen Zweck von Terpentin-Holh / aufder andern aber einen Zweck von Mastix-Baum hin-einstecke.

Und wann ein Maulbeer-Baum gepfrspffet odergeäugelt wird/ sowird er weisse Beer bringen.

56. schönes Obst von Kernen zu ziglen/daßsieft'.there Früchte als die gebeltzten Baume tragen.Mannehme junge Aestlem von einem Apffel-oder Birn-

gsmeiniglich am Oster-Montag/ vor Mittag um 11. Baun, / und unten an dem Ende bohre man zwey

cher/doch nicht durchaus/und einer Hand breit von-einander darzu eines dem andern entgegen / stossehernach in das eine Löchlein ein Körnlein/oder drey/Saltz/lege das Zweiglein in den Grund/ »nd schütteem wenig Habern darzu / schneide es Kernach an derSpitzen ab / wie man sonsten einem Beltz-Zweigleinthut/wann es gepfropM ist. So dann das eingesetz-te Aweiglein bekkibet/ utld grün wird/so bringet esschöner / und früh-zeitiger Obst/als sonst andere ge-pfropsste Baume.

57. Daß ein Apffel-Baum zugleich Aepffel undauch Rosen trage. Jmpffe einen Rosen-Sproß einemApffel-Baum zwischen die Rinden/ dann/ wann er mitdem frembden^tamm zusammen wachset/ und großw rd/werden um die Zeit/ wann die Früchtehervorfommeti/ dargegenRosen-Knöpffausblühen mit einemsehr schönen uud lieblichen Geruch/ daß/ederman se-hen mag.

58. Daß Edelgesteine/ Coralien/Negelein/oderPerlein in den Aepffeln wachsen/ stosse nach derBlüheobgemelder(? tuck eines darein / oben/ da er geblühethat/ so verwachset es darinnen.

59. Kesten-farbe Birnen und Aepsseln zu zeugen.So man Aepffel-Zweige auf saure und wilde Birn-Stämme/ oder aufReichertS-Baum zweiget/so brin-gen sie schön Gold-gelbes und Kesten-braunes Obst /und Früchte. 1

60. Daß die Aepffel nicht verfaulen. Willt du?lepffel haben/ die nicht faulen sotten/ so beschmiere denStamm mit der Galle von grönen Eydexen/diß sollauch ein stattliches Mittel seyn wider die Ameisen.

81. Frücbte ohne Blühe zu zeugen. Ein Pflau-men- Baum-Zweiglein/oder sonst andrrer Frucht-Baume Pfropss-Reifleinaufeinen Feigen-Baum ge-beltzet/ selbige blühen nicht/tragen aber gleichwol ihre

Frucht.

62. Kirschen oder anderes Stein-Obst/ ohne Kernund Stein zu zeugen. So man einem jungen Kirsch-Baum das Marck aus dem Stamm nimmt/ hernachfein dichte wieder zubindet/so soll erKirschen ohneSteintragen.

Oder welches noch besser / schneidet ein Zweigleinwahren. WomansichvordemRciffbeförchtei/ ehe ? ab von einemStem-tragenden Bäum/das sich biegender Mandel-Baum blühet/so entblöße man die Wur-' lasset/ spitzet es an beyden Enden/ und zweiget odertzel / und schütt? gar kleine weisse k?teinlein mit dem pfropsset es an beeden Seiten am Beltz-Stock / ver-Sand untermischet/ darauf. Wann nun die Zeit ver- 5 wahret hernach beede gezweigte Oerter woi/verschmie-handen/ daß der Baum ausschlagen solle/ so mußman ret es mit Beltz-Wax oder Mooß/und fettem Grund/solche Sreinlein hinweg räumen. - und bindet sie fest wieder zusammen/ darnach über ein

Uhr / und solle der Zweig gebrochen werden in demMonat/ darein die Faßnacht fällt/ auch im Zunehmendes Monds/wann er 8-Tageaic ist/und solle in denKerngepfropsset/ und mit Missen Letten oderKöh-Koth / daß eines so viel als das andere seye / unterein-ander gemenget/verstrichen / und mit Hanff oderFlachs umwunden werden.

50. Hönig-süsse Mespeln ohne Steine ;u zeugen.Wollt ihr Honig-süsse Mespeln/ ohne Stein/haben/so sollet ihr sie auf einer Muscat - Rosen-Staude zwei-gen/zuvor aber die Peltz-Zweige wohl in Honig ein,netzen.

51. Wie zu verschaffen/ daß ein Mandel-Baum/der von Natur bittere Frucht traget / süsse Mandelnbervor bringe. , und ?iimus, melden / mau könne einen Mandel-Baum/der bittereFrüchte tragt/also zu richten / daß er süsse Früchte tra-ge/wann man nemlich den Stamm untergrabe / undamuntersten Theil durchlöchere/und das allenrhalb nherab fliessende schleimmigte Wesen abtrockne.

Dieser Meynung hat auch unter andern ^tricsnu, beygepflichtet/wann er in seinen e -o^ici?ciz also schreibet: Bittere Mandeln kan man süß ma-chen/wann man den Stamm umgrübet / und vierFinger von der Wurtzel ein Grüblein machet/woreindie Feuchtigkeit abfliesse / biß daß die Frucht süßwird.

52. Bitter - und hartsteinigte Mandeln suß undweich- steinicht zumachen. Man gräbt denStammauf/entblöset ihn bißaufdie oberste Wurtzeln/ undbegiesset ihn öffters/mit lauwarmen Wasser etlicheTage- lang/ ehe dann er anfangt zu blühen.

53. Daß ein Mandel-Baum hauffiq Frucht tra-ge. Wann ein Mandel-Baum nur Blatter/ und kei-ne Füchte bringet/ so bohrein einen Theil des Stammes bey der Erden/oder vil mehr dieWurtzel/ un schlag«inen Zweck von fetten Kühn in das Loch / gieß Men-schen-Harn daran/und wirffalsdann Erden wiederdarauf. Andere schlagen nahe an den Baum eineneisenm Pfahl / und stecken in das gemachte Loch eineneisenen Pflock.

54. Wie die Mandel-Baume vor dem Reiffzu be-

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