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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
354
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^) Adelichen Land-undFe!d-Leben6

I hr/ wann minder Zp>?ig .-r Beitz-Reiß Ballenrragt und außsch'ägt/ d.... zu ziemliche Krafft undSrärck vomPftopjf'Sl. me empfangen hat/so schnei-det das doppelt- gepftopjsteZweigieiu mitten ent-zwey / benehmet ihm die grosse Sprossen/und lassetdie andern wachsen/so bringen sie Fl ücbre ohn<Stein.

6?. Unfruchtbare/ ungeschlachte Baume geschlachtund fruchtbar ju machen. Denen unfruchtbar- undungeschlachten Bäumen solle man ein Sacklein mitRosen ^Saamcn und Senff-Körnerangefüllet/ samteinsmWiesel-Fuß zwischen dieAeste hangen.

64. Daß die B äume geschwind wachftn/ und die je-nigen / so unfruchtbar sind/noch fruchtbarer werden.

Wilt du/ daß die Bäume geschwind wachsen sollen,so grabe um diejenigen/ die du gepsiantzer hast/alleMo-nat / biß sie dreijährig werden.

Daß aber die fruchtbare Bäume noch fruchtbarerwerden/so mische man Oel-Drüssen und Wasser un-tereinander/ und umgiesse sie darmit.

6s.Daß einObst-Baum/Obst viere:leyG,eschmacksseines Geschlechts v age. Solchem thut man also :Nehmet vier junge Zweiglcinvon mancherley Art

66.EinenBaum zuweqen zu bringen,so theilsWau-men/ theils aber eine Cilrcnen-Arr trage. Wann diePflaumen nochgantz zart seyn/und nebenden Cmo-nen-Baumlein stehen / drähet man diese beyde seindichte zusammen/ / wie sonst eine Wieden/ und wo sieeinander berühren/ schelffet man die eussere Rindenhinweg/ damit sich das Lebendige an beyden Pflänh-loin desto eher vereinige/ hernach windet man Bast gargelind herum / daß sie nicht wiederum von einander ge-hen/ wo sie aber nicht dichte genug aneinander stehen /speilet man alle Löcher genau aus / doch so/ damit sienicht zerwundm werden; dann raumei man zu denWurtzeln / und leget etwas Thung herum/ bespritzetsie offr / damit sie desto eher und glücklicher wachsen.

Wan nun in etlichen Jahren gleichsam ein Baumworden / schneidet man an denen Orten/wo sie am be-sten zusamen gewachsen/die Gipfjel ab/ so schlagen all-dorten abermahlen etliche junge Sproßlein aus /darvon lassm wir die jenigen stehen/ die wir se-hen / daß sie aus dem Zusammen-Gewächse hervor ge-wachsen / die andern aber schneiden wir alle hinweg /

^ und auf diese Art bekommen wir obembeschriebenc

Bäumen/doch einerley Geschlechts : ^s zum ^renr- Fx^e/welche sehr schön und ansehnlich sind,pel / vonviererley Aepgel -oder Bnn-Baumen/^sios- "

set und bindet sie dermalen zusammen/ daß jedes Zwei-ges Rinde die andere berühre. Nehmet hernach Lai-men oder sonst settenGrund/ und füget sie solcher Ge-stalt zusammen / daß sie nur ein einiges Zweiglein zuseyn scheinen / legt sie dann in ein fett/ gut / wol getun-get und gemistet Erdreich / damit sie wachsenund wur-tzeln können.

Und eben diß kan man auch in irrdenen Scherbengar artig zuwegen bringen/ dann/ wann man dieKernen darein gestecket/kan man der Pfläntzlein durchstärig« Bemessung wol warten/und so dann dasübrige desto besser anbringen.