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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
351
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Dritten Theil

gew orffen wird / auch wenn man den Voden um denScamm ftin rein hält/ den Baum fleissig behauet/denGrund alle zwey Jahre im Anfang des Winters um-hacket/ so trägt er wolgeschmackte und langwierigeFrüchte.

> s. Wie dem Birn-Baum/ so steinigt Obst träget/zu helssen: Wann ein Birn-Baum steinigt Obst trä-get/ so soll man denselben ausdecken/und i s. Tagelang die Wurtzel mir alten Wemtrusen begiessen undbeschütten.

16. Die jungen Sprößlein / welche aus der Wur-tzel h.rfürstossen/ oder die Neben - Brüt/ muß manfleißig ausbauen / weitste dem Stam den Saffr neh-men / und ihn an seiner Fruchtbringung hindern.Sol-che junge Sprößlein/ welche aus der Wurtzel Herfürgeflossen/ oder von der Neben-Brut/die schönstenZweiglein /welche gerade und hübsche Würtzlem ha-ben/kan man versetzen/und zu fruchtbaren Bäumenpflantzen und impffen.

17 Daß die Acvssel süsse werden: So begiesse mandie Wurtzel mit Menschen - Urin / Wein - Hefen /und Ziegm-Miste vermenget.

18 > Will man/ daß die Baume wol blühen/ und dieBliche behalten / so muß man im December und Fe-bruario die Wurtzeln cntblössewund mitSchnee bede-cken / daß sie gefrieren; Im Lentzen aber muß mansie wieder treugö machen/ und mir gutem Miste bele-gen. j

19. Daß man rothe Aepffel bekome. Solasseman die Pftopff-Rciser im^ Hecht-Blut weichen/soträgt der Baum rothe Früchte. Oder begiesse dieAepffel-Baume mit Harn/so werden sie roch. ^

Item/wenn Birn^ReiseraufMaulbeer-Bäume ge-'beltzet werden/ so bringen sie röchlichte Früchte. Wte ^meldet.

20. Will man wol schmeckende Früchte haben; sokliebeman den Stamm/ nehme das Marck heraus/und fülle den ledigen Platz mit Aromarischen Dingen/binde denn das geklobene dicke wieder zu / und klebe esmir Pott>Erde; die Frucht wird alsdann wol-schme-ckend.

21. Will manwol-riechende Fruchte haben/so mußmanunrenin den ^tammein;och bohren/ ^ulcusoder Negelein-Oel/ auch andere wol-riechendeSachendarein thun / und denn das Loch mit einemHagedorn-Pfropffen/ dicht wieder zumachen.

22. Der Psiaum-Baum bekommt bißweilen eineKranckheit/ so muß man ihm seinen Gummi abneh-men/und die rauhe Rinde säubern/ die Wurtzeln aus-graben und bemisten / auch Urin/ Müder undWasserdurcheinander vermengen/und daraufgiessen/dadurchwird er erquicket.

i 2z. Willman / daß ein Baum niedrig von Ge-wächse bleibe/ so muß man Hollunder unter dieWur-tzeln legen; Die Zweige wachsen doch sehr auf/ obgleich der Baum niedrig bleibet.

' ' 24. Wieder Quitten-Baum müsse gepflantzet' werden: Wann man einen Quitten-Baum von derWurtzel-Sprossen pflantzet/ ist er so wachsend/ daß erauch im andern Jabr Früchte träget. Er will nichtgepfropffet seyn / sondern wächset alleine von seinen

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Sprossen. Im nassmS»mmer werden sie groß/ imtrocknen aber mager und klein. Die Früchte müssenim October im abnehmenden Monden / bey schönentrocknen Wetter gepflückt werden. Der Baum selb-sten soll gepflantzet seyn m? zunehmenden Monden imNovember oder Februario. Sie wachsen gerne andem Wasser.

25. EinemQuitten- Baum muß man im 4. odersten Jahr die Wurtzeln entblössen und säubern/auchmit guter Erde und Mist wieder bedecken / hierdurchbekommter seine Nahrung»

26. Wann ein Birn-Baum auf einen Maulbeer-Baum gepfropfter wird/ so traget er rothe Birn.

27.ZU welcher Zeit die Baume zu tüngen oder fort-zupflanzen seyn. Im Februario soll man die Bäumemit Schwein-Mist wol tüngen. Wann man-jungeBäume im Februario im letzten Viertel fortgesetzet/wo es anders'/ wegen Kalte und Schnee geschehen kön-nen/so sollen solche das beste und wahrhastteste Obstgeben/welches nicht leicht Wurmstichicht wird.

28. Wann die Baume zu dürre oder trocken ste-hen/ so muß man sie mit Mist oder guter Erden verse-hen/ oder man begrabet ein todtes Aeß bey derWur-tzel/ welches selbige sehr erquicket.

29. Ein aller Baum kanvermuert werden/wannman ihm die Wurtzeln enrblösset und Hagedorn-Wurtzeln darunter stecket / und Hernachmals mitSchwein-Mist und guter Erden wiederum bedecket.

zo. Die Bäume/ so kein Gedeyen haben/und nichtfort wollen/muß man im Herbste biß an die Wurtzelentbiöjsen und gute Erde oder Mist darauf legen/wel-ches dann durch den Regen den Baum wo- erquicket.Oder mit faulen Wasser/ aus Teichen oder Mist-Pfü-tzen begiessen. °zi. Wann ein Baum sein Obst abfallen last/undnicht behalten kan/biß esreiffwird/ so kliebe ihm dieWurtzeln auf/ und stecke m den Spalt einen Kiesel-Stein/ oder ein Holtz; Oder binde ein plattes Blechunten um dem Stamm.

?2. Wann ein Baum dünne von Stamme ist/ somuß man dem Stamme von oben biß unten nur derSpitze vomMesser 2 .oder z. Schnitte geben/so wachster alsdan m die Dicke.

zz. Ein heilsam i 'r-rservstiv, daß ein Baum nichtschadhafft werde. Man wird unschadhaffte/und vongemeinen Mangeln befreyte Buame haben/wan maneines jeden Wurtzeln mir Küh-oder Ochsen-Galle be-giesset/ oder mir Spreuern von Bohnen / oder andereHülsen-Früchte überschürtet. Oder auch mitKleyenvom Getrayde bestreuet / also gleichsam bekleidet/ undmit aufgeschütter Erde wieder verwahret.

?4> Wie zu machen / daß auf einem Birn-BaumTrauben wachsen.Wann einBirn-Baum im Wach-sen ist/ so kan neben demselben eine Wein-Reben ge-pflantzet oder gesetzet / der Birn - Baum bis auf dasMarck eröffnet / und die Spitze davon in das Loch/bis auf gedachtes Marck/gestecket/ hernach das Lochwol vermacht werden / so wachset die Wein-Rebendurch das Marck des Baums hinauf/und träget Dä-ne Trauben. .zs. Eineganh neue Art/ wie verschiedene Fruchte

zu