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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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347
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Dritten Theils Vierdtcs Buch.

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deklopffen; Dann so man die Rinde zu hart schlagt/oder zerknitschct/ so giebt er gantz und gar keinenSastt.Man schreibt aucb / daß das Holtz voin AegyptischenFeygen-Maulbeer-Baum ane besonder E'genschafftauch indcme an sich habe/daß es nemlich vonderFeuch-tigkeit leichter/da hergegen ein ander Holtz / in derNässe schwerer wird; Dann/so man es abhauet/undalsbald in einen See oder Wasser wirffr/ so fallt eszwar erstlich gleich zu Boden/wann es aber eine Weilim Wasser in der Feuchte und Nässe gelegenI / sowird es leichter und schwimmet wiederum über sichempor. Der Jurist Ui?ianu5 berichte!/ daß in gautzAegypten-Land hoch verboten gewesen/keinen solchenMaulbeer-Fcygen-Gaum umzuhauen / bey höchsterStraff. Und pflegte man dieselben / insonderheit aufdieThamme oder Hamme/ damit der gewaltige FkchNylus verdamnM und geleytet ward / zu pflantzen/weil sie mit ihren Wurtzeln das Erdreich und denGrund veste zusammen ziehen und anhalten. ^

z. Der Mandel-Baum/ wird von den Römernämvxcjalus, von den Griechen ^rnxscjaiy geheissen/dieweil er unter der grünen Schalen viel gekerssteRißlein bar/welcbe sie geheissen. Unter

allen kommt keiner an Stammen und Blu-tke/ ausserlichemÄnseben nach/dem Pfirsing-Baumnäher/als eben der Mandel-Baum/ ausser daß dieBlume etwas weisser / und die Blatter etwas einge-kerffter sind.

Weil dieser Baum / für andern/ ein warmes Landerfordert/als will er in unserm Francken-Land nichtwol fortkommen/noch Früchte bringen / es sey dann/daß man ihn in die Kübel und Geschirr versetze / unddem Winter über wol verwahre.

Es werden der Mandel-Bäume eigentlich zweyer- ^

lsy Geschlecht Mennel/nemlich bitter-und Mvwel-che zu einem ftarcken und ziemlich grossen Baum/ wosie die Wärme haben/ aufwachsen/ und ihre Kucht/somanMandel-Kern KM/formier wie ein langesHertz/in einer doppelten Schalen/davon die eine mün/dieandere braun ist/ mit einsr grossen Menge Dorrnerumgeben.

Dieses ist hiernach noch zu mercken: i) Der Man-del-Baum mag/ aufbemeldre Weife/ durch den Kerngezogen werden / wachst aber glücklicher durch dasPeltzen und Einäuqlung an sich selbsten.

Die Peltz-Reiser müssen von derMitten desBaums seyn . 2) Ehe man den Kern setzet/soll manihn zuvor in Mist / oder/nach anderer Meynung / inHonig Wasser einweichen. 5) Das Mandel-Baum-lein soll man mit Eisen oder Waffen nicht anrühren/ehe es in das Holtz schiessct/sondern nur mit den Fin-gern abzwicken/ dann sonst werden aus süssen/bittereMandeln/ so pr^rer worden. 4) Dieser Baumnimmt mitemem schlechten Boden vorlieb dann/woer überflüssige Feuchten hat / wird er unfruchtbar fürFrechheit, s) Weiln VieftrBaum gemeiniguch miteiner eintzigen Wurtzel eingewurtzelt/und deßwegenden Winden nicht widerstehen kan/mußerfleissig anBaum-Pfale angeheffret werden. 6) Herr O Uffen-bach/inseinem Krauter-Bucb p.8z. will/ daß dieserBaum nur soll im Herbst versetzet werden / dann erim Frühling schwerlich bekleibe ; Aber ich habe dasWiderspiel erfahren. 7) So der Mandel-Baumunfruchtbar wird/ mag man ihn durchbohren/einenStein darein stecken/ und die Rinden wie-der lassen darüber wach-sen.

XX Vf.

Vom Kastanien-- und Nuß--Baum /wie auch Hasel-

Nüssen.

I. kliancs- oder Kesten-Baum / soll bey dm La-^ steinern den Namen haben von der Stadtso in .xiacccjoni-gelegen/vonwel-cher die Kesten erst-ich sollen in andere Länder über-bracht worden seyn : Diese Baume sind unterschie-denes Geschlechts / wie so wol die alten als neuen Na-turkündiger beobachtet haben. Wir unsers Theils/theil .m sie in Welsche / die die Jtalianer zu uns brin-gen/ Ungarische/ die aus Ungarn kommen / und Jnn-ländische/ die in unseren Landen wachsen. Jene sindsehr groß/sasstig/suß und schön/ die Italiänische abersind etwas kleiner und trockner.

Dieser Baumist heunt zu Tag nicht unbekandt inunsern Teutschen Landen / und ist dem Nuß-Baume(dahero auch seine Früchte ttucc« Olian-!- genen-net werden/) nicht ungleich /wiewohlen er seiner Na-turnach/mehr unter das Eichen-Geschlecht zu zehlenist. Seine Frucht ist an dem Bäumen mit dreysa-cher-Decke bedecket. Erstlich/ mir einem bittern liecht-

iii.cbai.

braunen Häutleiu/ darnach mit zähen braunen Scha-len/und zu letzt mit einer stachlichten Haut / wie dieKnöpff an den Wunder-Bäumen. >5 eine Blatter/Blüthe und Saamen sind bekandt/ wie auch die Fol mder Früchte / weßwegen wir weitere Beschreibung un-terlassen.

Der Castanien-Baum ist deren Geschlechte/welchedick und groß wachsen; Wie dannLori.piuzöl-eccsel.iM s.Buch wclo.^c^lkicz p 489. schreibet/daß er selbsten nicht weit vom Closter SanclJü-sti (da Kayser Carl der v. des.Namens / soll gestor-ben seyn/) einen Stammen von einenKesten - Baumgesehen; Welcher/ehe dann er in Bretter zerschnit-ten worden/so dick gewesen/ daß ihn 6 odery.Per-sonen kaum umfangen mögen. Und wird dieser Baumnechst der Eichen/ für der köstlichsten Baume einen/geachtet/ beydes wegen des HoltzeS und Frucht. Jaer ist fast über die Eichen: Dann/wie dk Bücher vomFeld-Bau melden/sowachsen die Castanien-Bäu-

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