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me in einem Jahr viel höher/ als die Eichen in zweyenJahren; darnach soll das Kesten-Baum-Holtz sehrvortrefflich nutz zumBauen seyn/währhafftund starck/und solche Frucht/nemlich die Kesten/daraus man intheuren Zeiten / vor den Hunger / Brod machen kan/so ein wenig Gersien oder Haber darunter gemischetwird; Und ist viel bequemer darzr; / als die Eicheln:dann sie geben gute Nahrung; Daher schreibet man/daß in Avernien/Savoien/Perigueux und Limosin/das gemeine Land-Volck sehr von den Kosten ibreNahrung haben / die sie entweder gesotten odergebraten essen: Oder machen Brod daraus/kochendis Mehl in Milch ; Wissens sonst auch auf andereWeise zu zurichten.
2. Den Nuß-Baum heissen die Lateiner )uz!än.6em, die Griechen Karon ö-iliiilcvr,,welchen Namen/er bekommen/ dieweil er denen jenigen / so unter ihmschlaffen/Haupt-Flüsse verursacht/ um des starckenGeruchs Willen seiner Blätter.
Seine Frucht nennet man Nuß/und sind derselbenb-y uns dreyerley Geschlecht; Die eine sind die gros-sen Schas-Nüß (anderwärts werden sie ^uc-s Lqm-NT, Noß-Nüß/genennet / ^ciain I^onicerus p. 84.K2ukinu5i lil p .-44.4s) welche einer kleinen Faustgroß werden/aber gemeiniglich mehr in die Schalen^als in Kern wachsen/und sehr ungesund sind.
Die andern sind mittelmasiig/und werden ins ge-mein Welsche- Nuß genannt.
Die dritten und kleinesten/ werden Stein-Nuß ge-nennet/ weilen sie sehr hart sind/und der Kern mehren-theils muß heraus gegrübelt werden.
Der Baum wird sehr groß / mit vielen weit-aus-schweiffenden Wurtzeln/ so auch die Mauren durch-schlieffen; sein Stamm gehet mit vielen grossen unddicken Aesten in die Höhe ; Die Rmde-.st^-ilber-ber-farb/und reisset gern/die Blätter sind breit/meh-rentheils z.s.oder 7. an einem Stiel/riechen starck/und geben weiten ungesunden Schatten.Bey diesemist folgendes fleissig zu mercken:
1) Dieser Baum wachst allein von den jungenBrut-Schößlingen/ oder von seiner Frucht auf / dieman gleich nach dem Winter/ ( da man sie zuvor injungen Knaben- Harn einweichen soll, k^un.ä.i.) undnicht unter sich stecken muß.
2) Solcher Baum bekommt im Anfang des Früh?lings oder LeniM/lange zaßlichte Zapffen / welche/wann die Blätter herfur kriechen/ abfallen/ und komtalsdann eine grüne Blüthe/ wie ein Aeuglein Herfür/aus welcher die Nuß wächst / so mit unterschiedlichenDecken verwahrt ist. ^50 man nun besagte Aapffenoder Trauben abreistet / ehe sie von sich selber fallen/wird man weder Blüthe noch Frucht daransehen.
z) Dieser B?»um läst sich ungern versetzen/daheroman die Nüsse dahin legen soll / wo man ihn habenwill; So er aber je verpstantzet werden wolte/ mußsolches im Frühling geschehen/ da dann seine Früchtesich mercklich bessern undvergrössern.
4) Der Nuß-Baum wächst zwar in jedem Grund/allein trockne und bergichte Oerter sind ihm am gnge-
1 nehmsten.
5) Ob gleich dieser Baum ersrohren zuseynschei-
Feld -Lebenö
net/ soll man ihn nicht gleich abhauen/ dann selbigeroffr spath hinaus wieder treibet.
6) Wann dieser Baum kranck werden will / sollman zu der Wurtzel graben / sie etwas ausreisten undKühe>Mist in Wasser zerlassen / hmbey giessen/sowächst er wieder. Hmiens/ die Haupt-Stadt in?iccarciie,dem König in Franckreich zugehörig/wardS!n.is97. von den Spaniern / durch Mittel einesSacks voll Welsche-r-Nüsse / eingenommen / welchensie/ neben andern Sachen/auf einem Wagen geladen/rmd also angestellet harren / daß der Wagen in dieStadt gefahren / und unter die Pforten gekommen /der Sack aufgegangen / und die Nüsse Hauffenwcißherausgefallen. In dem nun die Soldaten unter derWacht zugelauffen/ und ow Nüsse aufgelesen / derBauer aber / sv den Wagen geführet / mir ihnen ge-zancket und gestritten / da überfällt sie plötzlich einstarcker Hinterhalt/schlagt die Wacht/ und dringetmit Gewalt in die Stadt ; welche sich dieses Unfallsim wenigstenversehen/und also von denSpaniern ein-geBckcn worden; Dis geschahe den y.Martij; Dar-auf der König in Franckreich mit grosser Macht dieStadt wiederuln belägerre/denen Spaniern die Nüs-se aufklspssete/ und Ämiens wiederum eroberte.
z. Die Hasel-Nüß-Stauden nennen die Lateinercoryium, in Umwechselung der Buchstabenrum, daher sie auch dasjenige/was von diesem Holtzgemachet wird / Lvlnrnum heissen. krutsx gvclluna ,wird der Hasel- Strauch genennet / weil desselbenFrüchte / nicht wie die Baum-Nüsse/abgeschlagen/sondern weil sie in ihrer Schalen vest stehen / abge-brochen oder abgerissen werden/welche in LateinischerSprach ^ veiisrc, zu Teutsch: Abreißen heist/wiewoleimms meldet/daß sie vor Zeiten Abella-
nifthe Nüsse/von der ^)tadr bLiiin» in (^mpama,genenner worden. ibcopKrailusheissetsieHeracleo-nische Nüsse/ dieweil sie von der Stadt Heraclea / amPontischen Meer/ in andere Oerter gebracht worden.Eben also ist es auch bewandt mit dein Namen/daßsie l'i-Tm:üimsche Nüsse geheißen / weil sie von derStadt Praneste/welche in der Romanischen Gegendliegt/ in andere Garten kommen. Gestallt noch heu-tiges Tages gefchicht / da ein Gärtner / ein fremdesGewächs/nach dem Ort/ von welchem erLsbekom-met/ zu benennen pfleget.
Gleichmässige Beschaffenheit hat es mit den guten/und langen Hasel-Nüssen/ welche man an Unterschied«lichen Orten darum Celler-Nüsse Heisset/ weil sie Haus- "fig um das Closter Celt/ bey Wurtzburg wachfen/undvon dannen Strauche und Früchte an andere Oertergebracht werden.
Die Hasel-Sraude gehört unter die Sträuche undniedrigen Gewächse/ welche schwancke Ruthen trei-bst/ an welchem rund-zugespitzte Blatter wachsen / soim Umkreiß zerkerfft sind. Die Blüthe ist Scharlach-färbig/ die Aapffen so auch daran wachsen/sind lang-licht und grün/ wann sie aber zeitigen / werden sie gelbund fallen ab. Die Früchte hangen Büschel-weißbeysammen/und stecket eine jede Nuß in einer rauhenund harten Sckelffen/welche sich biß auf die Helffteder Nüß erstrecket; In dieser Schelffen stecket yie
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