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Des Adelichen Land-uudKld-Lebens
rA.ch! schaffrValt/?^tragen, eben als w«nn f.- auffs neue gepfropffr wa- ^ verAre/
4. Im übrigen muß man insonderheit diejunqm brauch Ämgleichen kan man cmch ae-Außsch.eßlmge/ alsnelcheyochsehr sub:.lund?t /! ten/wT^^^ Stamm Ut-
sen vor rauhe undscharsseWinde/ besonders im Mar-rio/ doch aber nicht eigentlich vor die Kalte zu seyn schei-net /ja wie in allen Dingen man sich der Zeit undGe-legenheit bedienen muß / also ist auch dieses hiebev zubeobachten/denn wo nicht ein harter/sondern viel mehrein regenhasster und nasser Winter / ist gedachtesStroh mehr denen Stämmen schädlich/als dienlich;massen/wenn das Stroh anfanget samt der R ndennaß zuwerden/ pfleget darauseineFaulung der Wur-tzel zu entstehen / wird das Stroh auch zu früh abge-bunden / ist Gefahr/daß die unter dem Strob weich-und zart - gewordene Rinde gar leick)t der Brand/Verdorrung/ Krätze / oder andereKranckheiten an-nehme / wenn solche ansänget frey und bloß zu stehen/weßwegen sicherer und besser ,st/ daß man folgendeSalbe hierzu brauche. Man nehme ohngefehr zwey
vierdten Theil Honig/ wie auch Baum-oderLein-Oel/ein wenig gebrauchterAschen/ rühre selbiges wol durch-!einander/besalbe hiemit die Stämme/ und verbinde
irgends hiedurch die Wurtzel gedrucket / oder gar ver-stecket werde.
Und dieses ist alsokurtzlich/ wie man die Stämmevor Kälte/ und Brand bewahren soll; Wann aberdie Baume schon erfrohrenzu seyn scheinen/ kan mandieses folgender Gestalt also erkennen ; Daß mannem-licheinen der grössesten Äeste / welche gegen der Sen-nen Ausgang oder in der obersten Krone seyn/ von demStamme abhaue / selbigen in eine warmeStube neh-me/und drey Tage an einen warmen Ort lege / imvierdten aber beschneide man das Holtz an drey ödetvier Oerter biß auf den Kern: behalt es alsdann nichtsgrünes/und scheinet melmehr durchgehend? schwartz/»st es ein Zeichen / daß esgantzund gar erfrohren/ istderowegen nichts besser/ als daß man im Februario /ehe sich noch recht der Saffr aus der Wurtzel begibet /alle Aeste von dem Stamme abschneide oder haue:Wodurch dann nachgehends neue Aeste/ so viel alsnoch das übrige Leben au» der Wurtzel treiben kan /im Früh-Jahr hervor schlössen; Und geschiehet öffters/
em <moer/ veMve yienm vtc I^u .mnr/ U"U daß man im dritten Jahr mehr siehet / daß ein solcher
sie/ alsdann Stroh dgraus; Selbige Baum-Salbe ^ gantz mW gar beHauen gewchn- Wiedngenbewakrt die Bäume zum besten/ und schadet nlcvrs / Falk / wann ^ Abhaauung versäumet/ ge-
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die heran nahende grosse Hitze/wenn man gleich dasStroh ablöset/ dann dieBaum--Salbe/ welche fast an-geklebt/machet nicht allein/ daß der Saffr zum bestenin die Wurtzel trette/ sondern/ daß auch dieRindenge-sund / fest und grüne bleiben.
s. Zumerckenist beynebens/ daß die Wurtzel/wel-che im sandigen und leichten Grunde stehen/gar leichtvon dem zerfließenden Schnee-Wasser versehrr undverkalket werden /wodurch dann nachgehends derselbenBäume/ theils zu rosten/theils brandig zu werden /theils auch auszugehen pflegen. Diesem Unheil vor-zukommen/ pfleget man/wenn es grosse Bäume seyn/dieWurtzel zu umgraben/und zwischen denenselben gu-ten verfaulten Pferd-zu Birnen aber Schwein-Mistm legen / diesen mit guter Erden zu verscharren / undüber dem noch einmal aufs neue mit Pferd-Mist oderHeu/ von oben zu belegen.
Pferd - Mist ist insonderheit im kalten Lande/wo-ftlbst der Grund sauer und kalt ist/ zum besten: Er mußaber gegen den Frühling wieder abgenommen werden/denn «r befeuchtet und erfrischet mit seinem ge'indenund subtilen Safft die Wurtzeln am besten. Wo eshingegen gar zu naß/ insonderheit im Herbste ist / daßdie Wurtzeln mehr verfaulen als erfrieren/muß manein oder zwey Löchtttieffer / als die Wurtzel seyn/aus-
schiehr es/ oaß der noch in der Wurtzel überblieben« ge-ringe Sasst/ welcher sich hernach auch in die erftohrneAeste nicht vertheilen kan / gantz und gar im Sommervertrockne: Wo aber an dem zurProbe abgehauenenAste / nach gedachten dreyen Tagen/ inderBcschNei-dung/noch etwas grünes zu sehen/darffmandenStamm nicht gantzlich / sondern nur bloß/ wasCreutz-und unnütze Aeste seyn/schneiden/ und nachgehends mFrühling/ so bald man in dieErde kommen kan/ dieEr-de behacken vor dem Brand / wie an seinem Orth ge-dacht worden/ den Baum bewahren.
6. Sonst pflegen auch verständigt Männer beymir/ ( welches ich auch in Schweden gesehen habe /von vielen Liebhabern des Garten-Baucs im Früh-Jahr/so bald sie in die Erde kommen können/ dieBäu-me um und um zu graben/und die Wurtzel gantz bloßlassen stehen/ so lang/ biß die Bäume blühen; Darnachbewerffen sie die Wuryel wieder mit guter frischer Er-de/ de>! Nutzen davonzu habenist dieser/ daß dieB'ühenicht so bald ausblühet/sondern etrvaß zurück bleibst/und ist keine Gefahr / daß die Blühe von denen nach-kommenden Nacht, Frösten beschädiget werde/auchnicht abfalle von den Bäumen / wie es gemeiniglich zugeschehen pfleget.