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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
342
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Z42

Deö AdelichttiLand-undFeld-Lebcns.

überflüssige Safft begunts heraus zu lauffen/nahmenwir den dritten Tag hierauf einen eisernen Brach/ be-wickelten ihn mitHanff/welcher mit Lein- Oel bestri-chen war/ und reinigten ihn gantziich biß oben; Fol- ^gends haben wir uns bemühet durch etwas Baum-Salbe/ welche im i z.Capitel beschrieben wird/ für denKrebs hinein zu bringen/auch ein wenigBaum-Wax/sovielalswirkonten/uud nachgehends das Loch mitBaum-Wax verklebet/und die schwartzeRinde/(wel-

che wir billich hatten beHauen und wegschaffen sollen/biß in das Leben/ haben aber damals nicht soviel ver-standen ) gantz und gar/ auch über dem Baum Waxverklebet / und mit Baum-Salbe verschmieret; Wo-durch dann endlich auch die Wunde gantz verwach-sen/und der Baum zu recht gebracht worden ist:auch schöne Früchte getragenhat.

xx.

Voin Brand/Geschwulst/ imd Gelbsucht der Bäume/und wie

ihnen zu helffen.

theils aus innerlichen Zufallen; Aeusserliche/sind ent-weder Mangel des Regens/oder Befallung des schäd-lichen Meelthaues ; Die innerliche sind gemeiniglichbey der Wurtzel zu suchen/ indem selbige entweder vonMaulwürffen oder Mäusen/oder von vielem gesamm-leten Wasser / oder auch / welches offt zu geschehenpfleget/ durch einen unvorsichtigen Stich / der mitdem Grab-Scheid oder Harke verletzet wird. Wennman dieses also befindet/ pfleget man die Erde um dieWurtzel aufzunehmen / und die Wunde zu beschnei-den/alsdann verbinde selbige nachgehends mit derBaum-Salbe vor dem Brand/ oder mit Schaa^-Mist/ wenn es Aepffe mit Schwein-Mist / aber wenes Birn-Baume smd.

Sonst kan man auch mit folgender Salbe die be-schädigte oder gestossne Aeste zu bestreichen. Man nimtetwas Wax/ Hartz/ Terpentin/ Mastix/Baum Oel/und ein klein wenig Schweftl/(damir es die Bienennicht wegtragen / oder ein ander Ungezieffer sich dar-auf setze/ und den besten Safft aussauc-e) lallet sol-ches allmahlig über einem Kohl-Feuer siiessen/ ruhretsuntereinander / und verwahrets zum künfftigen Ge-brauch ; Dieses lasset sich auch wohl zur Psropff-Salbeappiiciren. ,

Wann aber die Kranckheitvon denMaulwurffenherrühren sollte/ so verstopfst man derselbigen Gan-ge / entweder mit Gassen-Mist/ oder mit harten san-digen / oder Kalck-vermischem Erdreich/Hammer-schlag/oder frischenHanff-Stengcln/der ihnen scharffist / so kommen sie nicht wieder an den Ort/man ver-bindet die Baum darnach / wie gesagt ist. Wenn a-ber solche Kranckheit vom überflüssigen Wasser kom- ^met / muß man selbiges abstechen/ oder durch einGrüb-!lein abgraben / daß es hinweg geleitet werde/und dem-nach die Wurtzel mit frischer Erden bedecken und be,schürten.

Er Brand( fahret obig- gemeldter Holyk p.?6.zu äiscuriren fort/) wird insgemein ver-ursachet durchs Versetzen/ auch kommt ervon dem»Krebs; dann wo der Krebs ist / und wirdnicht geheilet/so vermehret er sich/ und die Wundewird grösser/ so kommet der Brand darzu ; Die Ur-sach ist/ wann der Baum in widrigen Zeichen / alsKrebs/ Scorpion/ oder Jungfrau versetzet oder ge-pfropffet und beschnitten wird. Hierzu dienet erst-lich das Schröpffm ( worvon allbereis gehandeltworden.) Zum andern nimmt man Rinder-Mist /vermenget solchen mit Leim / oder nimmt gar Baum-Salbe / beschmieret und bestreichet den schadhaftenOrt allenthalben / und umwickelts mit einem altenHadern.

Ast der Brand aber am Baum etwas grösser/ somuß man ihn saubern mit Ausschneidung oder Aus-hauung des schwartzen oder braunen Ortes/biß an dasLeben/daß gar nichts davon übrig bleibet / sonst frif-stz es immer weiter; Wenn alles ausgehauen und ge«reiniget ist/ beschmiere den Orth mit Baum - Salbe /so wird dem Äaum geholffen seyn. Wenn aber derBrandt von dörrer Erde herkommet/so muß man demStamm zur Wurtzel räumen/ die trockne und dörreErde hinweg thun/hingegen aber gute fruchtbare Er-de darzu thun / damit der Regen durchdringen / dieWurtzeln befeuchten / und also der Baum seine völligeNahrung wieder bekommen möge. Solisten kan manauch den Brand / dervon grosser Hitze herrühret/ab-wenden / wann man den Stamm mir warmen oderheissen Kühe-Mist bewirsst (wo man ihn haben kan)derselbe kühlet / und machet demBaum glatte Schaf-fen/ solches thut auch die Baum-Salbe.

2. Die so genannte Gelb- Sucht der Baume ist zumercken: Wann die Blätter anfangen allzu frühzeitiggelb zu werden / da doch dem Baum zuvor nichts ge-mangelt/ so entstehet solches theils aus äußerlichen /

XXI.

Von der Wassersucht der Baume.

Je Massersucht an den Bäumen ist solcher tzeln biß hoch oben an die Aeste / so brechen etlichenBestalt zu erkennen: Wann die Bäume pfle-! Bäumen die Mlden von sich selbst/ und läufst vielgantz naß zu sey n/von unten an demWur- Wasser daraus; An einigen Bäumen sey!- nur die

Rinden