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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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341
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Dritten Theils Vicrdteö Buch.

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und blühen; eines hat weisse/liebliche /wohlriechendeBlumen/ ein anders gelbe/ das dritte rothe/das vierd-te Purpur-Farben/und dergleichen; das eine hat zei-tige/ das andere unzeirige Früchte/ alles mit dem aller-schönsten durchdringendem Gerüche / und muß ja ei-nem Menschen / als in einem steten Frühling / eineneue Erquickung geben.

' Dieses Haus nun/muß um Michaelis unfehlbar zu-gedecket/gebauet/ mit langen Pferde-VW wohlbe-! stopffet/und auf dem Boden dicke mit Stroh oderHeu bedecket werden/damit im Winter keine Kältedarein kommen kan.

z. Im Frühlmg darff es nicht eher als im halbenApril/ etwa um c!r-^c>s>, abgenommn werden / undmüssen gegen dem Frühling/wann gelinde Wetter ist/die Fenster gegen Mittag/den Tag über/geöffnet/unddieNacht wieder zugethan werden/so lang/ b>ß es gantz

abgenommen wird. Man kans 'auf z.Altcn bauen/nur Rollen/ daß man es in zwey Theil voneinanderschieben/gehöret aber ein langer Platz darzu ; wie vordiesen eines zu Sachsen-Lauenburg an der Elbe/ inNieder-Sachsen war. Die zweyte Art kan gebauerwerden/daß das Dach und die'Mittag-Seiren gai^tzweggenoiumen wird / die Nord>Mauer nur stehenbleibet. Die dritte Art aber wird also gebauet / daßsie kan gantz ab- und weggenommen werden / und ist! dann in allem/ eher einem Garten/ als einem Hauseähnlich.

Dieses wäre nun die gar kurtze Anzeigung/ wie einPomerantzen - H^.ue am füglichsten könre angerichtetwerden/und was vor Lust und Nutzen ein Herr da-von kan haben / wofern er einen tüchtigen Gärtnerdarbey hat.

XVIII,

Wie man insgemein die Zehler und Mangel an den Baninen

erkennnen und ihnen heiffen könne.)

Je Mangel und Schwachheiten so sich insge-mein bey denselben finden/ mercker man/wannoie äussersten Spitzen vertrocknen / welchesdann Zeichen emes bösen Bodens ist/ daß «rein-lich sie Baume auf einem morastigen / schleunigen/>aueen/kalten/sandigen oder harten Grunde stehen/bey solchem allen/well die Wurtzetn nicht weiter tom-nen können/ wegen Ermangelung des guten lsassts/oder Erdreichs / fangen sie an zu faulen undzuver»Serben.

Selbigen nun zu helffen / muß man einen Graben/ohngefehr eines Schuhes liess/biß noch eines Fingerslang auf die Wurtzeln machen/ selbigen Graben mir

kurtzen verfaulten Mist ausfüllen / nachgebends überden Mist ein quer Hand hoch gute Erde schütten.Die-ses muß auch insonderheit im Ocrober oder Novem-ber/ bald nach dem vollen Mond geschehen/ weilen oh-ne da? gegen dem Winter das Fette von dem Mist zuder Wurtzel / welche hiedurch erquicker wird / kom-met. ^)o!le aber irgmds der Boden oder Mundgar zu iehr feuchte seyn / muß man selbigen mit Pfer-de-Mist bester Massen düngen /weil selbiger durch sei-ne Hitze/ die gar zu sehr um dieWurtzel- dringendeFeuchtigkeit verzehret / und auf solche Weise ullge-mähilch abziehet und abtreibet.

XIX.

Woher den Bäumen der Krebs komme / nnd wie selbiger ihnen

köm'< füglich vertrieben werven.

Er Krebs ist eineKranckheit der Baume/schrei-bet Holyk/ in seinem vermehrten dreyfachen'Garten-Büchlem/davon hie Rinde an etlichenOrten aufläufst / und als eingekerbet zu seyn scheinet/alsdann fanget ein Ast nach dem andern an abzuster-ben/und abzudrucken. Die Ursachen dieses / werdenvon vielen mancherley ausgezeichnet; Als/daß solchesgeschehe/wann die Bäume im Scorpion oder Krebsversetzet oder gepfropffer werden : Wordurch dannalsobäld die Kranckkeit sich in die Rinden setzet / undgemahlich denen Bäumen die Krasst benimmt/so/daßer endlich sterben Muß. Ist derohalben im Psropffenals auch im A usgraben/Emsetzen/ Beschneiden / ia al-lerdings beym Obst-brechen mit grossem Fleiß dar-aufzusehen/ daß Man solche Zeit und Zeichen vermei-de. Wir haben es selbsten/ vorsetzllcher Weise/ ver-suchet/ und im Zeichen des Krebses einen Aepffel-

Baum gepfropffet / der zwar das erste / ja auch dasandere Jahr wacker gewachsen und getrieben / aberim dritren Jahr / ehe derselbe noch ist versetzetworden / hatte er schon hin- und wieder schwartze Fle-cken bekommen / und unten in dem Psropff / ob gleichselbiger schon recht verwachsen gewesen / sich eineWunde eröffnet/ au< welcher eine böse und wie grüneFeuchtigkeit heraus gelausten/wodurch wir dann garleicht gemercket/ was und woher selbiges komme / unddaher» nachgesonnen / wie ihnen zu helffen sey ? Ei-nem grössern Baum/welcher schon viel Jahr Früch-te getragen/ und nachgehende in dem Pfropff emenSchwulst bekommen / biß m die Spitze oder obersteKrone / woselbst sich der Krebs schon durch das Hertzeingefressen hatte/ haben wir folgender Gestalt zurecht gebracht : Wir machten/ durch Abthuung desGeschwulstes/ ein Loch in den Sramm / und wie der

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