Dritte» Theils Vterdtev Buch.
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FW^Ann ein Baum-Garten soweit zum Standgebracht worden/ daß er mit fruchrbahrenZAHK Bäumen soll besetzt werden / so wird nichtundieniich seyn / ob schon gleich des Grunds insgemein^ gedacht werden / noch zu berichten / wie meistenteilsi die Erde absonderlich beschaffen seyn solle/ dann/wie-! wo! das schwache Erdreich das beste unter allen ist/ sodienet es dannoch unterschiedlichen Bäumen und! Früchten nicht / weil dieselbe nicht einerley Grundund Erde verlangen / derowegen soll kürtzüch ange-wiesen werden/ was ein jeder Baum für Grund undi Erde erfordere.
Jeder Apffel-Baum will einen feisten/frölichen /und schwarhen Grund/ welcher von sich selbsten m>tFeuchtigkeit vermenget ist/( dannoch also / daß derÜberfluß des Wassers die Wurtzel nicht überschwem-met) ein Sand-undLeimigter Grund aber / viel Be-giessens haben; Stehet er im magern und dörrenErd-reich/ wird er wurmstichige Fruchte bringen/und diebald abfallen; Vor allen will er einen reinen Grundhaben/welcher von (sand-Steinen gesäubert ist/dennim brenenden und steinigten Sand wird er auch bran-dig/und trägt kleine unnütze Früchte.Diesem kan manleichtlich zu Hülffe kommen/ wann man im Herbst umden Stamm herum die Erde aufhauet/ und altenMist herumschüttet/welches mansolang commurrenkan/ biß manBesscrug siehet; Von deren unterschied-lichen ?lrten/Pftopffen und Auferziehen / wie auchvon allen übrigen Obstwerck / soll anperstwo genug-sammer Unterricht geschehen.
2. Der Birn- Baum begehret einen frölichen / fei-sten und wol-getüngten Grund/und trägt selbiger anallen Orten / allwo der Birn - Baum Lust zu wachsenhat/gute und wol-geschmacke Früchte/ lieber dan-noch den trocknen Grund mehr / dann der Apssel-Baum/muß aber von allem Graß-Wachs jährlich imHerbst wolgereiniget/ und an seinen Aesten wol gesäu-bert werden.
z. Der Maulbeer-Baum erfordert ebenmässig ei-nen feisten auch wol getüngten/ auch liebet er einenkalckiqren Grund / darum er in den Städten zwischenden Häusern gar wol wächst/ wenn er dann also andem Häuft oder Mauren stehet/und dißsalls vor derKälre befreyet ist / kommt er zu einem hohen Alter /doch muß er allemahl vom Rauch und Waasen be-freyet seyn; Er stehet auch dieser Ursachen an denHäusern sehr bequem / weilen die Wurtzeln nicht tieffin der Erden seyn wollen/ so pflegen die Aeste denStamm zu Überwegen/und dahero in freyen Gärtenstehend/ offte vom Sturmwind niedergeworffen/ woer nicht wol unterstützet wird.
4. Der Pfirsing-Baum nimmt zwar mit einemjeden Grund daselbst verlieb/ allwo er aus dem Kernaufgewachsen / last sich aber nicht anders umsetzen /alsin einen wol-getüngten Grund/ im Waasen will
III. Theil.
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er nicht gut thun / sondern wässerige und ungeschmackeFrüchte bringen / dabeneben lieben sie auch sandigen/dorren und sonnichten Boden/ welcher doch zuweilenmit «Schwein-Mist gelanget werden muß.
s. Der-üpricosen - Baum will ein gut wohlge-bautes Land haben/welches fleissig gehacket und vomGraß-Wachs befreyet ist; schwerer leimichter Bodendienet ihm nicht; Sandichtcr-Grund ist ihm zwar imWinter nicht zuwider/ aber im Sommer taugt ernicht zu der Früchte Wachsthum / dann die Früchtevon solchen; Grund gar klein werden ; darum mußman noch für Winters solchen mit guter Erde undwohl-verfaulrem Rind-Mist rüngen/ so bringt er her-nach schöne grosse Früchte.
6. Der Mandel-Baum wachset auffs liebste inwarmen Ländern / nimim m r einem frischen Sand-Boden verlieb / dann H dessen Grund überaus köst-lich/giebt er denselben WrigeFeuchtigkeit/so die Früch-te hindert.
Auch ist hierzu mercken von den bittern Mandeln/welche/ wann man sie süß haben will / muß man jahr-lich ihnen die Erde um die Wurtzeln aufgraben/undSchwein-Mist/ mit ihrer Bruntz s. v darauf schütten/ ^und die Erde dann wieder darüber thun.
7. Der Pflaumen-Baum begehret eben keinensonderlichen Grund/ er sey steinicht / sandicht / oder-merglichc/so wachster dochdarinn/ohne sonderbare,Wartung / fort ; jedoch verachtet er einen feuchtenund fetten Boden nicht / das mittelmassige Erdreichaber ist ihm am zuträglichsten ; Wann diese Bäumeaber gar zu kalt oder zu dicke stehen/ss wird ihreFruchtnicht süß/ sondern säuerlich.
8. Die Kirsch-Baume erfordern eben nicht den be-sten Grund/sondern sind mit geringen und gemeinenzu frieden/ wann nur derselbe feucht; der Mist istchnendurchaus zu wider / dennoch schadet der alte wol-ver-faulte Rmder-und Schweine-Mist Nicht / wann ernur die blosse Wurtzeln nicht berührer / die Ncben-Brut an der Wurtzeln muß ihnen fleissig benommenwerden/ auch wollen sie um den Stammen gern aufge-hacket werden.
9. Der Nuß-Baum verschmähet kein Erdreich/sondern kommt in einem jeden Grund wohl fort/ «klei-ne trockne und erhabene Oerter sind ihn am ange-nehmsten/muß aber/weil er noch jung ist/ mit Kühe- >Lachen/ und sonsten/wohl begossen werden.
1 o.Der Quitten-Baum wächst gern im fettenErd-Boden/bey Teichen oder Wasser-Graben / auch in
Gründen und Thalern.
10. Der Mispel-Baum liebt allerhand Lufft undwächst in einem sandigen / steinicht und leimichtenGrund»
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UU2 Lsp .