Druckschrift 
3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
337
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Dritten Theils Vierdteö Buch.

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gesagt ist/ m schön er Holtz-Ausschüße/ als ein anderer/so älter ist/ welcher nichts anders als kleines und vielesHoltz trägt.

5. Die Gestalt der Bäume belangend /so hüte mansich vor Masich? und Abgefchrobte / nehme aberschön Aufgeschossene / dick von Holtz und schön vonKlarheit/da das Aug oder die Spalte ihren Mildlingwol bezeiget. Solcher soll auch unten herum wol be-wahret seyn/damit er im Spalier-Gang desto schönerstehen mgge. Man lasse sie in seiner Gegenwart aus-heben/damit sie an ihrem Faß-oderZäserlein / auch anihren Wurtzeln desto weniger beschädiget werden.Man erwähle sich darzu einen schönen Tag/ ohnge-fthrauf St. Marrmi/ dann von der Zeit an/da dieBlätter abzufallen beginnen/ist keine ErfahrdieBau-me auszuheben

Man solle sie fein sachte ausheben / auf Men-schen-Schultern tragen/ auch aufdas ehisie wieder ver-pflantzen lassen / weil sie sonst leichtlich verwelcken odermatt werden/ auch die klemenFäserlein bald vertrock-nen. Im verpflantzen werden die kleinen Ende derWurtzeln beschnitten/um allein das jenige / so etwanndaran verwelcket ist / wegzunehmen. Man lasse siezu keiner andern/als zu ihrer rechten Zeit beschneiden;An den Birn-Bäumen/so auf ihres gleichen einen ge-pfropffet sind / wird die Grund-Pfahl-oderHaupt-Wurtzel beschnitten / wordurch die andern Wurtzelndesto stärcker werden / und sich rund herum ausbrei-ten / gute Erde zu suchen. Die andern Baume vonallerhand Arten werden ausgehdben / verpfiantzet und jgsregieret auf eben solcheWeise/als dieBirn - Baume/und ist hierinn kein Unterscheid zu machen.

7. Die Beschneidung der Bäume betreffend/ sö ge-schicht solche an den alten Verpflantzren gantz füglich!im abnehmenden Mond/ des Hocnungs/ welches auchdierechteZeit ist/ um diePfropff-eisser/so in derSpal-ten sollen gepfropsset werden / zu brechen. Die jenigeaber/so jüngst sind verpfiantzet worden / müssen in sol-cher Zeit beschnitten werden/ ehe der Sasst beginnt zusteigen / damit sich der Mund desto eher wieder zu-schliesse; Dann wann man sie im Wmter beschneidet/so vertreugt das Holtz / wo der Schnitt ist/ durch dieKälte/ und bringet einen Knorren todesHsltzes/biß

an das Aus / welcher auch gar an den Schnitt kom-men solle. Die Bäume zu binden/ und wolzu leiten /so ist hierzu der Hornung die dequemste Zeit/weil als-dann die grösten Fröste vorbey/und die Uberjchüßlin-ge oder Wasser-Reiser beschnitten werden / auch der

äfft noch Nicht aufgestiegen ist. Und ist man aisoohne Gefahr die Augen / die zur Frucht gepfropsset/und alsdann noch klein sind / auszutilgen.

8. DasVornehmsie/ fo maninLeirung und Auf-richtung der Bäume zu beobachten hat/ ist/ daß manselbige ausbreite in Form eines durchsichtigen Wind-Wahers/dasist so viel gesagt: Gleichwie die Stöck-lein an einem Waher sich nicht übereinander kreutzen/also sollen auch die Zweige der Baume nicht gekreutzetwerden. .

Ferner muß man das Jahr über vier Arbeiten beyden Bäumen thun/und unter denselben kan man kleineKräuter säen/als Lactu/ Pourpier / Körbel Cichori/auch wol jungen Kohl/ solchen wieder zu verpflantzen.Kürtzlich/was hoch ausschlösset/ und an einem Ort nichtlange dauret. Man kan auch den Lactuc wieder ver-pflantzen/um zu köpffen/von der Clchori/ um zu can-diren; Von dem Pourpier/um zu Avisen/und auchdenSaamen davon ;u haben. Dieses wird auch dop-pelt nutzen; Dann indem der Gärtner beschäfftigt ist/diese kleine Kräuter aufzubringen / so wird er auch zugleich die Bäume anfrischen. Man hüte sichi keineWurtzeln/ wie sie auch sind / den Bäumen nahe zu se-tzen/ der Ursachen/weil solche eine lange Zeit zu ihremWachsthum bedürffen/ und daher die Magerkeit ver-ursachen/ oder vielErde ausdörren; Kopsskohl/ anderergrosser Kohl/ und Distel-Früchte sind hier gleichsamverbannet. Es wird nöthig seyn / den alten gepflantz-ren Bäumen alle drey oder vier Jahre die alte Schuhauszuziehen / das ist/wolabzuschroben/und anderWurtze -Spitzen aus der Erden/ die in der Arbeit ist /einen Graben zu machen/ und guten Mist darein zuthun. Man lässet aber ein wenig Erden über denWurtzeln/ damit die Hitze selbige nicht verbrenne. Dierechte Zeit zu solcher Arbeit ist des Winters Ansang/weil der Mist von derHitz um solche Zeit wird halb ver-zehret sevn.

xx v.

Unfruchtbare Bäume fruchtbar zumachen / durch Aderlassen /

Fontanell-Setzm/ Schröpffen und Purgieren.

Jevon lässet ßch »oiyk in seinem vermehrtenGarten - Buchlein >. n > -. also vernehmen :Die erste Weift durchAderlassen geschiehet al-so : Dem unfruchtbarenBaum seine Wurtzel/ so weitsich die Aeste von oben ausbreiten/ wird umgegraben/und behend mit der Hand/oder subtilen Hacke/daßsie nicht beschädiget werden/ gereiniget: Hernach su-chet mcm die Mitter-Wurtzel aus/ als welche die vor-nehmste und dickeste ist (in den diekesten Stämmen fin-det man solcher zuweilen z. 4 auch 6.und io. ) diesel-be muß ein wenig aufgespalten / oder aufgeritzet wer-

!U Theil. ^ "

den. Mann dieses geschehen/ so treibet man einenKeul vom frischen Hagsdorn in selbige Spaltung/ undbeschmieret außerhalb so wol den Keul/ als auch dieWunde oder ÄZurtzel um und um/mit der gemeinenBaum-Salbe oder auch mit Schaas-M ist/wann esAepffe l oder andere Früchte seynd; sindesaberBir-nen/ so muß mit Schwein-Mist geschehen. Nachge-hend wird die Wurtzel wieder mit reiner und fetterErden beworffen/ und eingetretten/gleich als wäre derBaum erstlich von neuem gesetzt wvrden.

2. tt. Kl. l. Schwimmer in seinem?Ky6e.Lust-

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Gar-