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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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336
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ZZ6

Dco Adelichen Land- u»d Feld^cbenö

Früchte tragen muß. Alle Früchte zuvermehren/ver- denwird; Welches alles/will man änderst/in dieser

grössern und zu verbessern / und des Baums Lebendadurch langer zu machen ; Item aus dem Schnittvorher zu sehen / was folgendes Jahr daraus wer-

raren und schonen Wissenschafft rsulkren»wohl zu beobachtenO.

xiv.

Was beyden meisten Bäumen insonderheit in Acht zu nehmen/und

welche man aus denselben vor andern erwählen solle/ sonderlich zu

den Spalieren.

MMJr haben bißhero vonPfleg-und Wartung /- iHMK'wieauch Augchörüng der Zwerg-Baumcrm«^^unterschiedlichen Capiteln zur Genüge gehan-delt/wollen dannenhero anjetzo ferner vernehmen/irasbey den meisten andern Bäumen/ insonderheit in Achtzunehme/ und die man aus denselbe vor andern erwäh-len soll/davon führet derFrantzös. Baum-unSrauden-Gartner in seiner z.tenAbtheilung solgendeWorte:Esist nicht genug/daß ihr eure Erde wol zugericht habt/ihr müsser euch nun auch um gute und schöne Bäumebewerben/ selbige darein zu setzen; Solche sollt ihr aussolchen Baum - Schulen nehmen/ derer VerkaufferredlichsLeute sind/dann der meiste Theil solcher Ver-kauffer betrügen gemeiniglich ihre Abnehmer ;Ich ra-the euch derohalben/daß ihr solche nehmet/ die ihr be-reits befruchtet sehet/ und daß ihr die / so ihr behaltenwollet/mir kleinen Pergamem-Zettlein/ woraufeureM n'ck oder Pittschaffr gedruckt ist/ bezeichnet / um da-von versichert zuftyn. Bey ehrlichen Leuten «der »stsolche Vorsorge nicht nöthig. Geschieht es / so kan esdarzu dienen/s iß andere Kauffleute nach euch / darMsehen / daß solche schon ausgelesen und verkaufstseyen.

2. Wann ihr jegliche Art bemercken wollet/ konnerihr solches auf zweyerley Weise chun / erstlich : niitAnhangung kleiner ^ chiefer-Steinlein/ woraufdesBaums Namen geschrieben stehet. Zum andern ^mir Anbindung kleiner leinenen Lapplein von vielerlei)Farben/ davon ihr euch ein Memorial machen sollet.Dieses dienet auch darzu / daß ihr im Pfiantzen derBaume einen Unterscheid machen könnet / und also dieSommer-nicht unter die Winter-Fr üchte vermenget/eure 8pa!ier und Lontra dpillicr Gange und Heckenwerden also zierlich anzusehen/ und an den Orrhen/danichts anders als Sommer-Früchte/ stünden/nichtgantz undgar entblösset seyen.

Ihr sollet niemahls zween Baume einer Art zusam-men setzen. Die Früchte/ so ihr absonderlich erkiesensollet/und zwar an Birnen/ sind von breliicn, so woldie sommerliche/als winterliche; Die früh-zeitigeMuscat-Birn/ groß-und klein. Portail/dieSom-mer-und Winters-Pergamotten/ Samt. Lerzin/ A--modotte Bezi oder Hery/ ctubie?leur. grosse kousleIst cie^kcims, Kabine Buder-BirM/UNd

andere / die theuer zu verkauffen wisset. Von Aepf-feln/die l^cincilen/von allerley Art/Apis / groß undklein/Pigromet und andere.

z. Belangend die Pferstchen und Abricosen/ (Ms-

rellen ) selbige^ finden täglich ihre Abnehmer. Diesezwey Arten Früchte dienen aber nicht wol in die Spa-lier-Hänge/ der Ursach: Weil derer Zweige bald dorr/bald da aufgehen/ und sterben/welches dann sehr un-förmlich anzusehen ist. Die jenige/welche mannn ho-hen Werthe hat/sind die Trojanische Pferstchen/ dieklemen Psersichen/ älberZesgenannt/ t^csckcs Men-ses, Lkcurcuic, Violercs, cic LriZne»s,UNd an-dere. Von den Kuschen und Morellen will ich / weilsi» absonderliche Pfiantzen find / allhier nichts anderssagen/als/daß sie kurtze Stil abgeben/ und klem-stcinigten/ denen vom Monimorentzischen Thale nicht un-gleich/die allerbesten seyen. Da sind auch die früh-zeitigen / welche man recht an die Mittagssonnepsiantzet oder auch in Gevasse setzet/um den Winrerü-ber mit den Pomerantzen zu verwahren. Sie sind a-ber mehr zum Lust/ als zum Nutzen. Die Pflaumen/welche man um Pariß häuffigfindet/ sindicsOa^csvon allenArten und(^ou!«uren/les?eslIriZvns» Ics Im-perisi-8 und andere.

4. Lasset uns nun wiederum aufdieWahl von denenBäumen kommen / und vornehmlich aus die Biren-Banms/ welche Früchte eines Gartens schönste Zier/und bester Nutzen sind. Ein Birn-Baum auf emenQu rren-Baum gepfropffet/ gehet allen andern vor/weiler bald/ und auch schöne grosse Früchte traget /weiche von der Sonnen Seiten roth/ von der andernSeiten aber durch den Schatten gelbfärbicht seynd.Die auf ihrerArt einen/oder auf ihres gleichen gepropf-fer / derer Früchte halt man zwar besser vonGcschmack/sie werden aber auch nicht so groß/ noch so schön vonFarbe/als die j enige/ so auf einen Quitten-Baum sindgepfropsset worden.

5. Anlangend der Baume Alter/welches ihr wohlbeobachten sollet / so sind diese von ohngefehr 4. Jah-ren der schönsten und besten Grösse/ jüngere werden eu-re Spalier 5 Gange nicht befestigen/ältere aber habengrosse Wurtzeln/ welche man im Verpflantzen leicht-lich brechen und zerknicken kan/ zu des Baums grossenSchaden / und verlaussr alsdann lange Zeit/ehe diezugefügte Wunden wieder geheyler würden. Er mußauch/ ehe er was Gutes thut / zuvor wiederum in vieleFlachs wurtzeln/ das ist/ ni Zaßerlein schiessm.

Viele vermeynen/daß man nur grosse Bäume ver-pflantzen müsse/ weil ein Bauin lange Zeit bedarff/ auf-zukommen ; Ich halte es nicht mit ihnen/ sondern ach-te dafür / daß ein wol-gewahlter und von guter Artentsprossner Baum / wie auch von solchem Alter/ als

gesagt