Dullen Theils VierdleS Buch.
ZZ5
Jetzt angezogener Unterricht hat die Meynung garnicht / daß man keine grosse Bäume brauchen oderpfiantzen solle / vielmehr finden wir solches an entlege-nen Ort-m und Feldern nützlich und gut; Sondernwir reden hier von wol-gelegener Situation , welchenahe beym Hause/ und mit einer Mauer oderWandvonBrettern eingefasset ist/worinnen danndieZwerg-Baume/ ohne Schaden mögen gepflantzet werden.
Viel Diebts auch deren / welche einen Platz zuFrüch-ten erwählen/ setzen jedoch keine einigen grossenBaumhinein/ wie dann in Franckreich an den berühmtesten
den, Garten haben/ davon Früchte die Menge bekommm/ daß einer/so es niemalen gesehen/vorher nicht ge-glaubet harre.
Es kan ein solcher Baum / wann er wol gepflegetwird/ ein ziemlich Älter erreichen/ ob sie gleich nicht soall als die grosse Baume werden ; Jedennoch/ob zuWeilen gleich einer abstirbst/ und man einen frischenan dessen Stelle setzet / hat man doch Hoffnung / inwenig Jahren von diesem nm-gesetzren Baum Früch-te zu brechen/und also kanbey^.so.Jahren/ ja beyMenschen Gedencken ein solcher Garren erhalten/undauch niemal Mangel an Früchten gespühret werden.
Nun ist noch übrig zu erinnern / daß allezeit mehrWinter- als Sommer - Früchte gepflantzet werdenmüssen/ seynd auch reloiv>rt gewejen / ein Registervon den Namen allerley Früchten beyzusetzen; Wei-len aber allein unter den Birnen über 200, Gattun-gen sich befinden/ als haben wir/ Kürtze halben / nurzwölff Stück / jeder Art/ von den besten hieher fügenwollen.
Unter den Somer-Birnen sind jinIu-
lio/ Augusts/ biß in dem Monat Septemb.folgende:
I^eZros blan^uct,
I^epclit.Vlulcst.
Koulleller.l.z Koubins.l.'OranK»6' clie.
I/Hmiral.
Herbst'Birn vom September/ Octo-
ber bißinNovemb. seynd diese:
nlre roux.l.af«znclanle cje Lrsli.^olis
I.c Von Lkreticn 6' elle
jViusczue.t.'chzzrZnc.
I.eLeure zrise8:bian.cke.
Kergemottc 6'au-tommc»l.z Xiooille boucke.l.eö-66c >a IVIots.
!.'^nAlctcre.
I^e klulcat ilsur/.
K.oullcl!inc.I^aveitc-I-onZue.I.Z Narczuise.
i.z l.ou^le oder l-oijss
bonne.
I.e
Wtnter-Birn vom Novembcr/Decem^
der/Januar. Febr. bißindenMartium/ sindnachfolgende die besten:
l.e Kon Ckreticn ä' I.c pctit 0in.k^ver. IXZrslane.
VirZou.'eusc.ssint Lcrmzin.
I.z I^eleliallcrie.
1,'ämbrctte.
I.'^s^>ins cl'k^ver.
Unter den Aepffcin.
Martin 8ec.Lolmsr.öcrzemottever.l-e8^int-!.eein.
Reinette Zritc Lcbianckc.I.z Laville blancke
6c rouze.I^e tcnouillette.
l'ommeä' spie.I.e Tambour.
I.svant pccke.
tro^c.I.a ^isälaine.I/aämirsble,
t.s ^iuet.
l.e Louspcnäu.trancaru.
?omme violette.?omme6ez!ace.l^a pommc clctrsitlc»t.a pommc k^ole.l.z Lkat^iZnier.
Unter den Pfersigen.
I.S pccke ^>ouZt.I.e ^svis.I.c ^>riKMons.l.a Lbcuvrcuilc.
t>rcke cle?crl!<jUS.I^'^ubcuge.
unter den Pflaumen-
I.c pertcriAon.I^'impcriztrice.I.a ?rune <l'^s>ricot.I.s?runetje ^lonlicurI^ImpcrisI.Zl.dstkcrine.
I.e 8t./u!ien.
I-Ls Deines.
^Iir^bellc.
K»clic courbon.
!.ö^une kalivc.
^.ovale. !
Kirschen und ^pricot sind zwar,vielerley Arten/weilen abe^ von jeder Frucht ge^mger Unterscheid ist/haben wir solche hieher zusügen/ unnöthig erachtet.
Schliessen demnach / und erinnern nochmalen jedenLiebhaber derZwerg-Bäume / in welchen Kxcrcltiissich jonderlich mFranckreich viel und >0 ilcsbefinden/und gemeiniglich ihre !>erpctlt bey sich tra-gen/ auch derselbenk^non Princips! Wissensä)asstvon der Kunji hat/als mag solches wohl eine nc.tabicÄrben gcnenner werden: Wann man wisse alleloub zu geben / warum ein Baum geschnitten wird ;Item emenBaum vorder Pftantzung/sowohlandem Stamm als Wurtzeln/recht zu beschneiden/alleAest und Wurtzeln des Baums recht zu ei kennen, wel-che gut oder bös / einen jeden Ast Mit Namen zu nen-nen / und worzu ein jeglicher zu gebrauchen ; Wannman wisse die Gestalt eines Baums zu con66cr>ren/und aus selbiger r^ilonmren kan/wie man ihn schnei-den soll. Imgleichen von jedem Ast / den man schnei-det/kaitons zugeben / woher oder warum man ihnkurtz oder lang schneidet / oder warum bey einemund nicht bey einem andern Aug: Ferner einem jun-gen Baum Aeste zu machen/ so viel man deren ha-ben will/ und an demOrr/wo man solche nöthig hat.Einen Baum von Jugend an / biß in sein Alter rechtzu schneiden. Item / einen rumirten Baum durchdas Schneiden wieder zu recht zu bringen. Ei-nem Baum Safft zu geben und zunehmen / selbi,gen schwach und starck zumachen / und so er keineFrüchte bringen will/ solchen zu untersuchen / unddurch gezeigte Manier dahin zu bringen / daß er
^ Früch-