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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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335
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Dullen Theils VierdleS Buch.

ZZ5

Jetzt angezogener Unterricht hat die Meynung garnicht / daß man keine grosse Bäume brauchen oderpfiantzen solle / vielmehr finden wir solches an entlege-nen Ort-m und Feldern nützlich und gut; Sondernwir reden hier von wol-gelegener Situation , welchenahe beym Hause/ und mit einer Mauer oderWandvonBrettern eingefasset ist/worinnen danndieZwerg-Baume/ ohne Schaden mögen gepflantzet werden.

Viel Diebts auch deren / welche einen Platz zuFrüch-ten erwählen/ setzen jedoch keine einigen grossenBaumhinein/ wie dann in Franckreich an den berühmtesten

den, Garten haben/ davon Früchte die Menge bekommm/ daß einer/so es niemalen gesehen/vorher nicht ge-glaubet harre.

Es kan ein solcher Baum / wann er wol gepflegetwird/ ein ziemlich Älter erreichen/ ob sie gleich nicht soall als die grosse Baume werden ; Jedennoch/ob zuWeilen gleich einer abstirbst/ und man einen frischenan dessen Stelle setzet / hat man doch Hoffnung / inwenig Jahren von diesem nm-gesetzren Baum Früch-te zu brechen/und also kanbey^.so.Jahren/ ja beyMenschen Gedencken ein solcher Garren erhalten/undauch niemal Mangel an Früchten gespühret werden.

Nun ist noch übrig zu erinnern / daß allezeit mehrWinter- als Sommer - Früchte gepflantzet werdenmüssen/ seynd auch reloiv>rt gewejen / ein Registervon den Namen allerley Früchten beyzusetzen; Wei-len aber allein unter den Birnen über 200, Gattun-gen sich befinden/ als haben wir/ Kürtze halben / nurzwölff Stück / jeder Art/ von den besten hieher fügenwollen.

Unter den Somer-Birnen sind jinIu-

lio/ Augusts/ biß in dem Monat Septemb.folgende:

I^eZros blan^uct,

I^epclit.Vlulcst.

Koulleller.l.z Koubins.l.'OranK»6' clie.

I/Hmiral.

Herbst'Birn vom September/ Octo-

ber bißinNovemb. seynd diese:

nlre roux.l.af«znclanle cje Lrsli.^olis

I.c Von Lkreticn 6' elle

jViusczue.t.'chzzrZnc.

I.eLeure zrise8:bian.cke.

Kergemottc 6'au-tommc»l.z Xiooille boucke.l.eö-66c >a IVIots.

!.'^nAlctcre.

I^e klulcat ilsur/.

K.oullcl!inc.I^aveitc-I-onZue.I.Z Narczuise.

i.z l.ou^le oder l-oijss

bonne.

I.e

Wtnter-Birn vom Novembcr/Decem^

der/Januar. Febr. bißindenMartium/ sindnachfolgende die besten:

l.e Kon Ckreticn ä' I.c pctit 0in.k^ver. IXZrslane.

VirZou.'eusc.ssint Lcrmzin.

I.z I^eleliallcrie.

1,'ämbrctte.

I.'^s^>ins cl'k^ver.

Unter den Aepffcin.

Martin 8ec.Lolmsr.öcrzemottever.l-e8^int-!.eein.

Reinette Zritc Lcbianckc.I.z Laville blancke

6c rouze.I^e tcnouillette.

l'ommeä' spie.I.e Tambour.

I.svant pccke.

tro^c.I.a ^isälaine.I/aämirsble,

t.s ^iuet.

l.e Louspcnäu.trancaru.

?omme violette.?omme6ez!ace.l^a pommc clctrsitlc»t.a pommc k^ole.l.z Lkat^iZnier.

Unter den Pfersigen.

I.S pccke ^>ouZt.I.e ^svis.I.c ^>riKMons.l.a Lbcuvrcuilc.

t>rcke cle?crl!<jUS.I^'^ubcuge.

unter den Pflaumen-

I.c pertcriAon.I^'impcriztrice.I.a ?rune <l'^s>ricot.I.s?runetje ^lonlicurI^ImpcrisI.Zl.dstkcrine.

I.e 8t./u!ien.

I-Ls Deines.

^Iir^bellc.

K»clic courbon.

!.ö^une kalivc.

^.ovale. !

Kirschen und ^pricot sind zwar,vielerley Arten/weilen abe^ von jeder Frucht ge^mger Unterscheid ist/haben wir solche hieher zusügen/ unnöthig erachtet.

Schliessen demnach / und erinnern nochmalen jedenLiebhaber derZwerg-Bäume / in welchen Kxcrcltiissich jonderlich mFranckreich viel und >0 ilcsbefinden/und gemeiniglich ihre !>erpctlt bey sich tra-gen/ auch derselbenk^non Princips! Wissensä)asstvon der Kunji hat/als mag solches wohl eine nc.tabicÄrben gcnenner werden: Wann man wisse alleloub zu geben / warum ein Baum geschnitten wird ;Item emenBaum vorder Pftantzung/sowohlandem Stamm als Wurtzeln/recht zu beschneiden/alleAest und Wurtzeln des Baums recht zu ei kennen, wel-che gut oder bös / einen jeden Ast Mit Namen zu nen-nen / und worzu ein jeglicher zu gebrauchen ; Wannman wisse die Gestalt eines Baums zu con66cr>ren/und aus selbiger r^ilonmren kan/wie man ihn schnei-den soll. Imgleichen von jedem Ast / den man schnei-det/kaitons zugeben / woher oder warum man ihnkurtz oder lang schneidet / oder warum bey einemund nicht bey einem andern Aug: Ferner einem jun-gen Baum Aeste zu machen/ so viel man deren ha-ben will/ und an demOrr/wo man solche nöthig hat.Einen Baum von Jugend an / biß in sein Alter rechtzu schneiden. Item / einen rumirten Baum durchdas Schneiden wieder zu recht zu bringen. Ei-nem Baum Safft zu geben und zunehmen / selbi,gen schwach und starck zumachen / und so er keineFrüchte bringen will/ solchen zu untersuchen / unddurch gezeigte Manier dahin zu bringen / daß er

^ Früch-