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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Deö Adelichen Land und Feld-Lebens

Schnitt von dem Baum geschnitten/ und hingegendi e se/ welche dem Baum die rechte Gestatt geben / ste-hen gelassen. Im Fall aber keine bessere Aeste erfol-gen/ alsdann wird der Ast kurtz und schreg geschnit-ten//auch kein Aug oblerviret/aus Ursach/ dieweilender Schnitt im alten Holtz geschiehet: So <6 sich aberweiters begiebet/ daß ein falscher Ast an einem solchenBaumansschlagen wolte/dann muß selbiger ohneAeit-VerliehrUng heraus geschnitten werden/und dajaaus ^diesem Schnitt wiederumAeste treiben woltM/w erden ^solche gleich den folgenden May ebenfalls hmweg ge-schnitten.

. Weiters/wann zwey Holtz-Aeste nahebey einanderstehen/ können solche wol (verstehe an einem >ungmBaum/der wenige Aeste hat) stehen bleiben/ allem aneinem solchen- wovon wir anjetzo reden/ wird der be-^sie stehen gelassen. Ferner/ so cm einem Holtz-Ast das' obere Aug/so gleich neben dem neuen schnitt stehengeblieben/entweder weilen es aus Unvorsichtigkeit ab-gestossen/oder durch dieRaupen vermindert worden /' und es begiebet sich hernach/ daß ein ander Aug nebendiesem einen Ast hervor bringet/welcher aber innwertsdem Baum gewachsen/ sintemahlen es das rechte Augnicht ist / woraus solcher entsprossen / und dahero denrechten Ast nicht geben können; wann nun solches sichzutrüge / so wird folgendes Jahr der Ast kurtz/und bey' einem solchen Aug/das vor dem Baum Herauswerts! siehet/ geschnitten/damit durch solches Kurtzschneidenein jeder Ast aus dem Baum Herfür gebracht wird;Ssaber unterhalb diesem Ast/der in den Baum Hin-eingewachsen / ein anderer aus dem untern Aug des-jenigen Holtz - Astes getrieben/ solcher aber auowerrsstünde / dann wird der obere Ast/der nemlich hinein ^steykl / samt dem alten Holtz bey dem guten Ast/ so ^heraus stehet/ abgeschnitten/ aufdaß man allezeit dierechte Figur eines Baums behalte.

4. Wann es sich ferner begibt/ daß ein Baum seineHoltz-Aeste auf die eilen oder unter sich nach der Erden hangen hat/ gleich etlicherArt/als icöon ebreti-oll'cKe, ls K>imbour, OkztJiziicr, >3 ->ville, 8cc.Solchen wird geholffen/ daß man dieAugen aufwerrsgegen dem Baum hinein schneidet / biß solche den an-dern gleich stehen. Es kan wol geschehen/ daß einAst/Welcher das ersteJahr zu viel auswerts gewachst/das andere Jahr auch einwerts sich ziehen kan/ ^uch'welcher zu viel in den Baum hinein das andere Jahr( verstehe durch dasSchneiden) auswertö stehen kan/man muß aber kemekAst/fonderlich an einem ö-.uqucc,mit vielen Biegen beschwehren / oder mit Gewalt zuzwingen suchen. So ein Holtz-Ast an einem vollkom-menen Baum ( iZauquct) in derMitten heraus wach-set/muß solcher gleich hinweg geschnitten werden/Mas-sen solcher den Baum verstellen/und aus der rechtenOrdnung bringen würde; wann er aber hinein ge-wachsen/kan er auch (wann anders nicht viel Frucht-Aeste an dem Baum waren) wol stehen bleiben / sin-temal)! ein Baum innwendig nicht gar bloß/ oder ohneAesteseynsoll/wo aber Frucht>Aeste sind/ da ist derHoltz-Äst nichts nutz. Wankt ein Baum vizcmi-euxgleich das erste Jahr an seinen Aesten kurtz geschnit-ten worden/und durch den ersten Schnitt viel und

schöne Aeste gegeben hat/ die wolstchen/ und nun sol-cher zum zweytenmal soll geschnitten werden/ mußmans in Acht nehmen/daß man solchen biß in das drit-te und vierdte Aug schneide/ damit er vom starckenWachsen zurückgehalten / und etwas nachlasse/dochkanmanseilbigen im dritten Schnitt wiederum kmtzschneiden/so er aber daraufdannoch starck fortwach-sen wolte/ kan man ihn in dem vierdtenSchnitt wiedcrl lang lassen/nemlich einen Zwerch-Schuh/ oder auchetwas länger/ wordurch der Baum das starckeWachsen einstellen/ und der vieleSafft sich in die Acsteziehen wird/welche alsdann Früchte bringen; Wanndann solche? geschiehet/ last ein solcher Baum von sichselbsten/nachstarck zu wachsen/und kan hernach allezeitkurtz/und in seiner gehörigen Form unterhalten wer-den/ biß er wiederum starck zu treiben anfanget. EinBaum/ der starck wächset/ muß eben nicht allezeit kurtzgeschnitten werden/sondern einmal lang / das andereJahr kurtz seyn;zumErempel/es wäre ein solcherBaumin dem x.tenJahr kurtz geschnitten worden/ und hättedardurch wiederum starcke Aeste gegeben / so wird als-dann solcher m dem sechsten schnitt / um dem Baumden Safft zu benehmen/ lang gelassen / und wannber-nach dasKurtzschneiden darauf erfolget/ bringet solchesFrucht-Aeste/ auch an denen Orten/ wo noch keine ge-wesen/weiches dann bey einem solchen Baum v'^ou-rcux ciret/ und sonderlich mitVerstand geschnit-ten seyn will / anders solcher in vielen Jahren keineFrüchte geben kan Wann aber «in solcher Baum6.7.8. oder mehr Jahre alt würde/und es begebe sich/daß an einem Ast zwey oder drey Holtz-Aeste bey ein-ander gewachsen / so ist zu wissen/daß von solcbmAe-^ sten nur einer stehen gelassen wird/ dann wo cinBaum! genug Holtz-Aeste hat/ muß nmn deren keine mehr zumachen suchen/sintemabl die viel und übrige Holtz-Ae-ste einem Baum sehr schädlich; Wann ferner auch aneinem alten Baum viel solcher Aeste kommen/ Mich derBaum ohne dem schon etwas hoch gewachsen wäre /so müssen etliche deren neue Holtz-Aesie/samt dem al-tenHoltz von demBaum heraus/ und hinweg geschnit-ten werden/welches von denen Frantzosen k-v^icrge-nennet wird/ und kan durch solchAbwerffen ein Baum/wannerschon in seiner Jugends.6.biß?.Jahre et-was hoch gelassen / wieder erneuret werden / wovonweirers in denen Nchsolgenden gemeldet / und in ei-nen: Kupffer gezeiget werden soll. ^ ^

5. Ein junger oder alter Baum/ der viele Fruchteun d wenig Holtz bringet/muß allezeit kurtz in dem neu-en Holtz geschnitten werden/dann die Holtz-Aeste an ei-nem schwachen Baum auch B uchte bringen; muß da-hero in den starcken Aesten Holtz und Frucht/ eben wiean einem starcken Baum die Frucht an den schwachenAesten gesucht werden/ zumahlen die schwachenBau-me nicht mehr Safft/als ihre Früchte zu ernähren /übrig haben. Etliche starcke Baume mit vielen Holtz-Aesten/ haben bißweilen das Ansehen/ ols ob sie gleichFrüchte in der Menge tragen wolten/ stehen abervielJahr (wann kein Mittel erfunden wird) ohneFrucht/da hingegen/ man zuweilen an einem sckwachenBaumsolcheÄeste wahrnihmet welche in demWuiter schlech-te Anzeigen/ Früchte zu tragen/ geben/ demnach in dem

Früh-