Dritten Theils VierdteS Buch.
gls vor die Lcure^rile,!'^.mkrette, l'Oi-ZNZS, le ke-ticicr/, pecite keinelte,la?vmirie I'^pie,
Is (!zurpencl^,8snpain, endlich vor alle keincttcs undb'cnouiktsttL, doch muß bey solchen Bäumen / dasAusbrechen und Ausschneiden in Sommers-Zeit nichtvergessen/sondern starck pra<A>ciret werden; Soman aber Quittenmnd Johannes-Stamme habenkan/dann ist nicht rathsam einen wilden Stamm vonvor gemeldter Art Kerne zu nehmen.
2. Damit wir aber wiederum zu vorigem Schnei-den/ und nicht zu weit von dem Baum>ium. s, ab-kommen/ welcher noch einmahl / ( so nun das drittemahl) zuschneiden vorkommet/und ein jeder sehenkan/ wie ein Baum und alle seine Aeste voilkümmlichhat / geschnittenwerden wüste/wobey fieissig Aufmer-ckung vonnothen.
Es wird demnach an dem Baum Nun, s. gesehen/daß er ftineAeste/so viel als zu einem jungeBaum ezfor-dett wird/habe/weilen nun solcher nicht derAtt/vii;ou.r.us ist / auch die neue Holtz-Aeste kein ander Aug ge-macht haben/wieder vorige im sechsten Kupffer7. gethan/so muß eralsdann/wie 6.znschen /geschnitten werden/nemlich: DieHoltz-Aeste auf z.odor'4. Augen/ und allezeit bey einen, solchen Auq/ dasvon dem Baum hinaus stehet / auch muß der Schnittgenau bey dem Auge geschehen/dann so das Äug her-aus stehet / wird der Äst auch heraus wachsen / undder Baum sich in der Mitten offen geben/ (wir redenhier von einem kouqn-l)und wann man sich aufobbe«schriebne Maniermitdem Schneiden verhalt/ bleibetder Vaum allezeit m seiner rechten Figur. Hingegenwann der Schnitt bey einem Aug / welches innwertsdem Baum stehet/ geschihet / würde folgen/ daß derAstauch innwerts des Baums ausschlagen muß / welchesdann n.cht seyn soll. Wann aber der Schnittgenau beym Aug geschihet/so »erwachsetsicher/ also /daß man selbigen/wann der Baum anfangt zugrünen /nicht mehr erkennen kan/daß solcher geschnitten wor-den/im Gegentheil/wann der schnitt (wie vor ge-sagt)nicht genau beym Aug geschihet/ rund und kurtzgefasset ist/wird solches/was über dem Aug stehen cze-blieben/ im Sommer dürr/ und daher auch an den dör-ren Stumpffen / HrAvt oder wie es die Fran-tzosen n.ennen / erkannt; Die Frucht-Aeste sind an ei-nem solchen Baum alle stehen geblieben/ ohngeachret/solche innmnd auswerts stehen/haben ihre Lange/aus-genommen/ die gar zu lang/ sind ein wenig abgenom-men/doch ist es nicht daran gelegen/wann sie gleich/ wieXum. 6. zusehen/über den Baum heraus stehen / sin-temahlcn dieHoltz-Aeste gleich im Majo wiederumvorlauffen/ und ist nicht eben viel/daß man die Holtz-und Frucht-Aeste ohneUnterscheid oben an demBaumzugleich weg schneide/gleichsam/ als wann sie mit ei-ner Sense weggemähet waren. Dieses wird in demdritten Schnitt/ehe solcher geschiehet / in acht genom-men/ ob der Baum durch den zweyten Schnitt/ sechs/- acht/ zehen / und mehr Holtz-Acste gegeben hat / ob sol-che auch alle gut sind oder nicht/ und ob sie alle könnenstehen bleiben / woraus man hernacher Äl-^uiusmiren /und schlössen muß / ob solche lang oder kurtz geschnit-ten werden müssen.
m. Theil.
Man muß sich mit dem Schneiden niemahlen über-eilen/sondern allezeit den Baum vorhero wol betrach-ten/ was für Art solcher ist/ob er vizovrcux, massensehr viel daran gelegen/ daß man emenUntel-schiedtinter starcken und schwachen Bäumen (verstehe imSchneiden ) zu machen wisse. Ferner wolle der ge-neigte Leser vblerviren/daßman keinen jungmBaumin die Höhe lasset/ ehe und bevor er sovielAeste/ als zueiner Figur nöthig/ gegeben hat. Wann auch gleichein Baum im ersten oder andern Jahr s. 6, und mehrAestegegeben/welche genug waren/den Baum zur>r<n/und seine Gestalt zu geben/ nichts desto wenigerwerden solche erwas kurtz geschnitten/damit sich derVaum qleichAnfangs umm voneinander giebet/danndurch solches Kurtz-schneiden wachsen die Äeste vonein-ander/ welches / wann man anders den Baum langschneiden wolle / nicht geschehen kan; Es thut nichtszur Sach/ ob gleich Nicht ein Baum wie der anderwächset/ dann was das erste Jahr nicht giebst/ muß erdas andere Jahr geben/ will er in den ersten zweyenJahren nicht / so muß er doch durch das dritte undvierdte Schneiden ohnfchlbar Aeste geben/ biß wirconrentirt sind/und warum wollen wir hieran zweif-feln? da wir doch einen solchen Baum unter unsererGewalt und UircÄion haben/und denselben nach un-serm Wolgefallen ziehen können / alldieweil er nochjung ist /änderst werden solche meisterloß/ und treibetseine Aeste/wo und an welchemOrth er will/ sie mö-genden Baum zieren oder nicht/wachsen nur/wo sieLufft haben/ und wann man dann einen solchen Baumdurch künstlich Schneiden nicht zwingen thäte / daßsolcher an dem Orth / woersonsten mcht gerne will/Aeste wider seinen Willen heraus zugeben / wm de ersolches gewiß nit thun; deßwegen einem Baum/an demman nur das geringste spüret / daß solcher schädlicheAeste an sich nehmen wolte/weißlich und mitVerstandnachgestellet werden muß/ und so er ja auf einmal nichtzu recht zubringen wäre / mus uns keine Zeit reuen /und ihm zwey/ drey und mehr Jahre abwarten/ biß solang wir unsern Zweck erreichet. Dann wann sol-ches/dieweil der Baum noch jung nicht recht pr-,äi-c.iret/oder ausjetztgemeidreArr gemacht wird/ machtuns hernach ein solcher Baum in seinemAlter viel mehrzu schaffen/wie uns Nachfolgendes mit mehrerm leh-ret wird.
Um besserer Erleuterung weisen wir allhier den ge- ,neigtenLeser zurück in das 4.te Kupffer/allwo 5-'um4 und 4. zu sehen/ welcheBaume im zweyten/dritten ,und vierdten Aug beschmtten;und so nach demE chnittnur wiederum ein Holtz-Ast entspringe/so wird solcherin dem zweyten Schnitt gantz kurtz geschnitten/ und einZoll von dem neuenHoltz stehen gelassen.
z. Weiters ist bey dem dritten Schnitt zu betrach-ten / daß bißweilen ein Holtz - Ast/ der in dem zweytenSchnitt vor gut erkannt worden / auch offtermahls^zwey biß drey neue Holtz-Aeste nach dem neuenSchnitt ^hervor bringet/welche aber innwerts dem Baun, ge-wachsen/und deßwegen solche zur Figur des Baumsnicht können gebraucht werden / und nachmahls ausdem alten Stamme bessereAeste hervor kommen/dannwerden vorige samt den alten Aesten in dem dritten
^Ss ^ " Schnitt