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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
323
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Dritten TyetlöVierdteöBuch.

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Früh Jahr mit ihrenB umen und Früchte gewünschthervorkommen / wie dann etliche Mr Baume an denneuen oder jährigten Holtz-Aesten Früchte tragen /als da sind etliche Sorten von k.sin-tt<-n. tcnouiliel-a' Hpi-, auchdi« Lsur-ZnlL.welcheletzte-re / wann ftibige zu einem s -uqu-r gebrauchet/ wegenihrer grossen Frucht/in der Mitten nicht so weit ostenseyn soll. Me solche Art Bäume müssen allzeit kurtz/.ob schon Frucht- Knöpffe mit den Arsten hinweg ge-schnitten werden/ dann ohne solch Kurtz-Schneidmftibige nicht in den Stand kommen/ sondern alle Ae-ste werden zwar Früchte tragen / alleinedie Fruchtwird alleJahrkleiner/ lässet nach zu wachsen/und sän-get endlich an zu sterben.'

Es ist allhie doch zu melden / wenn Unerfahrneeinen fruchtbaren Baum haben/selbige meynen / siedörffen keinen Ast von solchem Baum schneiden/ unddasieja etwann des Schneidens sich unterfangen/!bilden sie sich ein/ es seye genug / daß man nur oben dieSpitzen ein wenig abnehme / und die Holtz-A.'ste/so'Fruchte bringen / bey Leibe nicht berühre. Wanndann ein solcher Baum/wie gesagt/ an allen seinen Ae-

sten Früchte hat/machen solche Leute ein großMira-cul von selbigem/in Meynung/ sie haben alsdann ei-nen schönen wol figurirren Baum; allein wir lassen sol-chen Unwissenden ihre Freude/ und sagen / daß solchesbey weitem kem vollkommener Baum sey/ob er schonAnfangs schöne Früchte hat/ dann Fruchte und Blat-ter ist allein nicht genug zu einem schönen Baum/son-dern wir halten vielmehr einen solch«» für einen köst-lichen und schäneBaum/der viel starcke/ viel Früchteund gesundeAeste hat/und lang leben kan;Massen esj«weit besser viel Aeste/viel Früchk/ und ein langes Le-ben an einem Bsum zu haben/ als wenig Aeste/wenigFrüchte/und kurtzesLebm/ und kan also nichts scha-den/ daß ein BauM/ der gerne Früchte / und wenigHoltz bringet/kurtz so wol an denen Ho!tz> als langenFruchc-Aesten geschnitten.vird/ungeachttt/ und iuchtsdaran gelegen / wann auch gleich Früchte mit wegge-schnitten werden/hat es doch mchis zu bedeuten/ sin-temal solches zu des Baums Nutzen geschtchcr / umsolchen rünsstig bey vielen Acsten und Flüchten/fürnemiich aber bey lange« Leben

zu erhalten.

Xl.

Wie einem jungen und alten Baum/ fo niemalen recht geschnitten

worden/zu heljstn sey/ deßgleichen von k^avaier ooer Abwerffenauch wie

ein Baum in Früchte zu bringen.

Eilen insgemein vieler Orten Baume ge-!KK sehen werden/welche niemalen keinen rech-nen Schnitt bekommen/ oder wol gar durch ^

unverstandigSchneidefast ruinaetworden/haben wirfür nöthig erachtet / gleich zu'Lnsans dieses Capuelseinen solchen 2. z.biß 4-Jahr gestanden und niemalsrecht geschnittenen Baum vorzunehmen. Und nem-iich von solchen/ weichen Anfangs der Stamm zu jhoch gelassen; Solchem nun zuhelffen/und in seinegehörige Figur zubringen/ ist / daß der Stamm El-ches Baums mit allen andern besten im Früh-Jahr kurtz abgeschnitten werden muh/so/als wannsolcher erst ware'gesetzer worden/aus welchem Schnittandere schöneÄeste rreiben/die besten davon rclsr virt/und zu der Figur des Baums gebraucht werden/undist also keine Zeit an einem solchen Baum verlohren/ob man gleich Früchte mit yinweg schneidet / indemesolcher/nach heraus gegebener Aeste/in kurtzerZeitvollkommenere Früchte bringet/hingegen ohne vorge-zeigte Hülffe/nsch lange Jahre bleibe / und nimmerein rechter Zwerg-Baum daraus wird / Massen durchdasHoch-Wachsen/unten an dem Stamm keine Aesteherausschlagen können/und derohalben wenig Aestean solchen! Baum zufinden / wann auch gleich dieFrüchte jetzt-gemeldten Baums im Anfang / da derBaum noch jung ist/ groß und vollkommen werden/sohat es doch in die Länge keinen Bestand / sondern nimtalle Jahr/ nach und nach ab/welches natürlich/ undausfolgender k-ulon nicht anders seyn kan.

Dann ein Zwerg-Baum/ indeme er auf einem klei-

nen Stamm gepfropffet ist/ kan kein hoher Baumwerden/lasier man ihn zu hoch / so hat er Nicht Safftgenug / die in der Höhe stehende Aeste und F.üchre zuernähren/ dann der ^tarmn/ worauf er stehet/ ist vonkleiner Art/und nicht möglich/so viel Safst m dicHö-he zu treiben / woraus dann folget / daß ein solcherBaum alle Jahr vom Tragen und Wachsen abneh-men muß/ darum ist es/wie vorgesagt/viel besser/sol-che Baume / die etliche Jahr nicht recht geschmmn/und zu hoch gelassen worden sind / wiederum kurtz indem alten Holtz abzuschneiden / welches dam an vie-len Hunderten pr-»c.ticuet worden.

Es hat auch nichts zu sagen/wann gleich der Stamdick ist/ wann nur der Baum gesund ist / und «ine fri-sche Rinde hat / auch so cm solcher aus dem altenStammen z. und mehr Scamm-Aeste gemacht/die nicht gar zu hoch waren / werden solche Stamm-Aeste abgeschnitten/und nur 4. biß 6. Zoll alt Holtzgelassen. Ander Zeit/so unterdessen/ biß der Baumi-spgrlret / verlohren gehet / ,st wen g gelegen/sintemal er in kurtzer Zeit mit weit-grösserm Nutzen/als vorhin solches ersetzen kan/ hernach muß man zu-sehen/daß die/ welche zu siarck treiben/nicht zu vielAeste erhalten / auch wo er viel stareke Aeste hat/indem erst-undzweyten Jahr nicht zu kurtz geschnit-ten werde.

2. Auch hat man sich in Acht ;u nehmen/ vor denAst genannt/ welcher vor andern gar

starck zuwachsen pfleget; Ist aber dem Baum sehrschaolich/ weilen er allen Sassr von dem Baum oder

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seinem