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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
315
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Dritten Theils Vierdteö Buch.

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welchem das Hefft oder Handhabe also eingericht ist /daß die Hand in solchem Platz hat/ und sich regen kan.Jrem eineSag?/welche zusammen geleget wird; Wie, eine Serpette/die Klinge starck und von guterMateri/^ damit sich solche nicht beugt/ auch die Zahn oder Zin-ken nicht gar genau bey einander / und ein wenig aus-werts stehen / damit man im Sagen/wann das Holtz

grün ist / nicht gebindert werde/ wird gebrauchet anden alten starcken Äesten/ solche abzusägen / man hatderen auch unterschiedlicher Gattung / als klein undgroß; Die besten und bequemsten seynd / diesamt der Klingen und Heffre einen star-ken Schuh in der Länge haben.

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Was an einem Baum/derdas ersteMrgtwachftn/ zubetrach-

ten/undwiesolcherzumersien mahl geschnitten werde.

In Baum / welcher zum erstenmal geschnit-ten wird/ muß auf folgende Weise betrach-te! werden: Vors erst/ wie viel Aeste er daserste Jahr getrieben/ob solche starck oder schwach/ obenoder unten / oder ob solche aufeiner oder beyden Sei-ten stehen/Massen ein Baum dem andern im Heraus-wachsen der Aeste nicht gleich ist/ einertragt gerneFlüchte/ ein anderer will mit seinen Aestenin die Hö-he/ und gleichsam prangen/ etliche treiben viel und star->cke Aeste/ etliche wachsen breit voneinander / unter sichgebogen/viel haben nur ein oder zweyHoltz-Aest: aufeiner Seiren / hingegen schwach-und kleine aufderan-dern Seiten. Die Holtz-Aestewerden zum ersten vor-genommen/ und geschnitten/weilen aus selbigen derBaum gemacht werden muß; diese Aeste/weilen sie diegröste/ muß man wol zusehen/ wo sie hinaus wollen /dann/wann ein Baum drey solcher Aeste hat/muß inAcht genommen werden/ ob sie oben an dem Stamm /!oder unten/ oder nur auf einer Seite stehen/welchesman vorher wissen muß/ sintemahl die obern Aesteauf eine andere Weise als die untern geschnitten wer-den/ desgleichen die/ so nur aufeiner Seite stehen /auch ein sonderliches Schneiden erfordern. Fernermuß auch in Acht genommen werden/ ob der Baum /welchen man schneiden will / zu emerespciller, nemiichan einem Gelände gebunden/oder zu einem LvuquLt,das ist/ ein freyerBaum/so nicht gebunden/gebrauchtwird; Dann dieses ist hierinnen der Unterscheid / daß/so man einen Baum zu einem Klpcüicr brauchen wolle/müssen solchen b-yder Seiten Aeste verschaffen/(zuverstehen Holtz - Aeste ( sonsten ist auf die schwacheFrucht-Aestenicht so viel/als aufdie andern zu sehen/indeme aus solchen kein Baum gemacht wird. Ein fal-scher Ast giebt Aeste genug/ demnach werden sie weggeschnitten; Es muß mehrentheils aufdie Holtz-Aestegesehen werden/ welche samt allen andern Aesten/ garleicht aus dem zweyten Kupffer-Blat/ können erkanntwerden.

2. Der Hand-Griff des Schneidens geschicht fol-gender massen: Erstlich/muß mit einer Hand derAst unter dem Schnitt fest gehalten/und mit der an-dern Hand geschnitten werden/ wobey in Acht zuneh-men/ daß bey jungen oder neu-gesetzten der Stamm imSchneiden fest gehalten/ damit sich solcher samt derWurtzel nicht beuge/ oder bewege. Das Garten-Mes-ser/ damit man schneidet/soll allezeit einen schärftenSchnitt haben / tzamit der Ast auf einem Zug abge-

^lll7 Thes.

schnitten wird. Machen demnach ohneftrnereWeit-laufftigkeit den Anfang bey den Holtz-Aesten: Setzeeinen Baum in dem vierdten Kupffer mit^um. i./j welcher das erste Jahr nur einen emtzigen Holtz-Ast ge-trieben / und oben an dem Stamm stehet. Dieser wirddas erste Jahr/ wann inan schileidet / hinweg geschnit-ten/und mcht mehr als ein halbenFmgers dick von demneuen Holtz gelassen; D^eUrsach ist diese: Weilen/um einen Baum zu machen / mehr Aeste erfm dern /schneidet man aber diesen Ast langer / als auf solcheWeise / so bekommet man alsdann keine Aeste mehraus demalren Stammen / sintemahl ein Baum nurallezeit suchet/ seine Aeste in dem jungen Holtz zu ma-chen / deßwegen auch ein solcher das erste Jahr kurtzhinweggeschnitten wird/ damit er das andere Jahrdesto starckere und bessere Aeste hervor bringen kan.Wann man aber bey einem ieden Ast die Ursach/war-um solche geschnitten/beyfügen solte/würde solches eingroßes Buch erfordern/ achten demnach solcheWeit-lauzstigkeltvorulinölhig.

Jneben demselbigen Kupffer Num. 2, zeigeich einenBaum / welcher auch nur einen Ast getrieben/ und un-ten an demStamm stehet/ solcher wird geschnitten bißin das dritte Aug/welches vor demBaum heraus ste-!het/ daß der Ast ungefehr emen halben Schuh lang / >oder etwas darüber stehen ble bet/so der alte Stamm ldürr oder trocken wäre/ wird solcher hinweg geschnit-ten/ hingegen wann solcher frisch/bleibet er stehen /weilen er das andere Jahr noch gute Aeste geben kan/welches vielmahlen geschihet / daß ein Baum das ersteJahr nicht viel treibet / weilen er alsdann mit neuenWurtzeln- Machen zuthun hat/das andere Jahra-ber alsdann schöne und starcke Aeste aufdem altenStammen hervor bringet/ wird also dieser Ast darumlanger gelassen/ weilen er unten an dem Stammen ste-het/ wann aber solcher mitten an dem Stammen sich!befindet/ wird solcher zween biß drey Zoll lang ge-schnitten.

Jehöhererstehet/je kürtzerergefthnittenwer-den muß.

Num. ? siehet ein Baum/so oben zween Aeste bat/selbige werden in dem ersten oder bey dem zweytenAug/welches von dem Baum heraus stehet/ abgeschnitten.Es muß allhier bey allem Schneidöwol beobachtet wer-den/daß der Schnitt allezeit bey einem solchen Aug /so vor demBaum heraus siehet/geschehe/damit dieAeste voneinander wachsen können/ und ist viel daran

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