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Des Ade!lch<n Land-und Feld Lebeus
Kpitzen/so von Latten gcschnitren seynd/angenagelt/hernach/ so man will/zu Beschützung der Breller kanman dieselbigen mit einem Satte! Dachel einmachen /so vorn nach den Spitzen eingeschnitten werden muß:Oder aber/ zu E'spahrung der Unkosten oben mirDörnern/wegen deß Übersteigen?/bedecken. DieB etree aber müssm zuvor von ihrer Rauhigkeit mirdem Hobel schön abgezogen werden/damit vasRegen-Wetter selbiges nicht verderben / noch sich dareinsetzen/und solche desto eher verfaulen ksnnen.
z. Mit Latte« werden die Gärten auch ein^efasset/wann man dieBretterfpahrenwolte: Es müssen ey-chene Spitzen in dieErde/ aufs wenigst mit dem unternTheil drey Schuhe liess eingegraben / und oberhalbder Erde acht biß neun Schuhe hoch genommen wer-den. Diese pflegt man hernach mit überzwergen Lat-ten zumurgeln/also/daß auf jede Schuh-Breice dreyLarren-Srück kommen/ folgends in die Höhe angena-gelt / und oben mit zierlichen Spitzen oder Köpftengemacht werden.
4. Zaune zur Einfassung eines Gartens werdennach gemeiner Art gemacht/ zierlich eingeschlossen/undoben mir ^ pitzen/vordemUbezsteigen/zugerichret.Manmachr auch von geschnittnen Brettern einen Zaun sol-cher «nassen/daß/ wann man die Breite des ^rers indrey Theile theilet^ und schneidet solches nach derLan<ge von einander/so bekommet jedes Stmk vier Zoll/rn der Breite (wanndas Brett 12. Zoll breit gewe-sen) und giebt die Länge einesjeden zwey Stück/diesewerden auch zierlich mit Spitzen ausgeschnitten / mitLatten angenagelt/ und an eychene Pfosten / so achtj Schuhe weit von einander gesetzet/mit eisernenNägelnangeschlagen.
s. Gelangend dm lebendigenZaun oderHag/soist bey Anordnung und Psiantzung desselben in ach; zunehmen die Materia / oder Gcschkchl des Hoitzes/und die Pflantz und Warrung desselben. Die Ma-teri oder Geschlecht des Holtzes/ so zu einen, beständig-guten Hag dienen soll / kan von vielerlei) GattungenHoltzes genommen werden. Es wird aber ins gemein«m auter Hag von Hag-Dörnern gesetzet/ und ist beyeinem Mayrhofauch nützlich/ daß man Rüsten-Bau-me und wilde Kirschen darunter setze/damit man denHag nicht allein besser in einander flechten/ und stärckermachen könne/sondern auch das Rüsten-Holtz/ wannmandasselbiqeindieHöhe wachsen lässet / gebrauchenkönne zu Pfählen/ Stütz-Stangen/ Wagen Gezeuc;/und andern Sachen/ und das Abholtz darvon zu Wal-len/ undBren Holtz gemacht werden. Es ist aber rarh-sammer / daß / man die Baume/ wann sie schon ziem-lich groß/im Wald ausgrabe/ und in den Hag setze/ alsdaß mm sie vom Gaamen säe oder pflantze. DerHage-Dorn aber solle ohngefehr eines Fingers dick/und eines Schuhes lang / oberhalb der Wurtzelund Erde abgehauen werden.
t. Betreffend die Zeit/wann man einen beständi-gen und guten Hag zeugen will / solle seyn im Octoberund Vollmond/wann man aber Rüsten oder Ulmen-Bäume säen will/ so solle man solches thun im Martio/lwannder Rüsten-Baum ansänget gelb zu werden.
Man trocknet aber zuvor 2. Tage lang den Saamenim Schatten/ und faet ihn Daumens-tiess in ein fettesErdreich/und begiesset es zum össtern bey dörremWet-ter. Die Rüsten - oder Ulmen-B aume mit grossenStammen sollen im Wmtermonat und vollem Liechtversetzetwerden.
^ ö. Alle Häg solle man im October und-Februarioaufbinden/ wann das Laub abgefallen. Hingegensolle man keine Hag aufbinden/wann das taub sckonheraus ist. Man kan auch den gantzen A inter überdie Hag aufbinden / dafern nian vor Kalte bleibenkan. Die Weyden-Häg sollen imMerken gesetzt wer-den / und dieses soll im Vollmond geschehen. Wo-rinnen die Pstantzung eines Hags bestehe / ist schon im.4 utarc Angedeutet worden." Man kan auch wildeHe-ckenuiit geringen Unkosten vonKernen/ nachfolgenderGestalt/ pfiantzen : Man nimmt wilde Aepffc!-undBirN-Krne/ die man sonsten hinweg wirfft/wannman Birn-oder Aepssel-Most macht/ diese Kern schür-tet man auf einen Boden/oder in eine Kammer/ daß sievor Mäusen sicher/ breiter sie wol auseinander/ daß sienicht schimmeln/oder sonsten verderben/und lässer siewol trocken werden; Ebenmafsig brichr manSchle-en und rothe Hiefenbutzen ab / lässet solche auch woltrocken / und den Winter über liegen und dörr wer-den. Wann es nun gegen den Sommer gehet/ undmansich keines Frostes mehr zu besorgen hat/ so nimmtman einen höltzeren Kübel/ schurret die Kern darein /thut darzu ein Kühe-Kotk oder sechs / und giesset mat-tes Wasser darüber; Ware auch gut / wann manRegen-Wasser haben könnte/ lässet also dieKerne indiesem Kübel und Wasser ein Tag oder 8. weichen/löhret es mit einem breiten Holtz wol durcheinander /damit die Kerne ansangen zu räumen. Alsdann ma-chet man einGräblein/einenSchuh weit und einen bal-ben Schuh tieff/ thut z. Zoll dick gute Erdein dasGrüblein/ und säet die Kerne mit ihren Käumen dar-ein/ wo! aneinander/ und alsdann aufdie Kerne gutenkurtzen Mist/oder Sand Erden/ ohngehr?.quer Fin-gers dick/ begiesseteshernach einen Tag oder zween/und lasset sie wachsen.
7. Wolte man eine Hecke von Ä>evden pfiantzen/so macht man ein Gräblein nach der Schnur emerQuer-Hand breit/und auch so tieff/ schneidtt heruacbzähe/ gelbe Weyden / ohngefahr drey oder vierdtbalbSchuhe lang/Und Fingers dick/ dieselbige spitzet manmit einem Messer oben und unten/ damit man sie Bö-gen-wcis ins Gräblein einstecken könne / es sollen aberdie Bögen der Erden im Gräblein gleich sepn/ und andemselbigen anstossen/und einenBogen an den andern/und allwegen zwischen zween noch einen setzen/daß sieschwanck werden / so wächset die Weydsn-Heck schöndick auf/alsdann kan man es hsfften/binden und war-ten/ wie andere Hecken.
8. Endlich geschickt auch die Umfassung eines Gar-tens mit einem Graben/ wann ein fließendes Wasseroder Bach nahe dabey. T>is Breite des Grabens sol-le aufs wenigst von zehen b ß zwölff Schuh weit/ undhalb/ nemlich sechs Schuh tieffgemacht/ mit Erden/
Srö-