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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
309
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Dritten Theils

Grund gut/wo nicht / so ist er mager. Noch könnetihr sie aus dem Fühlen oder Anrühren erkennen/ob siefett/ mager/ grob / oder subtil sey; dann wann sich eineErde leichr in eine zusammen drucken und

fein gelinde angreifen läst/ so kan man daraus derenFettigkeit abnehmen/ welches «m Gegentheil eine ma-gere undkleyichte nicht thun wird.

ES ist auch nicht ein geringes Probstück/ob die Er-I de gut und fett sey / wann man einen Ort mit derI Schauffel aufgräbt/und siehet/daß sich viel Wurme! darinnen aufhalten; dann gewiß ist es/daß in magererErde sich wenig Würmer finden / wol aber in der fet-ten / darinnen sie natürlicher Weise genähret underzeuget werden.

2. Jndeme nun das schwartze Erdreich/ wie vorerwähnet/ das beste ist / so ist solches zu einem Baum-Garten zu erwählen; Weil mans aber nicht allemalkan haben/ wie man es gerne wollte / so muß man nach«Mglichkeit/ das böse ungeschickte verbessern/ so gutman kan; Als/einem sandlgten ist leichr zu helffen/wann man alten Mist / und was man in denen Land-Srrassen/und wo einige Vieh-Trifften hingehen/oderin denen Schoren / wo das Vieh täglich ausgehet/sammiet/über das Land bringet/und fieissig umgrabet/so wird es bald zu recht.

Einem kteyichten / feuchten / kalten Erdreich ist auchendlich zu helffen/wann man ein gut Theil Asche vondenen Seifensiedern/guten Pfetde-Mist/ und ein gutTheil trocknen Sand zusammen bringet ; Solchesalles wohl durchgräbet/ so wird es endlich auch ge-schlacht/und mürbe gemacht/und wann etwa Salpe-ter darinnen / wird solcher heraus gezogen durch die

Qz?.

Von Umzäun- und L

Umzäunung oder Einfassung der Garten^ ist ein allgemeines Werck/ und jedermännig-lich bekannt/geschieht aber vornehmlich aufsechserley Weise: Mit Mauren/Brettern/Latten /Zaun/ Hecken/und Graben.

?. Die Mauren werden gemacht / enNveder vongebacknen oder gehauenen Quare» steinen; sollen insgemein dick seyn / anderthalb oder zween schuhe/ undvon neun biß zehen Schuhe boch über der Erde gema-chet/entweder mit einem Dächlein von Ziegeln / odervon steinernen Blatten / Schindeln/ oder Schiffer-Stein/ bedecket werden.

^ k So man die Mauren hoch machen wolte/somuß dieselbige auch dicker seyn. In Erspahrung derallzu vielen Steine/ Sands/ und Kalcks/ kan nian sel-bige mit Schwibbögen ausmauren; Indem hierbeyein ziemliches Geld erspahret wird/ absonderlich / wennder Umfang der Maur groß ist. Mauren aber werdenentweder gerad/ oder aber zierlich mit einerZinnen oderandern Zierath gemacht/ je nachdem es dem Grund-Herm dieses Guts gefallig/und die Mittel/ so wolder

Vierdteö BM.

Asche/ dadurch dann das Land erwärmet / und dieübrige Feuchtigkeit auch verzehret wird.

Einem steinigten G. und ist nicht besser zu he-ffeN/dann wann man tiffe lange Grafen macht/die Stei-ne auswirfst / und die G"aben allemal mir guter Erdenwieder aussülltt / so lange bis man zu Ende kommt.

Einem nassen und feuchten Eidboden kan man aufkeinerlei? Weift besser helffen/als daß man zuförderstrings um den Platz Graben sühret / daß sich dasWasser kan einziehen/und alsdann den Ort mit derausgeworffnen Erde verhöher / auch wo es weiternöthig/ Graben oder Teiche in den Garren machenlasser /so wird sich das Wasser wohl abziehen und derGrund trocken werden. Das Erdreich muß mitSchaaf-oder Pferde-Mist/weicher auch ziemlich trock-net/wohl becunger werden.

Wann alsodiese vorgeschriebene Reguln von einemGärtner / oder wer sonsten einen Garren will bauenund anrichten/ wohl in Acht genommen werden / sokan er ein gut Erdreich bekommen / und nach seinemWunsch hinein pflantzen / was er will / es wird allesglücklich und wohl gerathen.

s. Wann man gar ein zu unbändiges Land solltefinden / daß sich von voriger Marerie nicht wolltebändigen und zwingen lassen / so muß man einen gu-ten Theil der vorgedachcen Aschen an die Handschaffen/ solche dicke über das Land streuen / etlicheWochen lassen liegen/und hernach umgraben / auchetwas Kalck darunter mengen/ und dann wieder dickeüber streuen / wieder liegen lassen / und alsdann um-graben/so wird es sich geben / und mürbeoder fruchtbar wer-den.

M.

infassung der Gärten.

Materaiien / als des Silbers im Säckel/nicht erman-geln. Entweder werden die Mauren gemacht mit ei-nem abHangenden Taschen-Dachlcin/ und einfachenZiegel-Deckblättiein/ gegen das Feld hinaus bedeckt /und in Spreisse gelegn Oder mit cinemSartei-Dach-lein mit ZiegeUDeckblatren/ und dessen Forst oben mitHohlziegeln bcdeckcr; Oder hoch mn Schwibbögengegen dem Garlen / und oben mit einem Sattel-Dach bedecket.

2. In Ermanglung der Steine zu dem Mauren/oderaber Ersvahrung des Unkostens / zurEmfaüungunsers Mayryoses / kan man dieselbige mit Bretternnach folgender Gestalt machen: Man grabt in die Er-de eychene Pfosten / oder machet auf bepden Zeitender Pfosten von aussen und innen Büge / und aus bey-den Seiten soweit gesetzet / also/daß man D aunen-Bretter dazwischen einschieben könne/und sollen diePfosten so weil voneinander in die Erde eingegrabenwerden/ als die Bretter lang seynd. Die Pfosten kön-nen vonneunbiß zehen Schchehoch genommen wer-den ; Das obere Brett wird hernach m t eycbenen

Qq ; Spitzen