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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
308
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Z°8

Des Adelichm Land un» Feld Lebins

luber. oder k cck'.z, wurde um Erhaltung ^indMehrung desWeinslocks/mitOpffern verehre:.

Lercz must« des Tttraids/Velia der Erden/ Ss-turnu5 mit seiner Sensen/des Acker-Baues/erucio.ls der Früchte Vsi steher und Vorsteherin seyn.

^«uncus sollte alles Ungewitter von den Früchten«bwenden. Die Göttin , den Weinstock in derBeschneidung verwahren. wurde d«n, gan-

zen Feld vorgestellet; ^oäieius den neuen Wein-Knoten; ^-et.,icn3,mustedm Saamm verwahren/und die Blumen-Knöpffe öffnen ; sollte

die ^>aat gerathen; Kuncini, sie wol aus der Erdenreisen laßen ; 8pMcnli!> sollte die Dörner ausrot-ten/zc.

< 4. Mit diesen Göttern belustigten sich die Poeten/«nd blinde Heyden; Wir/als Christen/ halten dafür/daß zu einem glücklichen Garten Bau/und zu ersprieß-licher Herfüi wachsung schöner Blumen/ anmuthigerKrämer/und fruchtreicher Bäume/nächst derHülffeund Benedeyung des HiaimlischenGärtnersund die-ser geziemenden Ergötzung seegenreicbster Erfinders/zwey Dinge zu erwunschen seyen ; Dieselbe sind die- Gücigkeit des Himmels/und die Fruchtbarkeit der Er-den. . Der Himmel ist gleichsam aller Saat Vatter:D !e Erde/die Mutter. Dir Himmel muß den Ge-! wachsen die natürliche Kräffre/Hitze undKälte/rrock-ne5 und nasses Wetter zu rechter Zeit / sollen dieF.üchte gerathen/ Herfür geben. Die Gütigkeit desHimmels Muß ein Gärtner von GOlt allemekoffenund wünschen ; Aber die Erde ist etlicher Massen indessen G-'walt/ welche er zu seinem Vorhaben ord-nen und bequemen kan/ wann «rändelst fleissig undverständig ist.

s. Welcher Garten-Herr nun / wie oben gemel-det wo. en/von seinem Garten-Bau sowol Ergötzungms Nutzen zu haben hoffet/ der muß auch dreyeUeyihm aasserst angelegen seyn Sassen; Er muß nemlich kön-nen wollen und wiss n/ nicht allein seinen Garten, wolanzust llm/ sondern auch glücklich zu erhalten. Undjwar können muß er/ das ist / er muß das Vermögen

darzu haben : Dann / wer einen Lust oder Nutzenvon einer Sache zu haben suchet / der muß vorhcroauch etwas darauf wenden. Der Wille und Lustmuß auch hm bey jeyn/ so / daß man alles mir Freuden/in Hoffnung/ es werre künftig so nutzen als ergötzen/ansahen/und eben mir de. Munmkeit/nicht achtendder Müh und Arbeit/ freudig und hurtig vollende ;Dann es je ein wahres Wo.r ,st / was derTm:;cheMann sagt: Der Lust buucr das Land / und wo eineLust zu einem Dmg ist/da scheuer niiin k.'ine Arbeit/jaes kommt einem alle Müh / alle A: beit/ gar gering für.Lust und Lieb zu einem Dmg/

Macht alle Müy undAben gering/sagten unsere a te Teutschen.

Endichen muß er auch die Wissenschasst / all s zuseiner rechten Zeit zu thun/ haben. Und dieses ist woldas Haupt- kequilitum. oder die nothwendigste Ei«genschastr /so ein Garten Liebhaber haben n ., damitnicht /wc^ im Frühling geschehen solle/ man «mSom^mer aufschiebe;oder was man »m Herbst ,olne ver. ichten/ biß auf den Frost gejparet werde, ^das decFrantzmann pflegt zu jagen:

I oul övcc ie lcm,

Alles zu seiner Zeit,das kan füglich hieyer gezogen werden ; Dann/wenichr weiß/wann er seinen Ga len jolle besten / d!ausgegangene Sröcklcm ver^ialitzcn / der. Su^inelwieder abzunehmen / die Baum - und SraudK..beschneiden/ der wird schlechten Nutzen von>emeuGarren Bau haben. Wer eum a!)l dl Jahlb ^eilund G egenheit versaun.t / deunomml sie wel l ..mmer wieder.

So brauche nun der Z it/und thue niä)t? zu spat/

Willr du/daß deine A.ül/ »iw känfft^wo.s^ach.^>ian kan gar b. ld ve.schla,j.n

Die eckt bequeme Ant/

Und mmmer zu uck. --M/Was ^.uoNachlajjigkcit/

Emmalrei säumet worden/

D^v me^a der Gg» mer Orden.

u.

Wie des Baum-Gartens Grund lind Erdboden soüe

beschaffen seyn.

Er Autor des gantz neu - vermehtten sorg-fältigen Haushalters führet hiervon folgen-de Wvl te Cap.2.p.2. Wann ihr den Platzzu euren Garten ausgesehen / aber nicht aller Orteneben das beste Erdreich anzutreffen ist/sondern ein je-der mit seinem Grund des Bodens Beschaffenheit zufrieden seyn / und doch niebt gleich alle Hoffnung zukünfftigen ersprießlichen Garten- Bausincken muß/weilen man noch wol einen ungeschlachten Grunddurch fleissige Arbeit und taugliche Tüngung beßern/und u«r Garten-Lust bequem machen kan. Dann ihreuch für allen DmgeN des G undes oder Erdreichserkündigen und dessen Verbesserung auf den Fall andie Hand nehmen müsset.

Solches nun zu bewerckstclligen / so grabet mit detSpade etwas Erde auf/ bleibt solche an der Soadeanhangen/ so ist sie ungeschlacht und untrüglich. Ihrkönnet die Erde aus dem blossen Anschauen auck u -theilen/dann je schwältzer dur E dreich/je besser ist cszur Gärtnerey / und je mehr es roth auf Aschfarbschiesset/ je untüchtiger ist dasselbe.

DicschwartzeE de i>t geineiniglich hitziger N tur/und dahei 0 zu den F.üchrer. dien..cher. H.eher ge-höret auch/wann man an einem Ort viel groß wach-sende / > cm, schöne / gerade/und lange Bäume / undfreches Stauden Gewächs antrifft/ daist eine gewisseAnzeigung eines guten Boden, ^»gleichen / ob dasUnkraut geil oder dürr wachst ; ist es geil/ so ist der