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DeziAdeltchenLand-mid Feld-Leben6
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also auch diese Art den Weivregiert/wie man dannsiehet / daß solche Krafft die Krauter bald faulenmachet.
2. Ferner gehören auch/zu Wachsung eines gutenWeins/eine gute ct,nttimnon.guter Sonnenscheinfrüh und spat/ guter Wi'id und Morgen -Lusst/sin-temal dieses alles Dinge sind/die dem Weine dao Bö-se aastreiben/ ihn wol ctiZeriren und zeitig machen/daß er gesund zu trincken wird/und also den Wem inihre Art nach sich mciiniren. Es ist eigentlich wahr/der Himmel/Sonne und Lufft nehmen dem Wem sei-ne indische widerwärtige Grobheit/ und groben Ge-schmack/den er aus der Art der Erden hat/und gebenibme andern guten lieblichen Geschmack / mit seinerrechten Süsse/dann Sonn und Zeit geben einem jeg-lichen Geschlechte des Weins/ ( derer dann viel undmancherley sind / wie solches der unterschiedliche Ge-schmack und Farbe/auch manchfältige Arten der Lan-de/da sie gewachsen/:c. genugsam beweisen ) seinenhöchsten Grad nach der Linien darinnen er geordnetist; Und wird auch durch solche Gradirung vielBö-fts / so aus der Erden beym Wein mit laussen/lem-perirt und hingenommen.
z. Ohne Zweiffel istswahr/ daß dieWein-Trau-bm von zweyen unterschiedlichen Hitzen zeitig werden/die erste Hitze ist ihnen für sich selbst angebohren/die an-dere Hitze aber/ kommt ihnen von der Sonnen; undwo die Tauben nicht uwor für sich selbst ihre natür-liche und angebohrne Hitze und Warme hätten/könn-ten sie durch die Gewalt der sonnen/so rein und wolnicht gekocht werden/ sondern verblieben eben wie etli-che sndere Früchte/ die durchaus von Natur kalt/wel-che/ ob sie schon durch die Gewalt der Sonnen / zeitigwerden/jedoch ihre angebohrne Natur in keinemWegverlieren / dieweil dann durch der Sonnen Hitze dieTrauben zu ihrer Warme gebracht werden/diese überan allen Orten nicht gleich-krafftig / und auch etkcheTrauben nach dem Boden und LandeS-Art ihren Ge-schmack an sich nehmen / so folget / daß / nach Unter-schied des Orts und des Landes/auch die Weine un-terschiedlich seyn.
4. Ein recht-natürlicher guter Wein / soll an derSubstantz subtil/ i-wler/ mid an der Falke.schön seyn/und wo er ohne Mangel wachst / so wird er Diapha-nisch/Perspicuisch in seiner Farbe/das ist/ derweisseWein/soll nicht arün/nicht Wasser- färb / noch trübeseyn/ der rothe ÄZein aber/ soll recht schiller roth seyn/das ist seine rechte Art/dann dicke Rothe ist wider dieNarur/ und isteine Terrestmät. Am Geruch soll erauch liebkch seyn/und am Geschmack nicht sauer/ dannwo viel Saure ist/da hat die Bößheit die Güte über-,wunden; sondern er soll nach Gelegenheit der Art des >Weins in seiner rechten Süsse seyn.
An der Zeit oder Alter/soll der Wein zum trincken/nicht zu mng oder zu alt seyn / dann neuer Most undjunger Wein sind nicht gesund / deßwegen jener ge-schrieben-EinWein zwölffMonat alt/ein Brod zwolffStunden kalt/einEpvon einemTag/sind Dingedieich mag. Die Aelte des Weins ist viel besser dann dieNeue/aus Ursachen/ daß sich der 5pil>ui« vini, oderGeist des Weins/ mehr setzet/ und cj>K-> irt/mit oder inder Zeit/dann daß er für der Zeit/ oder in der Frühethut/wie dann die fürnehmsten Aertzte den Most undgar neuen Wein/fur warmer Natur undcompicx.c.nim ersten Grad achten und setzen / der aber nicht garneu/noch auch nicht gar fürnen oder a!r ist/ setzet manim andern Grad der hitzigen und warmen Dmge;Soer aber gar alt und firnen/wird er von ihnen hitzig imdritten Grad gehalten/und sind sonsten in einerSum-ma von allen 'Weinen folgende Stücke wahrzuneh-men : Als erstlich/deren Substantz und Wesen/dannihre Tugenden/Quantität und Qualital/der Geruch/Geschmack/ die Zeit und das Alter.
s. Der jenige Wein/ der noch keinen Weinstein ge-setzet hat/ist am krasstigsten/dann hernach/so cinWein/Weinstein gesetzet hat/ wird viele Krafft im Weinstein^ befunden/und offt mehr danN im Wein / und ist allhie> ein feines Kunststücke (im Fc>Ilman den Wem p,T.icrv ren wolle/ daß er keinen Weinstein setzcn solle)zumercken : Man soll den Wein in ein kaltes Erdreichvergraben/ unten und oben ihn wohl zudecken / so ligtI er gar lange/ohneWeinstein zusetzen.
Cz?. XVl.
Unterschiedliche herrliche Kräuter-Weine zu bereiten/nach
dem Alphabeth.
Rauter-Weine sind nichts anders als mit^Kräutern/ Blumen/Wurtzeln/ Saamen/Ge-würtzen/zc. angerichtete oder zubereitete Mosteoder Weine/ welche entweder in der Gahrung /. oderhernach/mit deren Qualitäten -mpr-Knirt oder ange-kraffter werden. Diese sind aber unterschiedlicherArt/ entweder limpiicia oder einfache / die nur mit ei-nerley/ oder compolüa. vielfache / die mit vielerleyKräutern oder Speciebu, versetzet und zubereitet seyn.Beyderley werden auf mancherley Weise und Manierzu bereitet/ wie hernach folgen wird. Die Kräuter/Blumen und Wurtzeln/ zc.sollen in ihrer bestenKrafft-
Zeit gesammlet/schön gereiniget/recht getrocknet undbiß zum Gebrauch wohl verwahret werden / daß sienicht etwas Übelriechendes an sich ziehen / oder sonstschaden und verderben..
i. Alant-Wein. Dieser Wein wird auf folgendeArt und Weise gemeiniglich zugerichtet werden / nem-lich: Es wird die Alant-Wurtzel/(welche/wann dasKraut noch grün ist/ gegraben/wol gereiniget/an war-mer reiner Lufft getrocknet / hernach vor Staub/Schimmel und andern schädlichen Zufallen bewah-ret und erhalten werden muß/) in gewisser Maaß mitdem süssenMoste gekochet/ derselbe unterm Kochen/
ehe