Dritten ThcilS Drittes Buch.
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damit der Wein keinen Schaden / oder u-gends sonstetwas davon überkomme. Welche Trauben aber ab-
darinnen ohne UNrath und 'Abgang desto besser vergaoren/und denSchaum desto bequemer heraus werffon kömM; Doch sollt ihr die Vasser nachgehends'wenn sie keinen Schaum n^hr Heben wollen/zufüllen'Unter wahrender Zeit sollt ihr den Spund nicht zu
...WWDW . ^ schlagen/ sondern an statt dessen / das Loch nur mit ei-
ron Knecht in die Butte tretten/ er habe dann vor- nemSrein / oder Wisch von Heu Miacht/zudecken.
gelesen sind worden/dieselbigen soll man in grosse But-ten oder Randen tragen /und des Morgens früh alle-samt zugleich mir sondermFleiß trotten/ daß nicht eini-qes Körnlein gantz bleiben möge. Es soll aber kein
hin seine Füsse sauber gewaschen/und den gantz-n Leibwol gereiniget/ die Kleider aufgeschürtzr und ausgebunden/und ein sauberes weisses Hembd angezogen/damiter den Most mit Schweiß und Wust nicht verunreini-! ge. Den getrorten Most soll man in der Randen 24.Stunde lang/mehr oder minder / nachdem man den' Wein will starck oder gut haben/ kochen und verjah-^ ren lassen/dann je mehr ergabret/ je dicker / rotschielund statcker derWein wird; Wann er aber wenig gäh-, ret/so wird er desto lieblicher und subtiler. Wann ihrwollet einen guten starcken Wein haben / sollt ihr die^ Stande mit einer guten Särge zudecken / damit also' die Dünste nicht verdämpssen/und die beste Krasst des-selbigen nickt verrieche. Daß aber der neue Most ver-gohren habe/ solches sollt ihr erkennen/wann das Auf-steigen oder Auswerfen sich geleget hat/ alsdann solltihr den vergohrnen Most entweder durch den ZapsseNoder einen geflochtenen Korb ablassen/und also densel-bigen erst in die Vasser einfassen. Das Marck vondenen mit Füssen getretenen Trabern / sintemal sienoch sassrig und weinig sind/ sollt ihr zu der Trottentragen lassen/und allda unter den Trott-Baum legen/und vollends drey oder vier mal austrotren.
?>'> Es geschehe nun das Tretten / Kältern undPressen wie'es wolle / so ist notwendig hierbey zumerrken/daß man die Wein-Vasser nM gantz undgar voll mir Most oder Wein füllen / sondern ein gut,Theil ledig oder ungefüllr lassen soll/damit der Most/l
sen will/alsdann niöget ihr den Spund wohl zuschla-gen.
- In wahrender Gähr. Zeit/ sollt ihr die Wein-Vas! sermir demMost oder neuenWein irgends an dieLuK/i oder welches bequemer/ an einen verdeckten Ornn eineSchupffen oder besondere Scheuer stellen oder legen;dann man keinen Most^der neuen Wein/m den Kel-ler legen lassen soll/es seye dann/daß er vörhero gantzausgewütet/und verrobr habe / alsdann mag man ihnin den Keller legen lassen.
Wann ihr eurem Gesinde zum Besten/ einengutenLauer oder Lurcke machen wollet/ sollt ihr vorhinüberschlagen/oder berechnen/wie viel sich auf das zeken-de Theil Weuis belaufst/ so man den gantzen Tag übergetrotter oder gemacht hat/ alsdann sollt ihr eben so
nen- Wasser über die Trabern schütten / daraus mansolchen Wein hat lassen trotten ; darnach aucl> denSchaum odezJast vom gesotten und vergahrtenWein/samtden TruseN/so in d«r Butten sind geblieben/giessen / Und also sich miteinander durch zubai-tzen/dann des folgen Tags/wann dieses alles woi mitdenFüssen durcheilender gekretten/pressen lasse».DasjeNige dann/ so hercuis sicust / soll man in Vasier schüt-ten/wann es verfahren / den Spund zuschlagen / undg leichfalls in den Keller legen.
xv.
Von der Natur / Art und Eigenschasst eines guten/gesunden
und krafftigen Wclnö»
Er Wein/ als das alleredelste Gewächse allermachsenden Dinge/ wird vom l l^opkrastot^niceis ' qenandtdas Blut der Erden/ein8pirirus,der da gar subtil und wenig / aber mit vieleri versasset ist; Dann/im Wein sind zwo Sub-stanzen/sagt er/als eine ist vinosa, das istdiejenige/darmnen det ^irilus vim ligt; ja diese istdas rechtedarinnen die wahre viniihren Sitz hat. Die andere ist 8uklianti.^tica, die da k-x und Trüsen und ein süsses Wasser ist.Und ist dem Wein in Acn-rakionc > seine Natur ausvielen edlen Tugenden / so im Erdreich sind/gegeben/die sich doch mit Unterscheid befindet; Als zu verstehen/so ein Stock-WeiN/oder Geschlechte von einemWein-stocke/in zehen/weniger oder mehr oder be-sondere Landschafften von einander Besetzet wird / daßsein Wein/den er giebt/ am letzten nicht gleich ist füreiy Gewächse zu erkennen/wiewol er von einem Stö-cke kömmt/sondern es richtet sich ein jeglicher Wein /
iu.
nach Art seines Landes/darinnen er gewachsen ist/ alsj starcker und schwacher / saurer und süsser / besser undböser/und dergleichen / solche Ursache nimmt sich ausder Erden/ die dann an einem Orte anders als am an-dern ist; dann ein Ort Erdreichs Hiezu bessere Bereir-schafft / als der andere Ort/Hat/ welches dann an demezu erkenne» / daß an einem Ort des Erdreichs rauheDinge hersür kommen und wachsen; cm andererenErdreichs aber/ subtilere Gewächse bringet. Derowe,gen ist gar viel daran gelegen / daß der Wein einemLande/da Nicht viel picurcsc» . Noch puttulsesind/auch nicht viel ?cbr<:s, noch auch keine Wasser-sucht regieren; Item/ daß er auchsonsten zu rechter( denn er hierinnen auch seiNeMeisterschafft haben will)und zu gesunder Zeit gepflantzet und gewachsen sey/sin-temal in einem Lands / da solche KraNcklMen vielumgehen und gemein sind/dieselbigen Seuchen ausd?/lLandes Art kommen/ und derohalben dunMen-schcn diese Gebrechen und Schwachheiten zuziehen;
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