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Dc6 Adelichen Land-und Feld^Lebem^
tich lange Ruthe des lüstrenden Wein-Stocks/ undwird in unterschiedliche Arten getheilet. Dann einRebe wird genennet ein Nebenschoß/ welcher mittenin der Gabel hervor kommet ; Eine andere wird ge-nennt die Trauben-bringend oder Fruchtbare/worandie Trauben hangen-- Noch eine andere dieBewaiste/welche keine Frucht hat: Eine andere die Warrerichte/oder Aufgeschoßne/ welche nur das Laub hat: Eineandere dieKnötichte/welche/umFrüchte zu bringen/be-ichnitten wird. Der Schnittling/ oder die Haubt-Reben ist eine neue/ zur Pstantzung bequemliche' Nebs.!
Das Rüthlem oder Jahrwachs wird gcnenmt dero-berste Theil der Rebe/ und der Schößlinge Das Ga-belein wird auch sonst genennet das Haar/ der Ring /der kleine Wein-Stengel/und ist gekrümet/ wie einHaar-Lecke; Der Weinrancke/oder das hart höltzig-te ist der Arm des Wein -«Stocks. Der Blätter-rei-che Ast wird / wie auch das Blat / ?ampmuz genannt.Die Theile eines Traubens sind : Der Kamp oderTraube; die Beere/welche an denen Trauben befind-lich; das Bälglein/die Kern«.
XIU.
Formular oder kurtzer Entwurfs wie der WinlM Ding- Zettul
zu ttxiiliren und aufzusetzen.
Emnach heuteDatoden i. Novembris 171s.s ver richte/und insonderheit zu solcher Zeit nit in andernich unten benannter mit N. N. von N. einig Bergen umLohn arbeiren/auch anSparung derUnko-worden/ und solchen zu einem Wintzer/und sten/Mühe und Arbeit/so wol auch mit Hümng desWeinsartner angenommen / und Laut dieses Bedmg- Obsts undAbnehmung dessen getreulich umgehen/undBrieffs bestellet/ daß er meinen Wein-Berg oder 1 die Baume auch reimglich schneideln/ des WintersWein-Garten mit aller und jeder Arbeit / wie sie Na- > verbinden / für den Hasen und Wildprer fleissig ver-menhaben mag/ zur Besserung und Erweiterung /^wahren. DesWincers auf die Wem-Pfähle treulich
wo nur möglich / meines Wein-Berges undWeins/was sich gebühret/verrichten/beschicken / arbeiten undverwahren/Zäune und Lücken vermachen soll/ als mirAusziehen/Raumen/Schneiden/ Nähmen lesen/Pfäh-leschärffen/ Stücke zu legen/ drey mahl zu kramen/und den Wein fleisstg hacken/ brechen/zwey madlheff-ten/verhauen/ Pfähle zu ziehen/zu decken/Laub-Reh-men abzulesen / und mir zuHüten und verwahren, /auch an aller und jeder Arbeit verstand/glich und be-scheidentlich / ohne einigem Eige^nitz/ Vortheil/ oder
Achtung baben / wie einem getreuen Wmtzer oderWein-Gärtner gebühret ; dann auch vor jederzeitSchaden zu verhüten und warnen/ seines Herzn Nu-tzen suchen und so- dern/ auch für Verwahrlosung undVersaumung stehen/und antworten/ oder den verur-sachten Schaden ersetzen. Hingegen ich ihine für seineMühe und Arbeiten/ auch getreuen Dienst/jedevJahr
- ? Schock (das sind, - gute Groschen) anGelde/und
- - E chaffel Korn zu Lohne/und von jedem SchockGruben - - Groschen/auch unterschiedene mahl/als
in der Breche - - und Hacken/daß denn die schware-sten und nöthigsten seynd/ge^en und entrichten will /und obne Versaumung damit nicht aushalten / auchwaserempfähet/soll jedesmahl ausgezeichnet wer-den»
^r^vVma der Arbelr ni verrieten / sö lange biß der! imAufziehen - - und sonderlich im Schnute - -Item
Frwordm ist, auch nichtKind-r «dmPcrftnm jurArbeit gebrauck)en/ die solche nicht verstehen/damit wnSckade amWein-Holtze/aus andereJahr zumWelN-wachs geschehen mag/ in allen und jeden Arbe.ten/auchju rechrerZeit/wan die Arbeiten/ geschehen solle/ zeitlich
xiv.
Ausführlicher Unterricht/ wie man eigentlich herbsten soll/ und was
bey der WeiwLcft zu beobachten.
allerletzte/ beste und erfreulichste/ auch ein- rot/ daß dieStätt/ dadie Beer gestanden/in seinerGe-mißlichste Reb - Mbe.t ist das^ stalt wievor bleibt; Und dann auch/ wann man mer-Äbst-E nmacbeu / od r das Wein-Trauben- cker/ daß die Trauben in ihrer Gestalt gleichsam stMe-n M>es allm bikbero qebabren Fleiß und hen/und nicht mehr wachsen. Ehe dann man ansähet
zuleftn/'ollman alle nothwendigeRüstung zur Handhaben / awnemlichendieStöck.Körb/und allerbandGevaß/dieTrauben darein zu lesen/Reb-Messer/Hack-messer/gure frische/gebundene / gesäuberte und gerüste-te Wem-Väßsr/ saubere Butten und Sranden/wohlgepichte Wannen/Kübel undZüberlein; gute/ starcke/
gens reichlich ersetzet und belohnet/ deßwegen auch et-was ausführlich hiervon zu schreiben/vor nöthig erach-tet. Es soll aber dasTrauben-Lesen nicht eher gesche-hen/ man wisse dann vorhin eigentlich / daß die Trau-ben gar reiffund zeitig sind/welches daranerkennetwird/wann die Trauben und Körnlein schwartz-far-big sind/ und zu dem gantz bloß und ohn eini-.'Marck/oder S afft bleiben / wann man sie aus den Beeren 0-der Hautlein ausdrücket; Aso auch/ wann inan einBeer oder zwey von denTrauben abbricht/ und verspü-
sauber-gereinigte/ und mit allerhand nothwendigenStücken versehene Trotten und Pressen. DieTrottKnechte sollen mit sondermFleiß dasLaub und die grü-ne/ unzeitige / saure / verdorrte / und faule Traublcinvon den andern zeitigen und frischen Trauben ablesen/
' damit
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