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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Dc6 Aoelichet!La«d>und Ze!0-Leben6.

l net/ da werden die Wein - Stecke nur ohngefahr drey! Schuhe hoch über der Erde / auf x?ichne Stolzen/so man Stifel oder Stoffel meNNtt / auf Überzwergegelegte Höltzer angehefftet/ülsy/daßman darunter-ge-bückt durchkriechen muß. Diese ?lrt ist an der Berg-str.ß am Rlxin-Strohm/ gegen dem LotharingischenGebürge/gegen dem Elsas/ wie auch an etlichen Or-rhen des Ne.fer-^>trohm6Mdanderwartig mehr ge-brauchlich/ die aufrechte Höltzer (Sriftl oder Stoffel)so von Eichen<Hoitz/ sollen ^.biß^. Zoll dick seyn / un-ten/ ehe man sie in die Erde gesetzet / für die Versau-lunggebrannt/ auch von biß anderthalb Schuhetieffin die E de eingeschet werden.

z. Drittens ist auch eine Art von Kannnerlätten/so man m die Höhe ziehet/ und Gang-weiß setzet / also /daß man darunter spatzleren gehen / die Sonne abersolche/ sowol von vornen als hinten/genugsam beschei-nenkaN. ....

^ k. Diese/wie auch vorhergehende Art der Cam-mer LMen/bringen am meisten Trauben/kosten an-fänglich viel zu bauen/cm Holtz/Stöffeln/ Nageln undBanden / so sie aber einmal genmchr/so hat man her-nach viel Jahr lang nichts anders daran zu thun/ alsdaß man die Wein- Reben/! wo sie ledig und loß/mitWeyden wieder anheffteundbinde.

4. Die vierdte Gattung ist der vorigen fast gleich /nur daß man diese an einem Aebau/ Hauß/Maur oderWand gegen die SonNegerichtet/ ausziehet / auch zuErfahrung der Unkosten/ dawit ^nkn nicht jährlich

daran zu flicken und zu hefften hat/werden die EisensHacken in die Wände oder Mauren gemacht / in dieseleget man risetneLatten/lässer an derWand oderMaurdie Stoffel/ wann man will/ auch einsetzen / ziehet denWein-Stock daran hinaus/breitet und hesstetdensel-bigen mirKupffer-Drath an die Latten.

s.Die fünffte Art ist an unterschiedlichen Orten in-sonderheit am Obern Rheinstrom bey ^rraßburg undsonsten imElsas/ wie auch ausländischer Orten bekantund gebräuchlich/ nemlich: Man psiantzer den Wein-oder Reb'Swck au sonderbare bobe Kirschen-Bäu>me/so um das Acker-Feld odetGartenherum stehen/derer Aestesich auseinader breiten Gabels-Weise/undhernach mit unterschiedlichen Reiffen/ gleichwie manzu grossen Väßern brauchn / gebenden und'gefasset/alsdann der Weinstock herum gezogen wird.

6. Die sechste Art ist eine sonderbare Manier/ so nurzur Lust in den^pKtzier-Gangen in die Gatten/und sel-ten in das Felde angeordnetwi?d/dadie Wein-Rebenan eichnen Höltzcrn auf-und Bogen.-weis zu beydenSeiten darüber zusammengeführet werden; Da danbey Zeirigung der Trauben man das Laub und über-flüssiges Holtz von innen und aussen/ insonderheit obenüber und unter dem Bogep/abnehmen/und also demSonnen-ScheinPlatz machen muß.Dtese?lrr ist nichtallein bey grossen Reichs-Städten am Rhein/alsCölln/ Trier/Franckfurt/Straß'ourg/ z'c. sondern auchbey Fürstlichen/ Gräflichen und Vdeiichen Gütern aufdem Land hin und wieder bekannt.

Einige rare und sonderbare Kunfi-Stücklein / die Wein-Reben

betreffend.

zu zeugen. Man soll einNeb-Schoß von einem sckwar-tzen Reben-Stock aufeinen Kirscb-Baum »flanken.

5. EinschläfferndeReben zu zeugen. Die Rebenwerden einen solchen Wein geben/ der den Schlaffmachen kan/so man eben aufdieselbige Weise/wie indieTheriack-RebeN/als nachstehend zu erseben/ O^iumoder ivisnclrgZoraz-Safft in gespaltne Reb-Stöckestösset.

6. Laxirende Reben zu zeugen. Eben aufdiese Weißkan man auch laxirende Reben machen/ so man gleicherWeis das Reb-Holtz spaltet/ und den Spalten wiede-rum Mit laxirender ArtzNey zufüllet/öder/so mcln dieWurtzel auch mit solcher Artzney begiessm lasset; Dasist aber zuwissen/daß dasReb-Holtz vom Theriack oderlaxirenden Reben geschnitten/ und eingelegt/ gar nichtihrer Mutter Kraffr und Würckung behalte : Dannder Theriack und anderelaxn ende Ärtzney verlichjMalle ihre Krafft und Tugend mit der Zeit. ^

7. Ein sonderbar Sccrcr-oder Kunst-Stück/The-riackischeReben/ zu zeugen. Die Älten baben vorZeiten dieThttiack-Reben/ihler herrlichenWürckunghalben/ hoch und werth gehalten/ dann solcher Weinnicht allein/sondern auch die gestossne Blatter selbst /Pflaster-weis über den Schaden übergelegt/widerste-hen allen gifftigenBissen der Schlangen/ und anderer

Mauven ohne Körner zu zeugen. Wann^nitinwillTr.auben ohne Körner haben/so solltt> iw'Sas Ma.ck aus dem Zweig/welchenman setzen will' an ve>u O th / das in das Erdreichkommen soll ^ nennen/ und mir einem nassen Papier zu-sammen binden /-und also in denGrundschen. Oderman stecke es in eme.Zwiebel (dann dieAwiebelhilfft/daß dasHoltz desto'eher wachsen kan/) und setze sie bey-de also in den Grund. Etliche wollen/ daß man sollsdie Zweige zum öffterN mahl / und so lang/ biß dafi sieZweiglein geschlagen hätten/ mit dem Wasser begies-sen/ dare>n k-nivu eine lange.Zeit gebeitztt ha?.

2. Zu erkundigen / ob das Jahr viel Wem wachsenwerde. Wann das Korn/ und sonderlich der Wei-hen/ schön stehen / und wol gerathen/ so ist es eine Anzei-gung/daß die Trauten wol gerathen/und die Rebenviel Wein geben. Die stattn Regen/ oder das nasseGewitter im Frühling / zeigen gleichfalls an/ daßstar-cke und herzliche gute Weinewachsen werden.

z.Die Wein-Reben frühe ausschlagend zu machen;Tollt ihr die Augen am Reben-Holtz / welches manfrisch geschnitten / mit Wasser reiben/darinnen- pieß Mas gewassert hat/so schlagen sie in achtTagenheraus.

4. Eine sonderbahre Kunst im Frühling Trauben