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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritte« TheiwVierdtes Vi'ch.

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Die Cdur-Sächsiscke Wein- Gebürgs-OrdNungwilies folgender Gestalt haben / wann befunden/ daß dasHoltz eine Auge zwey oder drey von der Erden zu reift ^fen anfanget / so soll alsdann die Beer-Hacke daraufverichtet werden / und sonderlich sollen die Wmtzerhierauf Achtung geben / daß der Fuß an jeder Bögefein aufgezogen/ damit das Erdreich den Stecken nichtentgehen möge/auch/daß das Gras und die Queckendie Berge desto weniger einnehmen. Wann nun dieBerg-Hacke verbracht/auch das Holtzsichwol in das !Reiften gerichtet / so sollen solgends die Laub-Ramm ^von den Wein-Srecken abgelesen / das Wein-Hoitzeiner Spannen lang über den Pfahl verhauen / damitdie Sonne desto besser würcke/ und die Beer zur Gutem'.dZeitigung befordert werden. Dlese Hacke wirdnur in den Sand-Gebürgen/ oder auf ebnen / oder ge-deckten mitrel-und niedrigen Gcbürgen verrichtet/ zu-mal wo es sehr felsicht/mosichr/oder dergleichen ver-wacksne Berge/und als strengen Boden hat; DieseHatte darffnicht tiessgesucht / sondern nur ein wenigder Berg überzogen werden/damit die Nacht-Fröstekeinen Schaden thun mögen. Über diese bißheroerzehlte jahrliche und ordentliche Neben Arbeit / sollman auch dieses wol mercken und wissen / daß nem-lich im Reb-Bauen man zu keiner Zeit müssig sey/ nochmit dein Karst zuviel seyren/ oder aus der Handliegen lasse/will man änderst/daß das Reb-Land sollwol gerathen und reiche Früchte bringen.Ansonderheitsoll inansich auch hüten/ daß so viel möglich / keineMägde oder Weibs - Bilder zur Reb-Arbeit gebrau-chet oder gelassen werden. Damit man aber solchebiß daher lpecikcilte Reb-Arbeirm auch Summari-scher Äeiß / oder insgemein wissen möge / so pflegtman -u Ende des Jenners / oder zu Anfang des Hor-nungs/ die jungen Reb-Schossen zu beschneiden/unddie alten des vergangenen Jahrs zu reinigen/ die Mut-ter -Wurtzel zu entdecken/ und hernach wiederuman den eingelegten Reben zu arbeiten / oder da es von-nöthen thut/dieftlbigen wieder zu bemisten / oder zutunqcn. J,n Mertz und Zlpril pfleget man zu schnei-den/ und neue <satz mir Reben zu machen. Eben umsolche Zeit (so es das Werter leiden mag)soll man auchden Reben die Wurtzeln entdecken / und alle die jeni-gen / »velche des Mists vonnöthen haben/, betungen.Über eine kurtze Zeit hernach/ wir,st man die offneGruben wieder zu/und ehe die Reben ansahen zu blü-hen / soll man solche auch entlauben und erbrechen/son-derlich wann manschet/ daß die junge Schößlein sozart seynd/daß man sie nicht darff allzuviel mir Fin-gern berühren. Kurtz hernach soll man die Reben-Stecken andieSröckeoderPfahlenur einfach anhaff-

ten. Aber die qantze Zeit über/ soll man auch der an-dern bereits angezeigten Arbeit nickt vergessen.

19. und 20. Von der neunzehend-und zwanzigstenArbeit/ so da sind dte ÄVein - Lese und das Pressen/ istfolgendes zu beme'.cken: Das Woin-Lesen ist vorzu-nehmen/ wann der Wem fern reiffund lauter isi/undcm wenig emFröstgen bekommen. Es knn aber unter-dessen ein Wein-Gebürgs-Herr seinen Wein-Bergßeissig vor denDieben-Raub-Vögeln und wildenThie-ren behüten und verwachen lassen/ damit sie nichts weg-tragen oder abfressen. Die Wein-Lese soll nicht zufrühe noch zu spatr/ sondern zu rechter Zeit/ an einemfeinen trocknen Tag verrichtet/ und rein abgelesen wer-den. Auch soll man den Wein-Lesern oder Pressernbald frühe/Mikrags oder Abends/ jedoch nach desLan-des Gebrauch und Gelegenheit / satt und der Gebührnach zu essen und zu mncken geben/ weil sie sich sonstenan demWein-Beer-Esssn undMost-Trincken erholen/so hat man dann gedoppelten Schaden: Es ist besserviel Leser haben / als wenig/so kommt man bald dar-von/ wann man nur treu- fieisiifteArbeiter hat/die nichtDiebs-E äcke unter den Kleidern tragen / darinnen siebißweilen viel Trauben mir wegnehmen. Nach demLesen geschiehet das Pressen/da hat emHauß-Herz wolAchtung zugaben/ daß die Beeren wol grtretten wer-den/ hernach soll man eine Stunde zwey die Beerenfein abseigen und sich setzen lassen/ darauf sich zum Auf-setzen des Kuchens/ und also / in GOttes Namen /zum Pressen schicken / und schreiten/ da dann desNachts durch/so viel mahl als sichs leiden will/ undder Küche setn rein abgesiegen/ verhauen/ zum erstenmahl aber verraspelt / und dann vier oderfünff mahlverhauen werden muß / und tst nöthig/ daß jedes mahlder Hauß oder Wein-Herr selbstendarbeysey/ oder/da er der Ruhe bedürfflig/ er jemand anders aufdieObsichtbestelle/ und mit zusehen lasse. Etliche zer-tretten die Trauben mir einem Fuß/und legen also dieBeere/ Hülsen und Körner zugleich in die Pfanne /und pressens. Aber andere/ wann sie die Trauben al-so zurrerten haben/ so kämmen sie selbige / das ist: siereissenim Vaße oder in der Tonne/ mit einem hüb-schen Gabelchen/ das sie Mücien nennen/vmber/ daßdie Beere von den Kämmen sich abreissen / und raffendie Kamme mit einer Hacken heraus/und legen sie beySeite in einen Zuber biß auf die letzt/ da pressen sie sol-che gar alleine; Die zertrettne Beere aber thun sie /samt dem Wein-Saffr in grosse Zuber / und wann die-selbe voll sind/ so setzen sie einen Kuchen auf/lege«Bret-ter und Höltzer darauf/ und pressen. Dieser Mostwird viele besser / der von Mittel-Beeren ist/dann der aus denKörnern kommet.

X«

Wie die Art des Pflantzens gescheheund verrichtet werde-

heic verrichtet; und setzen wir hiervon nach- len/an diese

folgende: Die gemeine Art / so am meisten / so wohl angehaM. yam Geburge / als in de r Eb ene obbenanntec Or- ^ 2. Die zweyte Art/ so man KammerMlen mn- x,

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