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Des Adelichen Land-und Fcld-Leben6
finden/biß aufzwey der stärcksten/und zwey oder dreyder Mittel-Enden / und also aufs nmste^.oder s.En-den/oderguregetriebene Rüchen/ nebst einer oder zweyEnden/ wann es guter Boden / auf der Böge gelassenwerde/welchegedachre 4. biß s. Enden / theils anderWurtzel/als etwa ein oder zweystarcke / theils aber anden Knöten/derera.oderz./und theils ausSchenckeln/etwa i.oder 2,/welches aber selten starck treibet/ zu fin-den / und also dem Stocke man nicht mehr als seine 5.Enden/ im guten Boden / und wann der Stock beyKrässten ist/lasse/und wann er schwach / dieselbe bench-me/das übrige aber/wo Wein daran zu sehen/ biß aufein paar Blätter / beedes ausKnöten als auch Schen-ckeln und der Böge/übern Wein verkmppen/ auch danicht Wein zu sehen/die übrige Enden / beedes aus derBöge/ als ctuch Schenckeln undKnöten/gantzlich weggebrochen werden:Jst aber der Stock schwach/10 sollenderselben nicht mehr als Z.Enden gelassen werden.
i2. VonderzwölffrenArbeit/so da ist die ersteHass-te/ist folgendes zu nnreken: Nach der Äreche geschiehetalsobald das Hassten / je ehe je besser der Wemstoel anseinenPfal komen kan;wann er gebrochen ist/)e zu trag-licher es ihm ist/wachset besser und starcker/als wann erauf Erden soll liegen / es ist keine sonderliche Kunst »n> Häffren/nur daß derWintzer m der Hasste denSroek^ an manchem Qrr fein zurücke breche
! z. <Äon der dreyzehenden Arbeit/so da ist dieKrau-te/ist folgendes zu merckemDiese Arbeit verrichtet man14.Tage/oder aufs längste 8 .Tage vorJoh annBapri-sta/ daß man nemlich die Berge reiniget / damit d,e an-dere Hacke desto bequemer kan fürgenommen werden.DerWintzer soll allezeit/ wann er krautet / Hässr-Stroh bey sick haben/damit / wann er an einen ^ rockkömet/ so das oberste Band überwachsen/daß er solcheshöher/und so lang und hoch/ alsers am Pfal haben
mag/ fein anhasste/oder anbinde/ damit der Wind kei-;nen Schaden thue. Es muß auch der Wem-Meisteroder Wintzer sein rein krauten / und den Stocken die .übrig-gelajsne Laub - Rahmen benehmen / auch das.!Krautig vsn Gruben ausraussen lassen / damit die ge- >tüngten Gruben nicht von Krautig über wachsen und !ihnen der geile oderjbesteB^den benommen werde/auchfället der Meel-Thau nicht sosehr / wo rein gekrauter/als wo noch Gras und Krautig zu finden.
14. Von der vierzehendcn Äcbeit/sv da ist die andereHacke/ ist folgendes zu mercken :Die andere Hacke ge-schiehet kurtz vor der Blüte/ oder ja bald hernach/wie-wol es besser zuvor ist.Aber m derBlüte muß man nichthacken/sonsten stösser man die Blüre ab/ und solches ge-schichr um Johann Baptista/ und wird sonsten alles/wie bey der ersten Hacke verrichret; Bry dieser Hackeist das Erdreich von den hellen Winden ausgezogen/darum warter man gerne auf einen Regen/ danm mandas Land besser gewinnen kan.
1 s. Von der fünsszehenden Arbeit/so da ist die ande-reHassre/ist folgendes zu beobachte: So c>aid die anoereHacke geschehen / und zwar solcher Gesw.lt/ daß derWintzer durch und durch von einem Jahr zum anderngehe/ sich um zu sehen/ ob er ein gewachsenes Ende an-treffe / damit er solches qm Pfal höher anbinde/ oderanhässre / auch wann die Winde die Stöcke mit denPfalen umgerissen/ Hangende / oder auf der Erden lie-gende findet/ daß er solche fein wieder ausrichte undgleichfam emstosse; Auch soll er raglich krauten/abson-oerlich die Disteln/wie auch fetten Melden und Hirse-Gras/welches jahling wachset/ausziehen. Boy! dieser Zeit kan sich ein Weinch)ebürgs- Herr um gutenTüng umthun/ und selben führen lassen/dann er beydieser Zeir am wolseilesten/ auch besser Wetter und gu-ter Weg/ als nach der Lese.
Ondersechszehenden Arbeit / so da ist dieBeer-oder Rein-Kraute/ ist folgendes zubemercken: Diese ist 8. Tage nach Jacobt /oder aufs längst um !)<>!isti,oder Lauremii/(wcmn dasHoltz aufhöret zu wachsen/und beginnet allmählich zureissen/) vorzunehmen/ da dann die Wein- Berge vonihren Krautig gantzlich zu reinigen/ die Laub.Rahmenmit abzulesen und einzubrechen / und das junge kleineGesprosse mit wegzubrechen/ und zugleich den Stockvon feinem übrigen Holtze/ neb^i gemeldten Laub-I!ah-men zu befreym/dann die Krautig sein aus den Ber-gen nicht Bürden-Weise ( damit man die Pfäle nichtaufdem Boden wegbreche)und die Trauben halb mirabzustreiffen/sondern allmahlig/manierlich undBüsch-sel- Weise / zu tragen sind ; Bey Zeiten soll mandie letzte Beer- Kraute verrichten / ehe die Reis-sen auf das Gegrast fallen / und den Stock / derl dabey stehet / erkalren / oder die aus die Zeit un-
Czi-. IX.
Von denen letzten 5. Arbeiten in den Wein-Bergen / nemlich: Der
Beer-oder Nein-Krauce/der Beer Hacke/dem Verhauen/der Wem-Leje/
und dem Pressen.
verhofft auch einfallende Meel- Thaue ihm schadenmögen.
ly.und 18. Vondersiebenzehendenundachtzehen-den Arbeit/so da sind die Beer- Hacke und das Ver-hauen/stehet folgendes zu mercken: Diese Hacke mußman für nehmen/um Egydii oder Maria-Geburt / dadas ^soltzam reisssten ist/und das Verhauen geschiehet:Bald nach derselben Hacke muß man oben die Rebenverhauen/ das Laub in Bündeln einbinden/ und ausdieWein-Pfale stecken/ daß sie treugen; Das Blatten/wie viel im Gebrauch haben / soll man nicht zu lassen/dann sie beschneiden nicht allein den Srock / sondernbrechen oder reissen auch wol das künssrig ausgehendeAuqe/welches darüberstehet/mit aus/oder hinweg/daß also das Holtz nickt seinen rechren Reiss behält/sondern reudigwird. In Chur - Sachsischen Landenwird diese Hacke an manchen Orten gar nicht verrich-tet / zumahl in hohen und jehlingen Gebürqen.
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