Dritten Theils
fen und Verbrennen kan; Auch/da in der Sencke osstdas Ende zu klein ist/und in dem Winckel der Gru-de nichr ausreichen kan/so wird solches / nach dem esgewachsen/ in der Tünge ferner besser nach oder fortgestrecket/und auch mir Thau-Erden oder Boden/wiel jetzt gedacht/ beschüttet/ und hernach darauf gelänget/. damilder Mist nicht flugs die Gruben-Erden berüh-! re/ und solche verdorre: Massen es die Chur-Fürstliche. Sachsische Wem-Gebärgs-c»ntticuuon also haben' will
Vierdtens/ den Mist oder Tung darauf/ und bißoben an die Grube wol beschultet / osst einen gureni Korb voll / oder wohl gar ein paar/nach dem die Gru-be ist / im Gedeckten auf eine / zwey biß drey endigte^ Grube/einen guten/rechten Korb voll; auf einer vierbiß fünff-endigter Grube/ein paar Körbe voll; in un-gedeckten desgleichen.
So es aber hohe Leiten seyn/da össters eine gesenck-le Grube weit überKnies/und fast eine gute Spannentieffer ist / muß man wohl ineine/zwep-oder drey-endig-te e',5 paar Körbe voll/m eine drey-oder vier-endigtedrey gure Körbe voll haben / dann wann so wenigTung in die Gruben kömmt/ so verzehret sich osst derMist/ ehe der Stock recht zu seiner Geröhre wachset/undH»ltz bekommt / zumahl in hohen Leiten / da eskirsichten Boden hat/oder sehrfelsicht ist/ und wannnach der Hacke «in Regen kommt / so fieust der besteBsden immer oben weg.
Man rechnet auf zehen drey-endigte Gruben; itemaufsechs vier-endigte;item auf vier fünss-eudigte; itemauf sech;ehen zwey endigte Gruben aufjedes TheileinFuder Tunge; In den hohen Bergen muß man auchmehr haben.
Vors fünffte/gehöret oben auf den Tung ein we-nig Boden/ so drumher lieget/von unten auf und eindreyqueer Finger hoch darauf gezogen / die Grubeneben/aber m hohen nicht gürpi eben / damit die Re-gen-Wasser nicht oben hin schiessen/ sondern fein ,ndieGruben feigen können/und f<in mit gemeldtemBo-den zugescharret/ damit nicht durch die dürrenWmde/oder dieSonneedie beste Krassr und Geile ausgeträu-q;t werde ; Herbst Tunge ist die beste / da er vomFrost und Schnee Feuchtigkeit bekömmt / und demStocke/ wegen empsanqner Warme des Tünges /nicht schaden kan/ der Stock zu seinen Krässren för,dert/und auf künsstigen Sommer/ wann grosse HitzeoderDörre einfallt/dienlicher ist; Hingegen die späteTünge / welche entweder nicht nach Weyhnachten/^ wann der Frost aussem Tüng / ( dann mancher als, ein Stein gefroren ist/) oder nach Mitfasten geschie-het/sondern erst nach dem Aufziehen/ auch manchmalnach verrichtetem Schnitte erfolget / wann nicht einfeuchter Frühling oder nasterSommer darauf eintritt/so erhitzt sich durch da- Tüngen der Stock / verbren-net/und wird zum Eingang verursachet / dann umdieselbe Zeit ist schon längst der SaAins Holtz ge-treten ; Wann nun solches mit der Wein-Haue be-sassen/und juNgHoltz ist/oder kommt derhitzigeMistdarzu/so sicheres gefährlich um den Stock.
Es wachset auf der gctünqteN G^ube / das erstsJahr nur etwas Holtz / und das wenigste am Wein;
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Vierdteö Blich. 265 j
Im andern Jahr bringet es schon feinen Wein ; esmuß auch der Stock nicht fiugs die ersten zwey Jahrauf Bögen/ viel weniger auf viel Knote geknotet/son-dern nur drey Knöre/ als <ines auf drey / das andereauf vier/und das dritte auf fünffAugen geknöttet wer-den/ auf daß er nicht siugs hochfchencklich treibe.
Den Winrer durch/ ehe der Schnitt in Höhenoder Ungedeckten angehet/ können Steine gelesen undausgetragen werden / dann die Mäuse / Iltis/ Ham-,ster/ Wiesel / und andere Gewürme/ sich darunter auf-zu haltM/und denWeinbergen grossenSchaden tbun.So kan auch cm Haus-Varter sich um Holtz zu Pfä-len undPlanckcn/ zuVermachung/ unterdessen bewer-ben/und solches/ehe derSasst in dieBamne tritt; undzwar im Deceuiber/ da ist es gut und beständig.
4. Von der vierdten Arbeit / so da ist der Schnittin Hohen oder Ungedeckten/ und in Niedrig- Gedeck-ten/ soll folgendes in Acht genommen werden : D . rSchnitt geschieht in bohen Gebürgen um kiechtmeß/und zwar darum fo frühe / damit "das Holtz nicht zusehr ausrhräne; Zuweilen auch 14. oder 8. Tage zu-vor/das ist/ etwann 4. biß s.Wochen nach Weyh-nachten / wann nemiich Schnee und Kälte es nichtverhindein / sondern fein warme Sonnen-Blicke sichsehen lassen/ und der schnei in Hohen und Unbedeck-ten hinweg/so wol auch / wann es sich gegen Abendnicht hell aniäft/ nach scharsse Fröste zu besorgen; deß-gleichen/wann manchmal der W'.nter feinstarckvor-hero nacheinander angehalten: Es kan auch solche Ar-beit gar füglich fükgenoinmen/undder Stock geschnit-ten werden / wann er gleich ein wenig oder ziemlichenFrost hat; Die Stöcke/so nicht gedecket/können wolvor Ausgang des Frostes geschnitten / und hernachgeräumer werden / doch ist um Liechrmeße die besteZeit.
Der Schnitt in niedrigen und gedeckten Gebürgen/geschiehet stugs nach dem Aufziehen / shngefehr umGregor« / und ist im Schnitt dieses in Acht zu nehmen/daß man/ auf den getüngten Gruben / das erste undanvere Jahr nicht zu viel Holtz lssse / sondern dieselbenur mir z.Knoten versorge; das dritte Jahr mit 4.Knoren; das vierte Jahr mit einer Böge/und dreyKnoten.
Der Schnitt wird auch folgender Gestalt verrich-tet : Erstlich/ suchet man unter dem Wein-Holtz/ wel-ches das beste / stärckste und längste Ende an altenKnoten ist / (dann man heist solch Wein-Holtz langegetriebene Enden) stutzet das Beste von seinen Gram-pen aus oder ab/verschneidet oben an der Spitze nur ^ein wenigs weg/ biß soweit man frisch Holtz findet/odernach der Länge eines rechten Mannes / oder gleich solang/ als im Verhauen gelassen worden/ nur oben einBißgen schess oder schroge/damit es nicht gar gleich ^bleibet/ da öattn die Thränen am gantzen Stock her-unter laussen/ wordurch die Augen ersaufft und ver-derbet werden / das wird ein kimssnge Böge genennet:Die übrigen Enden werden geknotet/das ist verschnit-ten / biß auf drey oder fünff Hugen über dem Stockund Erde; Wäre aber eine starcke alte Böge daran/mir einem seinen gewachsenen Ende / so wird solche zueinem Schenckel biß auf z. Äugen geschnitten; Hin-
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