Deö Adelichm Land-mW Feld-LebenS
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ge zu unrerscheiden/was gedeckte oder ungedeckte Ge-bürg / was derselben Bestellung und Arbeiten seye /daß er theüs'Psahle inUngedeckten ausziehe/ undansich selbst die spitze oben (damit dieLuffcdleFaulung/!so in der Erden gestanden/ ausziehe) zusammen setze / ^der starcke aber bloßdarbeystehenbleibe;thei!öaber mndem -Wein-Holtze niederlege/auch so der gedeckte Bo-den locker/oder sehr simdicht/daß meistens die Pfähleumgekehret/in Schutz gestecker / oder gar nieörr aufden Boden geworffen werden/ damit der Wind denBoden so geschwind nkhtheben noch-wegführen mag;Es werden aber meistens die besten und jungen Slöckein hohen Gebürgen mit den Pfalen nieder gelegec / obsgleich was an Pfalen schadet/.so kommrs doch demWein wieder zu Gute. Auch wird ein Pfähl so lan-ge bey einem eingesenckten Stocke / und unge-lüngten Grube gelassen/biß solche getünget/damitniansihec / wo emgesenckter Stock/ oderungetüngte Gru-be (dann manchmahl durchs Wasser solche zulaussm/oder un Winter in dcr-Aufrhauung/ -oder bey der Ha-cke einschiessen / oder sonsten verzogenund eingetretenwcrden) zu finden / und'solche ausden Herbst des an-dern Ichrs (dann man an meisten Orrhen nicht ger-ne das erste Jahr oder Herbst tunget) gttüngetwerde.
2. Von der andern Arbeit / so da ist die Decke/ die-net folgendes zu beobachten: An etlichen Orten wirdgedeckt / damit es den -Winter-durch nicht erfriere/sonderlich der blancke oder weisseWein; Etliche Hal-tennichts davon / und sagen: Wann man es zum De-cken gewöhnet / so werde das Holtz weich / und magdarnach leicht ein Fröstlein um Walburgis Anfallen/so erfmerts^gar miteinander; Wann mans aber nichtdeckete/so könre es besser-ausdauren/ und erfr-eret nichtso leicht; ^Es gehet wohl manchmahl / darnach dieWitterung einsä!lt/-an/ aber besser ist es/ wann es ge-decket wird.
Es muß aber solche Deckung geschehen an einemschönen/ hellen Tage/wann die Sonne scheinet / daßes fein rrocken unter die Erde kommer / - sonsten imNassenverfaulenDieAeuglein unter der »Erden / et-wann um Martini/ oder noch vorMarrini; Bißwei-len kan die Tüngung etwas nach der-Deckung gesche-hen/welches besser/als bey der Deckung / dann öfftersdie Lese weit hinaus im Herbst kömmt/ und daher»leichtlich zeitliche Fröste fallen ; Wann hernach derBeden gefroren/ und man decken soll/ so kan das Holtznicht meder noch eingelegerwerden / dann es gehet erst-lich leicht im Niederbiegen unten am -Stocke- aufder Erden entzwei). Und vors ander/so kommt es zwi-schen doppelten Frost zu liegen / und geschiehet ihnSchaden; Hingegen schaders der Tüngs nicht/wann !gleich der Boden ein wenig ausein Queer-Hand/ oderein Viertel der Elen gesroreN ; aber bey derselbenTunguNg muß man Achtung geben / daß man nichtaus das Gedecktß trette. -
Ein Wintzer muß auch in Acht nehmen/ daß er nichtzu rleff/-auch nicht zu feuchte decke; Nicht zu tieff/daßes nicht ersticke / nicht zu feuchte / daß es auch nicht er-!kalte/ ledoch ,st feuchte besser/als zu tieff; Im Sandeaber/da der Wind den Boden heben und wegführen
kan/ist tieffe Decke auch nicht schädlich/aberdoch nichr!gar zu-tieff. ^ ^
Man muß sich auch fein nach der vorherigen Som-> mer-Wirrerung zu richten wissen/dann/ ist es heiß undrrucken gewesen/solget gerne ein schluffer / nasser undmir vielem Schnee vermengter Winter / und da istseuchre Decke die beste; Ist es aber em nasser und öff-ters feuchter Sommer gewesen / folget gerne ein har-ter und mir Eiß und Glatt- Eiß vermischler Ämter/wenig Schnee und grosse Käire/ und da ist ein wenig-liesse Decke vonnölhen/aber auch nicht gar zu rieff/son-dcrn daß der Boden ein/zwey biß drey queer Fingerstacck/aufs meiste den Stock bedecke.
Endlich/ ist bey dem Decken auch in Acht zu nehmen/daß man mir der breiten Haue fem zum Stock räume/und gleichsam eine Furche mache / und sehe zu vor/eheman ilMu decket/wo er sich am sächlichsten yinrichrei/daß man soichen recht Nieder biege/ mit dem Fusse einwenig darauf trete / und hernach mit der Haue vollErde fein zu decke / auch mcht gar zu fest oben zu/.son-dern/daß offr ein/ oder ern paar Augen / abMdeUichin der Mitte und oben an Enden der Wipffeln/erwasfürragek/ oder blecket; welches Bleck-Decke genennetwerden.
z. Von der dritten Arbeit/ so da ist die Tünge oderTüngung/ ist folgendes zuwissen : Es wollen un-terschiedliche Wintzer / daß man im Herbste/ in hohenBergen/nebst der Tunge/ mit Senckm/und flugs zu-gleich mit tungen soll. Sencken könte wohl in Hö-hen noch zu zulassen seyn/aber fort zugleich um tungen/'thurein solcher Wmtzer mehr Schaden als Nutzenschassen; Dann / das Geröhre kan ja nichteinmahl recht wachsen/ noch zunehmen/es wird ja siugshauffig mit.Mist angeschüttet che es Wurtzeln/das ist/Geröhre oder rechten Stock bekömmt. Ev wii d aberdie Tungung folgender Gestalt sürgenommen:
Es mag darzu regnerisch - oder sonst naß Wetterseyn/je nässer i'e bester / je rrockner je locke'er; wannder Mist naß in die Gruben kommt / so ist dem Stockezuträglicher/ dann die Hitze kan dem'Gerölle nichtsanhaben / -und also bekömmt -es fiugs -Krafft undSafft; Hingegen aber/ so es trocken/ wird solch Holtzvielmehr durch die Hitze desselben angesteckt und ver-brannt.
Erstlich wird die vorherigen Jahres gesenckte Gru-be bis aufs Geröhre fem rein mit -der breiten Haueausgeschüppetv oben weit und unten fein enge / undschröge hinunter biß zum Geröhre.
Vors andere / der Stock vön seinen Tüge öderThau - Wuryeln mit dem Wcin- Messer gereiniget/und von den Grüben-Enden loßgezogen/und dersel-ben benommen / damit das'Geröhre besser wachsenund zunehmen kan; Mansehefich aber vor/ daß>manvon dem Gerohre von unten nichr seine Wur>;eln/wel-cheonter sich angefasset/ und das Geröhre erhaltenund ernähren/entzwei) oder abreiste.
Vors dritte/wird ein wenig Thau-Erde oder Bo-den oben aufsGeröhre geschüttet / und mit der Farbefein oben darauf herum gesogen/ und also das Geröh-rezugedecket und überscharret/daß der Mist/wegenseiner Hitze / nicht alsobalden das Geröhre angreif--