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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Des Adelichen Land-und Zeli>-Lebeus

gegen aber an den andern Enden über drey Knötengelassen.

Im Schneiden muß man scharffe Messer haben/da-mir das Hole nicht gebrochen oder gesplittert werde/wordurch die Stöcke zu sehr weinen / und alsdanndasselbe Jahr zurück bleiben.- Welches vorhero eineBöge gewesen / die schneidet man gantzlich weg;Wä-re aber / daß es ein fein Ende aufder Böge getrieben /so schneidet man das alteHoltz bis an solchesEnde/ undwie öfft ins Fcuer/verknvlet es auf z.biß ^..Augen/wel-ches genennet wird ein Nacken-Schenckel. So mauzwey Schenckel und ein Bögen machen wolte / lastsichs nicht wohl thun / absonderlich wann dieKnötenauch Wein treiben sollen.

Wann ledige Platze in den Gebürgen zu sencken/ft> barff von obgemeldten Enden nichts ab- noch ver-schnitten/sondern zur Sencke aufgeschnitten und ab-geputzt werden / ( aufjHneiden heist soviel / als dasHoltz / so lang als amStocke gewachsen/ stehen zu las-en/biß mans-urSencke braucht/)auch so unten ne->en der alten Böge irgend ein fein lang Ende getrie-bn/da es wie vorgedacht / sonsten zu einem Knotengeschnitten wird/so ist dasselbige viel bequemer / auchbesser/als ein gantz jung Ende zum Sencken/ undwird dasselbe/ gleich anderm Holtze/ aufgeschnitten/der alte Ranckeaber kommt hinweg.

s. Von der fünssten Arbeit/ so da ist das Aufzie-hen / soll man folgendes wol behalten: Man nimmtdieses um S.Gerrraud zur Hand / wanns wol ausge-wintert/ und sich feine helle Tage mercken lassen/ ent-

weder drey Tage zuvor / oder drey Tage hernach;Wann aber noch Fröste zu besorgen / so kan eswohiacht Tage anstehen / und man biß auf/ oder um Gre-gor« / mit dem Aufziehen in den gedecktcnBergen/warten; es ist besser drey/vier/biß sechs Tage in derErden den Stock gedecket lassen / wann gleich einpaar Augen / oder mehr / sich vorliegen sollen/ als zeit-lich aufgezogen / und der Stock gar erfrohrenzauchist vor Tage nicht eher aufziehen / als wann feinerSonnen-Schein ist/ oder windigt hell Wetter/ da-mit das Holtz wohl abcreugen kan; Vormittag ohn-gefthr um mim Uhr anzufangen/und biß Nachmittageum zwey oder drey Uhr aufzuhören/wäream bequem-sten / damit es so frühe nicht der Reiffund Frost trifft/oder/ da Nachmittage zu langsam aufgehöret wird/nicht recht austrocknen kan.

Über dieses/ist nachfolgendes wohl in Acht zu neh-men/daß man mit einem feinen/alten/ runden/ nichtgar zu spitzigen Pfale / ohne Scharffe / oder scharffeEcken/untern Holtz« / durch den Erd-Boden hinfah-re/erst oben an der Spitze / hernach in der Akttegleichfalls/undunten vollends an dem Stocke/ oderErden/heraus hebe/und empor ziehe / aber ja nichtdie Länge sehr daran streiffe/ auf daß es nicht beschin,det werde/auch nicht daran schlage /daßman ihn be-schädige/ er wird wol von sich selbst abtrcugen; dann/wann er beschädiget/ so sähet er an zu weinen/und bezFkommt Gnmde/ welche hernach in derBöge leichtlich entzweygehen.

vn.

Von denen 5. andern Arbeiten: Die Reben oder Rahmen lesen/

der Räume / Böge/ Sencke/ und ersten Hacke.

On der sechsten Arbeit / so da ist die Rebenoder Rahmen lesen; ist zu wissen/daß selbi-ges zwar keine sonderbare Arbeit sey / dochhierbey ein Fleiß und sondere gute Vorsichtigkeit von-nö'hen / daß man nemlicb im Auflesen die Augen anden Stöcken nicht abstosse / dann solches ein grosserSchade. Es soll aber solch Auflesen alsobald nachdem Schnitt geschehen/ oder vorgenommen werden.

7. Von der siebenden Arbeit/ so da ist die Raume/ist zu wissen/ daß sie seye vorzunehmen/entweder umpaimsi um, nach dem es hübsch ausgewintert / undNicht mehr Kälte und Fröste zu besorgen / auch wohlacht oder vierzehen Tage hernach / oder zuvor/ etwan ^inderschwartzen Woche/Iuäics genannt/oder in der,Oster-Woche/ oder wohl gar in der Thomas-Woche/das ist/ (^laliirioäoZcmti. Das Räumen und Be-schneiden geschiehet bißweilen / wann es die Zeit lei-den will/und ein warmer Lentz ist/ miteinander; biß-weilen beschneidet man nur die Reben/wann es nochsehr kalt ist; und wann man den gantzen Berg be-schnitten hat/ so räumet man mir der Hacke unren zuden Stöcken/und schneidet die übrigen Wurtzeln ab;Ein Wintzer/oder Wein-Meister / muß sich wol vor-sehen/wann er räumet / sonderlich in niedrigen Orten/

da es jung Holtz hat/ daß er dassclbige nicht offen stehenlässet/ sondern wiederum zuscharret/um der künfftigenMayen-Fröste Willen/ damit es nicht erfrieret. Kö.Wann man die Weinstöcke langsam beschneidet / sogiebts viel Früchte/ beschneidet yzan sie aber zeitlich / sogibts viel Reben-Holtz.

8. Von der achten Arbeit / so da ist die Böge/ist zumercken/daß solche Arbeit welle sonderlich mit gut undbequemen Wetter vor die Hand genomen werden/ daßes nemlich nicht sehr heiß oder dörre / sondern wann esregnerisch und feucht ist; oder wann es vorigeNacht ge-regnet;oder gegen b orgen frisch gedauet; und ist sichhierinnen nach dem Wetter zurichten / daß man frühevon s.an biß gegen s.oder io. Uhr/aufs längsie/Voae/ehe die Sonne auf den Tag komet/und dieBoge sprödemachet/dann wann es umMittag warm ist/gehen selbi-ge mehrentheils entzwey/oderzerknirschen/wordurchsie sich sehr ausweinen. Die Böge wird übern Pfal(welcher vierthalb oder z.und z.Viertel/oder wer sol-che nicht so lang haben will / z. mid i. Viertel Ele seynsolle/) mit einem kleinenWidgen angehäfftet.

9. Von der neunten Arbeit/ so da ist die Sencke/ istzu beobachten/daß wann der Wein beginnet Blatterzu fassen/so folget dieselbe;ehe sie abe: vorgenomen wüd/

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