-Dritten Theils Vierdteö Buch.
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tkagen kalte/ leimicht-oder dornichte Böden saure/sirenge Wtime/also/ daß in denselben Has wenigste-Hoitz/ausser das zeitliche blaue/am besten fortkommet/Welches am reissesten wird an solchen Orten. Wann-nun ein guter Ort außersehen / so nmß derselbe Platzvon dem daraufstehenden Ge?truppe/Gchackean.Hol-'.tze/ Hecken/ alten Rasen/und andernUnsiarhgereini-gsk/.gerottet und weggefthaffetHyn / hernach mußmansichumgutWein-Holtz / Stöcke/Faser/-oderKnor-HM/wie es derBoden tragen möchte/umthun.ÄussKnor-Hoitz (welches sonsi abgeschmrtenANd vor-brek>etwird/)so es fein reiff-worden/haicen viele/sonder-lich wann die Witterung darzu einstehet/ viel mehr da-von/als voi; Fasern; Faser zwar !)aben ein.en MsnVortheil vor dem Knot-Holtze / mdem manches schonzwey Jahr gelegen/und gefaser / und besser Wurtzelnbekoimnen/ aber sie schlagen vielfaltig/ wegenancht ein-stehender Wirterung/um/ und rhuns viel / diejahlingbesteckte Wein-Berge haben wollen. Zum Knot-Hol-tze muß man guten Boden haben/oder so er nicht vor-handen/eine gute Schur - Erde von Holtz und kleinemMist/oder Gepachte zusammen gemenget/ gebrauchen.D as Knot-Holtz ( wann es ein geringer Boden) lassetman zwey Jahr / ist es aber ein guter Boden oder
man dasselbe fein gemach aus/ alsdann Heisset es Faftr-Holtz. Es-Hat auch das Wein-Holtz die Art an sich/daßes aus guten Boden in geringen gesetzet/ nicht germfort und zuKrü-ften kommen will; Also muß man se-hen/ daß man Holtz aus magern Bergen an geile Oer-ler/ oder aus hohen in niedrige; Item/ aus hitzigen -mkalte Berge anlege und.fonpfiantze.
2. Es sind nun der Wein-Stöcke / nach ihren Na-men/ unterschiedlich/als 'i.)DasBlancke/ so das'be-ste/und wegen ausstehendeMeiffe/und fallenden Meel-Thauen/ am dauerhafftigsten ist. 2.) Bas Gut- Edle/bringt >ein. schöne grosse Traube von hellen oder "kla-ren Beeren ; Wann sie -rechte Witterung bekömmtund recht reiff werden kan/ giebt sie nicht allein ziemli-chen Most/ sondern auch einen herrlichen guten gelin-den Geschmack/ als wie ein Francken-Wein/Har auchdie dunneste Haut/ und ist wohl zu pressen. ?.)Schön-feiler Traube / ist an der Farbe etwas grünlicher/aberetwas kürtzer als vorige / ist auch eine gute Traube. 4)die Ungarische/ ist fast gleich den Gut-Edlen/und wannihrdie Witterung einstehet/noch besser/mit einerschö-nen lang-hanqendeT:anbe/auch groß vonBeeren/midgleich den Schönfeiler grünlicher Farbe/ auch ein we-nig dickhülsigt/jedHcb von guteGeschmack desWeines.
7.) Grön-Franckiscb/ kömmt auch fast demSchön-feiler gleich/an einer hüpschen mit guten Beeren an-gefüllten Traube/und ist ein weicher Wein / wann ernicht nach seiner Reiffe bald abgelesen wird / sähet eran/leichtlich zu faulen / und erwartet offtmals genaudie rechte Weinlese/zumahl wann ein wenig ein nas-ser Herbst einfällt.
6.) Das LaMpische/dieses istdem Franckischm fastgleich.
7.) Elbinger / so auch grosse und helle Trauben/und schöne Beer anzusehen har / aber sehr dünnenund waiserichten Wem treibet.
Die Wem-Schencken haltendafur/daß/ wer o.nenverdorbenen Wein nicht anzubringen werß / mit demElbinge^Wem-man ihmc Äe beste und füglichsteHülf--fe-thun kan.
8 ) Das Heymsche/hat gleiche Art uw Krafftder Elbinger>Beere / aber es pfleget zeitlich zu fau-len/auch keinen/ nechst dmBlaum/ehe dem Meel-Thau unter'.vsrffen.
9.) Nüt der Malvasier-Traubs /ists auch fast also/und daß sie gar zeitig wird/hernach bey der Lese solcheBeere enlweinrmehr.faulund abgefallen sind / als zuNutzen kommen.
10.) Weiß Muscateller/ist auch eine schöneFrucht/aber sehr dickhulsichter als andere Beere; dahero auchdas Mußcateller einen guten Sommer und warmenj Herbst/ zumal-in gedeckrm / in ungedeckten aber einenguten Boden /zu dessen Zwange und Reissung habenwill. An Geleiten oder anstehenden Mauren/ wo dieTrauben am Widerschein stehen / werden sie am reiffe-sten gefunden eine gesunde Beere / giebel den bestenWein/ ist sehrsüß/ und schmactet/ als wann er gewür-Het wäre.
11.) WeißThrannner oder Ganse-Füß / ist ebenwievoricjes/jedoch muß es gute Witterung der Son-nen-Warme und einen guten Herbst haben / wann essoll recht reiffwelden. Umer dasblanckfarbigte Holtzgehöret auch
12.) Das Rose Holtz/oder Traube/giebt einen gu-ten süssenWein und schönenAnmuth desGeschmacks/HM offr kleine Beerchen/als wie die Rosmsn: HierzuLande will es gar selten einschlagen. Erstlich/ mühretsichs zeitlich in der Blüte/ wann es ein wenig zu heißstehet/bekommt kleineBeerchen oder Traubgen/ wannes ein wenig wird/ daß es zeitig/ so saugen ihn die We-spen und Fliegen wegen dero Süßigkeit aus; ia/es find
ItU Ld.t.
lassen / solches die Mäuse abfressen.
1 z.) Schwartz-Mußcarer/ hat eine schwartze Bee-re/doch meistens einen schönen blancken Most oderWein an .sich/ist lieblich/aber ein wenig anschmecken-derals der blancke Muscateller / jedoch von gleicherKrafft.
14.) Kleber-roth oder kleine Braune /ist ein schönTraubgen/von gutem sussen Geschmack / ergiebt sichauch ziemlich m der Mostling / hat in der Farbe mehrblau als roth-farbigten Wein oderMostansich.
DasGroß-Blaue oder Veltliner/ ist eben vondergleichen Güte/aber Ntcht so sussen Geschmacks/ einwenig gelinder ander Mostung/ ergiebt sich fast gutenTheils mehr als das kleine / giebt mchr blcmck - alsrothfarbigten Most oder Wein.
16.) Schwartz-Welsche / ist eine schöne großhan-gende Traube / als wie das Ungarische von grossenBeeren / wie Theils dieSchnell-Kugeln/mostet zim-lich / aber mehrblanck - als roth-farbigt.
17. ) Das Zeitliche - Blaue / ist eine dauerhaff-te Traube / es fallet nicht gern der Meel? Thau siesehr an / als wie an das grosse Blaue/und belohnetdieser Wein / unter allen diesen Blauen / am mei-sten seine Mühe und Kosten ? Dann / wann alles
Haussen bleibet / so verheget sich dieser Wein / und
Kk kommt