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Des Adeljchm Land-und Feld-Lebens
5.
In Temschland wachsen/ und werden als die
beriHmttsten und bestenin andere Königreich und Lan-der verführet und gebracht. ?.) Vinum k^Kenenlc,cjccus clt ^ Aiori^, menix, Rheinisch-WeM /sdNder-lich dleHocheymer/Rinkauer/ Wormsgauer/Bache-racher/ Gänstfüsser. 2.)^cccznum, Necker-Weine/sonderlich die Heydelberger und Würtemberger: da-hin auch die Heylbrunner gehören. z.) ^ole!I.?num,Moseler-Weine/ die nemlich an der Mosel wachsen:Unter welchen der Ober-Moseler weit besser / als dieUnter-Moscler. 4.) ^r2nconicum,Francken-Wein/sonderlich dieKliugenberger/amMayn/und dieWürtz-burger am(L?rein:Wieauch dieKützingerundRans-eicker. 5.) ^>roisnsc.Tyroler/sonderlich die Ersch'Weine acj.4lksiln ilnvium. und dieTraminer; wel-che von dem Dorffe Tram in an der Etsch/ihren Na-men bekonrmen. 6.) , OesterreichisHer-Wein/sonderlichLutenberg;CIoster-Neuburg.7.)^o.nzvicum, dvksmicum>iVIslnicum I^us3licum,Mähri-
sche/Böhmische/Meiönische und Lausnitzische Weine.
6. Folger nun auch eine ^pcciiication der vornehm-sten und berühmtesten Wein -- Reben in der Marck-Vrandenburg. Ob wohl die Gattungen der
! Wein-Stöcke auch an Holtz und Blättern zu erken-nen sind/so erscheinet doch an den Trauben der meisteUnterscheid/welche groß oder klein / welche mit Bee-ren dicht oder dunner besetzet / welche von Farbenweiß / grau/ grün/ gelb / schiel / roth / schwartz / sind.Insgemein dennoch setzet man nur zwo Haupt-Far-bm/weiß und roth/ unter welchen die andere begrif-fen werden.
Es befinden sich aber heutiges Tages in der Marck-Brandenburg (Massen aus des Edel-berühmten undHochgelehrten Herrn Johann Sigismund Elshol-tzens/ Chur-Fürstiichen Brandenburgischen Hos-^c-ciici zu Berlm/zc. stlMm Garten- Tracrat ausführli-cher erhellet) fürnchmlich nachfolgende Arten oderGattungen an weissen Reben / oder wie wir ins ge-mein reden/
7. An blanckenWein: !.) Schön-edel. Hatgrosse Trauben / die lieblichsten am Geschmack /an Farben etwas gelblich. 2. ) Muscateller. Hatauch grosse Trauben / gelb und sprenglich / einesgewürtzten Geschmacks. Z- ) Blanck - Welsch.Hat grosse Trauben an Farben wenig gelb/die Beersind etwas langlicht/ und dünnschaligt / haben jedeaum ein oder zwey Körner. Wird zum allererstenreiff/daher er offt verfaulet/ ehe die Weinlese angehet.4.) Rehfahl. Hat nnttelmässige Trauben/an Farbengelb/und sprenglich / am Geschmack süß und kraffrig.1-.) Mittel-Franckisch. Hat auch mittelmajsige Trau-
0^?« III.
Wasmanvor Holtz in die Berge legm solle/undwas einjedesHoltz
vor eine Natur und Eigenschafft habe.
Or allen Dingen ist zu beobachten/ daß mannicht baue/ daß es dem Eigenthums- oderWein-Herrn mehr Schaden als Nutzen
bringe: dann es ist offt ein Ort fruchtbar anzusehen/ist aber mshr untüchtig als gut / derowegen man sichmit dein Wein - Holtze fein darnach richten soll. Es
ben/an Farben gelb/am Geschmack lieblich und krasf-tig. Groß-Franckisch. Har auch mitteimassigedunnhülsige Trauben/an Farben grünlich / an Ge-schmack süß und kraffrig/träget aber wenig Trauben.7.) Klein-Franckisch. Har mirrelinassige/dünnhülsigeTrauben/ an Farben gelb/am Geschmack süß/ an Bee-ren aber gar dünne: giebt also wohl einen Geschmack/ lfüllet aber nicht das Vaß. Und zwar diese drey ArtenFranckisch sind am Holtz gantz einerley / und könnennur durch die Frucht unterschieden werden. 8.) Adel-Franckisch. Har Mittel- dichte Trauben / an Farbengrünlich und gesprenget/ am Geschmack sauer. 9.)Grün-Francktsch. Hat kleine Trauben/an Farbengrün/ an Beeren dünne/ am Geschmack sauer. Die-se und die nächst-vorhergehende Art werden nicht ge-achtet. io.)Elbing. Haut grosse Trauben/ dichte anBeeren/ an Farben gelblich/ am Geschmack süß / aberwasserig. n ) Blanck-Heunisch.Hargrosse länglich-re Trauben/ an Farben recht gelb / am Geschmack herbund wasserig/erweichet den Leib mchr/a's andere. 12 )RüßlinZ. Hat mittelmaßige Trauben/an Farbe gelbund sprenglich / am Geschmack auf Muscareller- Art.iz.)Lamperts. Hat grosse lange Trauben/langlichtefleischichte Beer/an Farben grünlich/ am Geschmackherbe: giebet/wegen der fleischichten Beer/ wenig insVaß. <4.)Wcidlmg. Har Ä!irtel-Trauben/istgrün-lich und jaurlic^. 1 s.) Grün-Weidling. Hat kleineTrauben/ist grünlich und sauer: Wird/wie auch dervorige/ nicht geachtet.
8. An rothen Wein. i.)Roth-Mustateller. Hatgrosse Trauben / Kirsch - braun an Farben / am Ge-schmack süß. 2.) Rorh-Welsch. Har grosse Trauben/schwartz an Farben/ süß am Geschmack, z.) Genser-Groß-Brunel/roth Echon-edel. Hat grosse Trauben/braunlich/herb. 4.) Roth-Traminer. Mittel-Trau-ben/röthlich/gantz süß. s.) Sichel-Traminer. Mit-tel-Trauben/schiel/ gantz süß. 6.) Wiener. Grosse! lange Trauben / sleischichr / Leibsarb und herb. 7.)Klebroth. Mittel^Trauben/schwartzund süß. ^^Un-garisch Leibsarb. Mittel-Trauben/bräunlich/süß. 9)Roth-Heunisch. Grosse Trauben/ schwartz/säuerlich.
10.) Hart- rorh. Mittel-Trauben/schwartz/saurlich.
11.) Ziegel-Farbe.Grosse Trauben / bräunlich/säuer-lich/schwartz/und giebet den andern rothen die rechteFarbe. 1 z.) Feld-roth. Mittel-Trauben/schwartz undsauer. 14.) Schlee-roth. Mittel-Trauben/zwar dichtvon Beeren / aber sauer wie ^chleen / an Farbenschwartz. 15.) Zottel-roth. Lange Trauben/aber kleine, dünne Beerlein/ schwartz und sauer. Und zwar diesedrey letzte Arten sind nicht viel werth/ sondern machenden andern Wein im Pressen/nur sauer.
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