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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
258
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Des Avtlichm Land und Fkld-LcbenS

kommt dem Hauß-Vatter nochzu statten / wird auchder best? rothe Wem/ daraus Zepresset / wann solchereimn Tag oder zehen biß viertehen auf den Hülsen ste-het/ so wird der Wein schon in seiner Farbe/ergiebtsich auch im Pressen ziemlich / ist zwar / wann er ver-drauset/ emwenig streng / das machen die mit-gejohr-nen und abgepresten Tcestern/ besser wäre es / wannMkn itm könnte abbeeren / so gäbe er mcht allein einenschönmfärbigten rothen Wein/ sondern auch ein meh-rers am Most/ denn es sich vielmdieTrestorn undStiele zeucht : Man muß ihn auch auf den Häfenliegen lassen / und nicht abziehen/sonsten wird er schie-licht/aufstöfsig / und vermehret den Geschmack, (i 8.ÄlohtThraminer-Holtz oder Traube/welches z.Pfen-nig-Holtz sonst genennet wird/ist ein ftin süsser u>rd wol- j

schmeckender Wein oder Most/ von schöner Farbe /mehr blanckM rothfärbig/ ergicbt sich auch ziemlich /wann ihm die Wittes ung einstehet / und nicht gar emtreuger oder dsrrer Sommer/ und hingegen em guterwarmer Herb?» ist / liegt nicht lange allein / sondernman muß ihnunter andere Weine vermengen / er ver-zehret sich sonst Zcmtz. (19. Hüngerlmg/ ist gar einschlechter und dürrer Most/ auch au der Güte gar ge-rmK/ wndbald reiff/ und giebt viel Most. Ov. Dasgrosse Blaue/mit einer grossen braun- und blau-färdig-tsn Traube/gleich den Thraminern Man GeschmackwieElbiges / mostet auch ziemlich und ist mehr blanck-farbigt als roth/unter diesen allen sind diese dreyUäsel/Holtz/ Malva sier und Hüngerlmgdiegermgsten.

Was für Werck - Zeug zum Reb-Bau erfordert werde-

EnWerck-Zeug/so zum Reb-Bau erfordertwud/ anbelangend; Eo hat mandarzu vor-nehmlich nachfolgende Stück vonnöthen:

1. E« Karst-oder Wcin -Gart Haue / damit dieErde auszuhauen / und die Pfahle einzuschlagen.

2. EmeSchauffelzumAuß-oder Umgraben,

z. Em st rckesHack- besser/ so man etlicher Or-then eii.en Reiß Hacken nennet/damit das Gesträußmid Heckm / wie auch anders Holtz/so verhinderlichseyn möchte / abzuhauen/ item die Pfähl damit zu zu-richten/und zu spitzen.

4. Line Reb-Heppe/ so ins gemein bekannt/ von gu-tem Zeug/ so sauber seyn solle/die Reben damit abzu-schneiden.

f. Ein kleines Hand-Beyl/zur Spitzung der Pfah-le und andern Sachen im Wein-Garlen dienlich.

6. Ein von Wenden geflochtenen Rück-Korb/ da-

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mit der Tung aufden Reb-Berg / oder in den Wein-Gartengetragenwird.

7. Ein Hand-Korb/ damit Erde in den Wein-Gar-ten/ und Steineheraus zu tragen.

8. EinSchub-Knren/ mit solchem die Tung in denWein-Garten / und die Steine Hermes zufiihren.

9. Eine Wein-Butte/darinnen dieWein-Traubenin der 'Wein-Lese zur Trotte und Wein - Kelter / w«eauch den Most in den Keller zu tragen»

I O. Ein kleiner Hand-Kübel zumTrauben-LeseN/wieauch den Most aus den grossen Kelter- Kuffen in dieWein-Butte damit auszuschöpssen.

i i. Wein-Garten-oder Reb-Pfahle von Tannen-Holtz/ sollen sieben Schuhe lang / und einen starckenZoll dick seyn. ,

12. Junge Weyden/ jumHesttel>desWein-undReb-Stocks.

V.

Wasdasgatltze Wr vonMonatzuMonatenindenWein-Bergen

zuthunundvorMchmen.

in den Mertz / hinaus gesparet / und verschoben wer-den muß. Wann es aber ja zuweilen in dem Jennergelind Wettergibet/ und der Boden ziemliche: trock-net ist/ mögen alsdann häußliche Reb-Leulhe wol an-sahen zu schneiden/ doch wäre mein Rath/ solches nichtehe als zu Ende des Jenners fürzunehmen / furnebm-lich an Orthen/ da die Reben/ dem Schnitt nach /gern gewinnen; dann wann man ^also zeitlichschneidet / so trocknet das Holtz aufden Schnitt/ daßnachwärts/ wann der Sasst darein kommt / dasselbedestoweniger heraus rinnet/ und alsdann den Augenkeine Ungelegenheit mitbringt; Im Gegentheil / wannman mit dem Schneiden zu lang verzeucht/ an welchenOrthen die Reben sehr greinen/darob die^oberstenundbesten Augen zu Zeiten schwartz und unnütz werden /massen dann manchen solches die Erfahrung mitScha-den wird gelehret haben.

Jr wollen Kiez durch alleMonaten des M-tzen Jahrs zeigen/ was man in denselben ei-gentlich in denWein-Bergen soll« thun undverrichten/ und zwar erstlich

Im Ienner.

Es lehret?s!laäiu5 in seinem andern Buch/ mansolle zu dieser Zeit in wol temperirten Landen/wie ersnennet/ die Schuh außuehen / das ist/ die Erde um dieReb-Wurtzelnmit der Hacken umhauen und öffnen/auch alles/ was überflussig undschädlichist/hinwegräumen/ auf daß sie durch die Sonnen-Dämpssungerwärmet/ und desto eher Herfür gebracht/ und gelocktwerden. Aber -s ist solches von warmen hitzigen L«n-dernals Italien / Franckreich und Spanien zu verste-hen/sintemahl in unsern kalten Landen / solche Arbeitbiß in den Hornung / und theils Orthen gar biß