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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
248
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Deö Adclichcn Land-und Feld-Lcbenö

wieder auf den Sack/ mache solchen fest zu / und setze I Quint/ eingemachte Vwßcat-Nuß (Lrmxium) Kna- ^ ben-Kwut-Wurtzel/Datteln/Pimper-Nüßlein (oder

Pistacien) Konserve,Wegwart-odercickonen-con-lcrve, jedes z.Quint/Zjmmetund Saffran/gepulvert/jedes ein Scrupel / rothe Sammet-Rosen-conlcr,vs, die geschälte Kernaits den Zirbel-Nüssen/jedes 2.O.uint/ flösse und reibe alle gemeldete inKr-clientienmiteinander in einem Mörßner/biß sie zu einem Lie.Äusrio werden; Darnach thue die^isllam in einenPorceltinen Hafen/und mache ibn wol zu. Darvonnimm einer Mußcat-Nuß groß / in einem Glaß vollweissen Wein/des Morgens um 4.Ubren/nach Mit-tag und des Abends/wann du schlaffen gehest ; Undenthalte dich starcker Bewegung des Leibes.

Roßmarien und Melissen gesotten in Wasser / unddie Mutter darmit gereiniget/ machet leichtlich frucht-bar. Atem/ Welschen Hirß / so ein Weib 4o.Tagnacheinander / nach ihrer Unreinigung zum Tage z.mal des Saamens mit Wasser eintrincket/je ein halbQuintlein/ solle sie geschickt werden ein Knablein zu-empfahen.

Myrrhen ist gut den Frauen/die nicht Kinder em-pfahen/ die sollen sie nützen mit Wein/ und den Rauchdavon unten auflassen gehen.

Tormentill starcket die Empfahung der Frauen/dievorhin in Wein gesotten und getruncken.

Nimm Majoran-Kraut und Fenchel-Wurtzel/ je-des eine Hand voll/ das siede in einem Seidlein Wein/davon trincke eine Frau Abendsund Morgens z.Löf-fel voll ; Nimm auch mehr Maioran/ den siede inWein/tritt darüber/und laß den Rauch wohl in Leibhinauf gehen/darnach lege dich nieder/ und nimm desMajoran-Krautes/darüber du gestanden / legs unterden Nabel/biß auf die Scham/ von einer Hüffte zurandern/wohl warm/laß es z.Stunden liegen/das thue9. Abend und Morgen / es starcket die Mutter / undmachet fruchtbar.

Nimm die blaue Meer-Wurtzel/ so am Meer her-wachst/mit kleinen Aestlein oder Zweigen / ohngefehreiner Elen lang (aufLatein^>>nz>um cceruicum ge-nannt/ ) davon mache einen Syrup / den man des ^Morgens und Nachmittags um 4. Uhr/wie auch des ^Abends gebrauchen/sich aber zuvor mir einergelindendarzu bereitenden Artzney/purguen soll.

ihn in einen Keller/und trinckesalfo warm aus/ die-weil du aufdem Hafen sitzest/das thue !8.mahl/ daßdu also dm Tranckauf die ijz.mal völlig einnimmst/und allemal/ wann man vom Tranck abgießen will/sollman das Säcklem wohl austrucken / so aber einemWeib der Tranck zu wider wäre/ und zar sich davorentfetze/so nehme sie anstatt des Trancks allemal einQuimlein Cardomomen und so viel Bibernellen-Wurtzel/beedes gestotftn mit z Löffel voll Melissen-Wasser/das soll ein Weib ansahen zu thun/wann 9.Tageumseyn/ und ihre WeiblicheZeit vergangen/istgantz bewährt.

2. Daß eine Frau schwanger werde : Nimm Zim-mer-Rinde/weissen Jngber/Negelein / Mußcaten-Nüsse/ Paradis-Körner/ Muscaren-Blumen / Cube-ben/Cardomomen/jedes 2.Loth / Galgant/langenPfeffer/Zittwer/jedes 2.Loth/dasthue alles zusammenklein zerschnitten in eineN Krug/giesse darauf i2.MaaßRheinischen Wein des allerbesten/so man haben kan/thue darzu Krausemüntzen/ «saibey und Eisen-Kraut/jedes 1 .Hand voll/ verwahre das wohl zugemacht in ei-nem Keller/laß es i4.Tage stehen/und rüttels alle Tagwohl um: du sollt aberaufmercken/ wann ein Weibsehr hitziger Natur wäre / so möchte ihr dis mit eitelWein gedistilliret/ zu hitzig seyn / alsdann so nimm z.Maaß gebrannt Lrdbeer-Wasser/ Borragen-Blu-men-Wasser/ braune Ochsen-Blumen-Wasser/jedesi.Kanne/verwahre das wohl/und wann es also 14.Tag gestanden hat/ so giesse den Wein ab / und stossedie Wurtzel und Krauter wie ein Mues / und giessedenWein wieder daraus/ destillire ein Wasser dar-aus/verbinde die Helmwohl/und verwahre es/daß ini dem Helm nicht anbrenne; Das Wasser Abends undMorgens getruncken/jedes mal einen Löffel voll/er-wärmet und stärcket die Mutter/alle Geburts-Glieder/und machet fruchtbar; das Wasser getruncken/wanneinem Weib ein Unfall zukommt/starcket und erhaltdie Frucht.

?. Die Empfänqnüß bey den Woibern zu fordern.Nimm die Säfft oder Syrup v »n Mutter-Kraut/undvon Beyfuß jedes i.Loth/ Schlüssel - Blumen Spin-tum ^.Quint; Rmgel-Blumen-Wurtzel rein gepul-vert einQumt/von alten NGl-Saamen gepulvert 2.

Wie init ncMbvhrnen Kindern umzugehen.

O bald das Kind gebohren wird / und man! es mit dem Nabel-Gürrlein löst/soll ihme?die Heb-Amme z.TrspffenBlut aus demNabel ^GürtletN aus die Zunge fallen lassen/und solldas Kind mir Essen und Trincken aufziehen / so langman kan. So es aber nicht mehr schweigen will/sollman frische Butter nehmen/dis nickt ausgesotten/undwo möglich / erst denselbigen Tag ausgebuttertworden/ die soll man fein sauber aus einem Wasseroder dre» waschen/ darnach dem Kind mit einem Fin-ger einstreichen / wie einen Brey / so viel es möglich:

das thue man drey oder vier mal/ so lang man es mitaufhalten kan. Wann es nicht daran will gesarri-get seyn/ mag man es der Ammen geben/daß sie es sau-ge: Will es noch nicht schweigen/ so mach man ihmein dünnes Breylein / das genug gesotten sey. Vonschönen weissen Meel soll man ihm die Bre.? G-chen.Das thue zu vor in einen saubern Hasen/und Me esin einem warmen Back-Ofen / daß es fein dürr undbart wird. Stoß dann wieder in einem Mörßnerklein/ und beutels. Die Milcb /damit man ihme dm >Brey machet/ soll von einer Kuhe seyn / die etwann