Dntten Theils
vor 8. oder iv.Wochen emKalb gehabt Harz dazu solleman alleweg ein wenig frische Butter nehmen / undden Brey sieden lassen.
Dem Rind soll man Anfangs 2. Brey des Tagesgeben/ und es nicht übernöthen/sondern im Lust aufhö-ren/ und es derÄmmen desto besser geben/ daß sie desto-mehr undkräfftiger Milch habe. Man soll es des Tagespur einmal baden / M die Knablein nach dein Kind-Bett nur über den andern oder dritten Tag / sie be-kommen sonst schwache Glieder/wann man sie ossr ba-det. Und wann inans bader/ soll man alleweg ein we-nig Milch m das Bad giessen/ daß sich das Wasser et-was darvon entfärbe/sonderlich im Winter/so wer-den sie nicht so rauh am Leibc/daß ihm die Haut nichtabgehet/von den rauhen Winter-Wassern. Waimmans allerdings ausgebader hat/so soll man ein gantzneu-gelegr Ey/Dotiern und Klar/wohl zerklopffen/und >0 viel Wein darausgiessen / daß es dünn werde/und das Kind mit einem rothen Scharlachin Fleck-lem darinnen genetzt/wohl und sauber segen/amgan--tzen Leid und Kops/ so werden sie fein sauber/ darnachwasche es »m Hai) wieder ab. Und die Zungen/Mundund Hals soll man ihm auch mir dem obgeschriebenenWemundgeklopffrem Ey waschen / daß man nur einS^ücklem von emer saubern nassen Windel un Baddarinn netze und darnur wasche.
Vor dem Bad / viel weniger im Bad/soll man ihmnicht gleich zu trincken geben/äuch nach dem Bad nichteher/oann biß es wohl erkühler / und ihm mchl mehrheiß ist.
Das Kind soll man still halten/daß es nicht erschre-cke/ und es ba.d nach oem Essen uno Trincken nichtvielrücteln. Man soll ihm auch aufs wenigst einehalbe Stund vor dem Bad zu essen geben/ und nichtgleich aufdemBrey trincken lassen/ sondern damit auf-halten/ so lang es möglich. So lang man kan / sollman es liegen lassen / uno vor einem Vertheil Jahrnicht ausrichten / daß man es aufrecht trüge aus denAan/ sondern auf den Küssen mag mans also aus denArm hinund wieder nagen.
Man soll es immerzu/ wann es naß lieget / trockenlegen / sonst würde es fratt; Jmgleichen/ nichts Naßin die Stuben hencken/darmn das Kind liegt / es be-kommer sonst einen fiüßigen Kopf.
Dem Kind soll man nichts anders zu essen geben/ alsBrey/ biß es z.Jahr alt wird / es werde dann kranck/daß es dem Brey überdrüssig würde/ so mag man ihmwohl gesottne Gersten/Weinbeer-Müeslein/Zwetsch-ken-Müeslein/ und was also weich und leicht-dau^g ist/doch nicht viel von Eyern/geben. Jtem/Milch-Sup-pen/dacinnen das Brod gesotten/und wol weich wor-den/ auch was dergleichen mehr.
2. Wann ein Kind erschrickt. Nimm Agley-Saa-Men/so viel man zwischen zweyen Fingern halten kan/gieb ihn dem Kind auf dem Brey: das thue so ossr manihm den Brey gibt. Wann man weissenAgley-Saa-men haben könte/ der wäre der beste.
Wenn ein Kind erschrickt und zuckt/ als wenn manszwickte/die Hände über sich schlägt/sauer ausstehet/undbißweilen sehr schreyet/ so hats die innerliche schwereKranckheit/oder will sie bald bekommen / so gieb »hm
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BmleöBuch.
gebrandt Hirsch-Horn/klein geschabet/ in der Murrcr-Milch.
Wenn die Kinder im Schlaffe auffahren und er-schrocken/das kommt gemeiniglich davon/wann sie zuviel Nahrung bekommen/ denen soll man die Nah-rung etw«s entziehen / und siö nicht stracks nach derSpeise in die Wiege legen / sondern sie mit Spielenund Kurtzweilen erlustigen / und ihnen etwas vonJungsern-Hönig/oder Violen-Syrup/ oder KüchleinOiainulci , 6cc. eingeben.
?. Für das Schreyen derkleinen Kinder. WennKinder sehr schreyen und aus der Ruhe kommen. Nundie runde Hohl - Wurtzel/ und wirsss auf Kohlen / soviel man mit y.ffingern fassen kan/halre dasKind dar-über/und laß wohl den Rauch angehen / wirffdesPulvers noch einmal auf/ und rauchre auch die Win-dein und Bettlein/ lege dasKind nieder / das thue sooffr es schreyet / auch in der Nacht fahre damit fort/die Ruhe kommt.
4. Wann ein Kind nicht schlaffen kan. Salbe ihmseine SchlafmitHirschinem Marck / so wird es schlaf-fem Oder siede ihm einen Löffel vollwcissenOelma-gen in reiner Milch / damit man ihm die Breylemmacht.
Nimm weissen Mahn/ reibe den in gesottnemWas-ser/ mache eine Mandel-Milch davon / und gieb siedem Kind Abends und Morgens ein/laß auch die Am-me davon trincken / das ist dem Kindlein sehr gut zur'Ruhe/ laß auch dieAmme dem Kindlein in die Nase«melcken/ und den Scblaff damit bestreichen. Ist esaber gar zu unruhig/ so nimm Violen- Wurtzel / stoßsie gar klein/als einer Erbis groß/ giebs dem Kindleinmit der Mutter-Milch ein. Es muß aber das Kind-lein gar an einem stillen Ort seyn. Man kan ihm aucheiner Lcbisgroß Muscar-Nuß-Oel/unter einer Nuß-Schalen voll blau Viol - Oel vermischen / und dieSchlaff damit bestreichen.
s. Gieb dem Kind Abends und Morgens allweg 1.Löffel voll breit Wegerich-Wasser; ist dasKind alt/so gieb ihme mehr/und gieb ihm keinen Trunck/er seydann drey mal mit emem Stuck Golds / das wohlglüend worden / zuvor gestählet/siede Hüner / kocheBrod-Müeslein aus derselbigen Brühe / rühre auchein wenig Mußcat-Nuß darein.
Nun ein groß Stuck der Unter-Ninden von einemLaib Brod / laß ungesehr drey Wall thun in einemWaßer/ gieb dem Kind zu trincken / doch losch manes auch nur Goldstahle ab/ und gieb ihm bey Leib kei-nen W^in.
6. Verstopffung der Kinder. So das Kind ver-stopfst/ und allju hartes Leibes wäre < kommt es vonmancherley Ursachen / entweder daß wenig Galle in dieDarme fliestet/ oder daß die Hitze der Leber zu groß ist/oder auch der Nieren und Lenden; Oder wann sie zuviel schlaffen/ alsdann gebe man der Ammen etwasPurgierendes ein / darauf säuge erst den andern Tagdas Kind; Dem Kinde kan man auch ein Stuhl-Aäpfflein brauchen: Nehmet t. ScrupelMäus-Kothmir Böcken-Schmaltz/ oder Fett vermischet/ davon ei-ne Stech-Pille gemacher / und den Kindern gebrau-chet/das lmdert den Bauch garsanfftiglich. Etliche
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