Dritten THM Drittes Buch. 247
es wol untereinander: Laß die Frau ms Bad gehen/v.nd wann sie wo! ausgebadet hat/ so gieb ihr das Pul-ver in Malvasier/in i. oder-. Trüncken ein/daß sollsie ein Stund oder zwey bey ihr erwarmen lassen/ undsich dann zu ihrem Mann legen. Wann sie nichtschwanger wird / so soll sie es über ein Monat wiederthun / und das also z. Monat nach einander. DasBad darzu gehörig mache also : Nimm Mutter-Kraut / Quendel/ Chamillen/ Liebstocke! / Gipffeleinvon Wachholder-Stauden/jedes ein Hand voll/ siedees in emem wol verdeckten Hafen mir Wasser/ daß keinDampffdarvon komme/laß emenBadzuber zurichten/ein Stuhl darein/ der in der Mitten ein Loch habe / se-tze den Hafen mit den Krautern darunter/ daß derDampffwoi zum Leibe möge/ doch nicht heisser/ als wiees einer auswendig anderHand wol leiden mag/darü-ber soll die Frau sitzen/wann sie ihre Zeit gchabt hat /die nächste dreyTag nacheinander. Wann sie schwitzt/so trocknet 'man den schweiß mit trocknen und war-men Tüchern ab; und wärmet das Bad mit heissenZündern. Das ist vielfaltig bewahrt worden. NimmKienlin-Kraut/ Mutter -und Matron-Kmut/^Peß-molten/ das ist/ Buckeln oder Sonnenw nd- Gurrel /Wolgemuth/Melissen/ Müntzen/ St.Johannes-Kram- Chamillen/ Spica/dasist: St.Magdalena-Kraut/deren». Kräuter jedes 6.Hand voll/mag mandie Kräuter grün haben ist gut; Mache einen weissenleinen Sack/der völlig einer guten Spannen breit sey/und so lang/ daß er völlig um die Frauen gehe / zer-schneide die Kräure:/daß sie nicht über einesGlieds langseyen / thue sie in den Sack/ wol untereinander gemi-schet/ mache den Tack zu/ lege ihn in einen Kessel oderverdeckten Haftn/ daß kein Dampffdarvon gehe/undder Sack wol Raum und Platz habe/ giesseRegen-iKer fiiessend Wasser daran/ laß sieden:. Wann eswol gesotten ist / so setze es vom Feuer/an eine kalteStatt/decks nicht auf/ so bleibt die Krafft darbey.Wannsso viel erkaltet/daß es recht zu^baden ist / somesse es in ein Bad-Geschirr/ laß den Sack erkalten/biß man ihn leiden kan. Alsdann soll die Frau msBad sitzen/und denSackum sich nehmen/Morgensnüchtern ein S>tund/ und nachdem Mittag-Essen vonzwey biß viere/und daß ihr das Wasser über den Na-bel gehe: Also soll sie 12. Tag nacheinander baden /und allwege am dritten Tage frische Krauter nehmen.Weiter mache ein klein weiß leines Sacklein / so breitund lang/daß es der Frauen den Leib wol bedecken mö-ge: Darzu nimm Müntzen/Melissen/Spicanarden:zerschneide die Krauter/wie vor stehet/und nimm ihrsoviel / baß der Sack wol voll werde/ unternähe ihn/daß die Kräuter nicht zusammen fallen. So bald nundie Frau aus dem Bad gehet/ soll sie sich in ein Bettlegen/und das jetzt gemeldte Sacklein über einen heis-sen Ziegel/der mit gutem starrten Wein besprengt sey /wol warmen/ und über den Leib legen/ so lang es warmist/undallweg am dritten Tag ein frisches Säckleinmachen; Das Bad soll sie am neundten oder zehendenTag/ nachdem sie ihre Zeit gehabt hat/ an sahen. Undnach den 12. Tagen soll sie ein Tag ruhen. HernachPillulen/ zu Reinigung des Haupts und Leibs/ ein-nehmen / und wieder eck Tag ruhen. Denn gleich dar»
auf auf dem linckenFusi die Rosen-Ader/ oberhalb desSchenckels öffnen lassen / und sich warm halten; weilsie badet/und Purgation nimmt/soll sie sich auch vorstarcker und rauher Lussthuren/auch nicht bey ihremMann schlaffen/Desgleichen/ wo sichs begebe/ daß ih-re Zeit gleich auf die Laße kckne/ so weiß sie sich aber-mahl zu halten / biß dieselbe fürüber kommt. Nimm^cori lnäi, 6ve Vcri, undeingemachtenJngber/ je-desio.Loth/ item dasPulver OiztKsmoran;Das an-der Pulver Oiamolcki, das dritte hsisset vismblT ;Jedes Pulver 2. Loth/ Pinien/ Mandeln/OaÄyli ei-tt-icii ls.cirackm.Lcrcdri columbar. Tauben-Gehirn/jedes 2. Loth/Senfft-Samen 2. Loth/Zwiebel- Sa-me/ Erincker-S>amen/ Sppich- Samen jedes 4. Loch /Galgant/Zitwer/Jngber/ wild Bertram / jedes 2.Loth / aus diesen allen soll ein Pulver gemacht / solchesmit einem PsimdHönig/ das geläutert ist / vermenget/daraus da« eine Latwergen bereitet werden kan/davonsoll das Weib des Tages 2. oder s. mal essen zuftühe/z. Stund darauf fasten/ dann zuMittag und zuNachtsolle sie allezeit einen guten fornen Wein darauf Mu-cken/ daraufempfäher sie sicherlich / ist auch der Man-gel von der Mutter/oder sonst von andern Ursachen/oaß manches Weib in der Geburt verwahrloset wird/und man ihr die Kinds-Mutter verrucket/oder zerstöb-ret/daß der Saame des Manns nicht an seinen rech,ten Stand der Mutter kommt/so hillft dich Latwer-ge wieder zu recht/ und zu der EmpfanZnuß:
NimmEybisch-Wurtzel mit den Alattern/dessenKraut/ rothen Beyfuß / Melissen-Kraut / der grossenblauen Wegbreit mir dem Kraut/ Stengel-und Blu-men/ und Königs-Kertzen- Blatter / jedes z. guterHand voll/das ksche in halb Wasser/ und halb Weuvvermische es/ und k leibe den Hafen fest zu/ laß i .Stundsieden/ darnach setze den Hafen in einen Nacht-Stuhl/da setze sich das Weib auf den Stuhl über den Hafen/und laße ihr den Dampff wohl in Leib eingehen / sowarm j»e das erleiden kan / und wann e6 nicht mehrwarm hinauf gehet / so lege sich das Weib zu Bette/und laß den Hasen wieder zu kleiden/aufden Morgensoll man den Hafen wieder wärmen / und sich die Frauwieder darauf setzen / und gebrauchen wie zu vor; dassoll ein Weib thun ?.Tag / Abends und Morgens/und wann das z.mal gewärmet ist/ soll man es neu sie-den/ daß die ?.Täg/ die Krauter z.mal verneuert wer-den/ und der Hafen fest vermacht/ wie vor berichtet/und soll die 9. Tag über / diesen nach beschriebenenTranck/gebrauchen; den mache also: Nimm Fenchel-Körner/Melissen-Kraut/ Eissen-Kraut/ jedes l.Handvoll/ Cardomomen i.Loth / Musealen-Blumen 1.Quint/ langen Pfeffer i.Quint/Galgant 1. Quint;diese Stück mach alle ziemlich klein / thue es in ein ge-raumes Sacklein; thue ferner darzuSaffran-Blumen1 .Quint/ und mache das Säcklein fest zu/ siede es in ei-nem Hafen / iN2.Maaß Wein/ verkleide den Hafenfest/und lasse es auf den vierdten Theil einsieden/ dar-nach nehme man den vom Feuer/ und laß stehen/ biß erüberkühle/alödann giesse dieSuppen gcmtzrein ab/undnehme die Suppen/und theile die in! 8. Theil / mache
einen Theil davon warm / die übrige Suppen giesse—
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