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De^ Adelichm Land-und Feld-Lebenö
Winde/an einem Ort/da es nicht zu kalt oder warmist/so heylet die Wunde zu: Und ist sich zu verwun-dern/ so bald man die Waffen mit dieser bestreicht / soverstehet in der Wunden dasBluren/und Hörer derSchmertze auf. Allhier wird mancher dencken/warumes dann eben au diesem Tag geschehen müste/ es habe jaGOtt im alten Testament das Tage-Wahlen verböt-ten: Dem könnte ich dessentwegen noch wohl etlicheUrsachen anzeigen/ ist aber nicht rathjäm; Es bat zwarGOtt der Allmächtige in dem Testament den Juden /welche so gar abergläubisch waren / daß sie aus allenSachen alsobald einen GOrtes-Dienst und Abgötte-rei) macheten / deßhalben das Tage-Wahlen verbor-ten; Sonst aber sehen wir/ daß an etlichen Tagen desJahrs / sonderlich nach Christi unsers HErmGeb urt/auch in der Natur sich grosse Wunder begebm/ unddaßichjetzo / c^uocl b^imaii ciie, der Poley auchnur darein in denKrantzen getragen/von welchem manauch bey dsm ciccroni findet/ ansähet zu blühen /nicht weitläufiger gedencke; so liefet man/ daß sich inder Christ-Nacht/ kein Viehe/als Ochsen/Kühe/Schaafe und dergleichen/ soll niederlegen / ja man fin-det in derselbigen / und sonst nicht/ welches gewis ist /auf etlichen Kraut-Häuptern/ so man in den Kellern ü-ber Winter im Sand pfleget zusammen zu halten /etliche Körnlein rechtes Kapsamens liegen ; So ist in-gleichen eineArt des Apffel-Baums/der pfleget m die-ser Nacht zu blühen/ und reijfe Aepffel zubringen; Essind gar kleine Aepffelein/ eines etwann so groß / als ei-ne kleine Mußcatnuß: Fürstliche Personen wissen hier-von mehr/ als der gemeine Mann/ zu sagen/dann wel-che diese Art des Baums haben/pflegen solche/ als einWunder/ihres gleichen/grossen Herren / zu übersen-den; Anderer.viiraculorum jetzo zugeschweigen; Ja essage mir einer / woher es komme / daß die Eyer/so an,Grünen-Donnerstag gelegt / wann sie von einer Hen-ne hernach ausgebrütet werden/Hübner geben / wel-che alle Jahr ihre Farben an den Federn/ durch dasMaussen/verandern/welches so gewlß / als wahr dieSonne ein Liecht oder schein gieber/ und viel mahl istprobiret worden ; wenn ich dieses nicht selbsten etlichmahl gesehen / wolte ichs so bald als ein anderer nichtglauben: Es ist noch an dem Orte/ da ich dieses schrei-be/eine/ die gehet den Leuthen taglich vor den Augenherum/und wissen es alle wol/ die um diesen Ort woh-nen/ dir ist das erste Jahr kohl-schwartz gewesen/ dasandereJahr aber/ist sie schloß-weiß worden/ und heur/ist sie halb weiß/und halb schwartz; Ich bitte nur jeder,man/ er wolle dieses/ ehe er etwas darwider redet/ selbstprobiren / so wird er sich darüber verwundern müssen.So soll man auch eben an diesem^oannis ö^nliseTag
in der Mittags-Stunde das Johannes-Blut/undsonsten zu keiner andern Zeit mehr finden; von wel-chem/ und was es vermöge/ kan man beymSläncioim Helden-Schatz lesen.
Item/ man schreibet/ daß/ so man am Tage dorp».ris l. krilii, auch m der Mittags-Stunde/die Korn-Blumen-Wurtzel aus der Erde reisse/ und dieselbe auf-hebe/ so habe sie die Krafft/ daß sie alles Bluten amMenscyen verstelle/so bald die Wurtzel/in die Handgenommen / und darinnen erwarme. Aber hiervongenug. Nun acl propolltum zu kommen / so weiß ichzwar/ daß diese äclcriplioncscuratwnum kvorkorumin vieler Leurhe Gehirne/seltzame Gedancken/und nochvielseltzamere /uclicis hiervon csul>rn werden / dannweil man nicht alsobald die Ursachen ihrer Würckun-gcn eigentlich geben kan/ wird mancher ^lmus cumPUNÄ0. auch linilirö hiervon zu reden/ nicht unterlas-sen : Ich will aber den großgünstigen Leser gebettenhaben / nicht alsobald sich mit unzeirigem Urtheil zu ü-bereylen: Sondern er wolle alles dasjenige/ was zu-vor angezogen/recht pon äeriren/ wird er IN denseibi-gen als meistentheils limplicidus Sr'i« n-ilui a procluÄi?,eben so wenig / als in diesen / eine rechte wahre Ursa-che ihter wunderbahren Würckungen anzeigen kön-nen: Walter aber6c .-vnlipzlkium vor-bringen/werden dieselbigen eben so wol auch hierSratthaben / und gelten können. Oder / es gebe mir einerUrsache / woher es komme/ daß der rothe Beyfuß / soman das Messer von unten ansetzet/und heraufwertsgegen dem Menschen zu abschneidet/ die Kicnlcs stille;Wird aber der Schnitt von dem Menschen hinabwerte gegen die Erde zu / gethan/ so promovireterdieselben. Ein geschälter Borßdorffer-Apffel/ gegender Blüte zu geschabet/und geessen/ l-xi^et/ schabetman ihn aber gegen demSttele zu/ und isset dasselbige/so stopffet es. Was mag wol die Ursach seyn/ daß diegrüne und andere Rinde des jahrigen Holltmder-Wachses / so unter der obersten ist / wenn man sieaus-wetts und dem Wachsen des Holtzes nach / abschabet/hernach in einer Milch wol abkochet / und alsdann diedurchgesephete und ausgedruckte Milch trincket/ p-r
voinitum die Humores noxios plzcicl^ cx^elli^et.
Schabet man sie aber hinunter werts/ und wie dasHoltz / gegen den Stamm gestanden/ ab/ so purgieretsie per mferiora alleine: In 8umma, nslurzeriz. quä cjujs plus scrutatur, co plus, quo rimzri,quo sclmisgri invenit. Biß hieher gedachter^utor. Der günstige Leser mag hievon halten/wasihme beliebig/ wir haben hier die Sache an ihr selbstnuäe vorstellig machen / und seinem )uckcivalles heimstellen wollen.
1.VI.
Zuverschassen/ daß eineFrau nach ihrem Verlangen fchwan-
ger werde.
.Anneine Frau gerne schwanger wäre / so 1 re es an der Sonnen / oder bey einem warmen Ofen/nimm wild l.Uium convailium , (sihet wie pulverisiers klein/ und thue darzuMutter-Negelein /Federn / wann es verblühet) i.Loth/ dör- l die man sonst kuliinennet / auch klein geflossen/ mische
es