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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
245
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Drittel» TheilS-Drittes Buch.

^ 245,

Sonst müste man sie ausschrauben. Man muß aber ge/und ist hernach desto übler heraus zu bringen. Manbald darzuthun/sonsten sencket sichdieKugelalle Ta-l fühletzu erst mitDrakh/wosie lieget.

Wie die Waffen-Stilbezu bemttn/wvrmit unbeschreibliche Wiin

der-Zuren verrichtet worden.

! gen/ da es weder zu warm noch zu kalt ist / auch kein! Staub oder Wind darzu kommenkan / sonst fühletsder Patient stracks in der Wunde: Die Waffen mußalle Tage/ als wann es der Patient selber wäre / ver-bunden werden/und soll der jenige/so es verbindet/inwehröder Cur alles beyschlaffens sich cmhalte/fonst sollsich der Verwundete mir Essen und Trincken nichtüberladen/ und dieses / ob sich der Krancke recht ver-halt/kan man leichtlich an den Waffen sehen; Dannwo sich der Verwundete nicht recht verhalt/ erzeigensich auf demselben/ oderaufder albe rothe Flecken/kalt er sich aber recht und wohl/ so geschieht esnichr;Ingleichem kau auch derArtzr dem Krancken/so offter will/Schmertzen machen/und ihme dieselbigen auchwiederum benehmö: Als / so erStaub aus demKehrichtdarauf streuet/da es in das Fleisch gegangen/oder hältes zum Feuer / daß es zu sehr erhitzet/ oder legt es in denWind und Kalte / so hat der Patient kein Ruhe; legetman es wiederum an einen temperirten Orth/ oder wi-schet den Staub von dem Kehricht reine wieder ab /so höret der Schmertzen auf. Welches der höchstenWunder eines ist/ und wol würdig/ daß man ihmfleißiger nachdencke; Wer ein wenig in der 5tcqano.lo^is belesen und erfahren ist / hat hier schon emStück-kin/dardurch man einander über viel Meilen WegesI etwas zu entbieten und anzeigen kan: Dieses verrichtet

die 5/mpaclua lanZuinis cx vulncie clkuli,«um lan-Zuinc.ine» retcMo.

Ferner hat man auch vor etlichen wenig Jahrenden Gebrauch desEschen-Holtzes/in Heylung solcherWunden / an Tag gebracht/ und thut dasselbige/wennes zurechter Zeit und cwbirv mocj» gethan wird/seineVirkutcs hierinnen auch sehr krafftig erweisen: Ist auchzweiffels ohne dieses Holtz vor andern hierzu füglich zuseyn erachtet worden/weil es sonsten in Wunden seineHülffs erzeiget/ also daß/ wenn man ein Wunde/ soweit voneinander stehet/ mit der innern Rinden diesesHoltzes/welche gleich nach der groben aussern Rindenfolget/ verbindet/ so ziehet es dieselbige so siibtii zusam-men/daß es ein Striemlein giebst/ wie ein Faden/also/daß man es auch nicht hefften darff. Es muß aber amTage /oanniz frühe vor der Sonnen Auf-

gang/ von den ienigen Aesten/so da gegen demOrientstehen/mit einem Streiche gefallet / und hernach zumGebrauche aufgehoben werd n/und soll auch die Per-son/so es abhauet/ diese Nacht/oder den Tag zuvormit keinem Weibe zu schaffen gehabt haben: Durchdieses ziehet manalleTage die Waffen/ an dem Orte/wo es ins Fleische gegangen/oder/wo man dieses nichtweiß/gantz hindurch/und fahret damit hin und wieder/oder man thut es auch/wann derSchaden nicht groß/nur einmal/ legets hernach verwahret vor Staubund

i^Ae Wassen-Salbe wird von 8. l. in sei-nem I^Äatu cicOcc^ira

»orlsorum czuorunclam curatione nalurali p.

46. also beschrieben: Nimm Schmeer von einem wil-den Eber/Schnieer von einem gemeinen Eber / Ba-ren-Schmaltz von einem Mannlein / jedes ein halbPfund / rein gemachter / gedörreter und pulverisirterRegen-Würmer / drey halbe Eyer-Schalen voll/ soviel als vier Welsche-Nüffe groß / Moß vonTodtm-Köpffen/(dieses sollte/ womöglich/ von gehangnen-oder aufdemRad gelegnen Todten-Köpffen seyn/ alsdie nicht an einer Kranckheit gestorben/und also in den-selbigen derIjallamu- inlirus ist/) 4>Loth/Blut-stein 6.Loth/ roth kleingeschabtes Sandel-Holtz 6.5oth/r-i6>>is contolicise ; mache aus diesen

Stücken allen/icZc35ti8, und daß du ein wenig Weindarzunehmest/ eine Salbe/so ist die Waffen-Salbebereit.

Wann nun einer verwundet worden/ und du dasGewehr haben kanst/ auch gewiß bist/ an welchem Or-re/ und wie weit es in das Fleisch gegangen/so schmieredie Salbe an denselben Ort aufdie AZaffen/also/daßwo er gehauen/du herunterwarrs vondem Rücken zuder Schärffe schmierest/sonst heiles oben/und bleibetunten offen; Ist er aber gestochen / so bestreichdieWehre von oben herab/ gegen der Spitzen zu: undwo du nicht weist/an welchem Orte es ins Fleisch ge-gangen/oder wie liess solches geschehen/so must du dieWaffen gar salben : W^nn du es einmal verbundenhast/ und willst wissen/ob der Verwundete davon kom-me/ oder nicht / so thue den Ort/ da es in das Fleischgegangen/zu einem linden Feuer: laß es erwärmen/doch nicht zu heiß / sondern nur also warm werden/daß du eine Hand noch darauf erleiden kanst/es brach-te sonst dem Patienten Schmertzen und Schaden /dann schütte darauf rothen gepu lverten Dandel/undgieb Achtung/ ist es/daß der Krancke daran stirbst/sowird die Waffen Blut schwitzen / da aber nicht / sobleibet er lebendig / kanst du aber die Waffen nicht be-kommen/so nimm ein Holtz/ und erfrische damit denSchaden/daß es blute/ und das Blut an das Holtz/nach Tieffe der Wunde/komme/verbinde es/ wie dieWaffen/ so heilts. Der Patient darff am SchadenNichtsthun / ohne daß er ihn rein halt/und ein naßTuch/ offt eingenetzet/ darüber leget/ etliche feuchten esmit propria urina ein: wann erden Schaden säubert/soll er ihn auch allezeit abwärts streichen/ und auswi-schen / also heilet die Wunde ohne Geschwulst undSchmertzen / wann der Venvundete gleich viertzigMeilen von dem/ so die Waffen verbindet/wäre.

Wann die Waffen geschmiert/ muß man es mit ei-nem reinen Tüchlein verbinden/ und an einen Ort le-

M. Theil.

Hhz

Winde/