stcki qs mit einer eisern Spatel um/und probiers solang/ l'»ß daß es nicht mehr an den Fingern klebenblei-bet/ so ist es genug gekocht/ alsdann streichs aufein! Stuck weiß Futter/Parcken/oder Leder/ la^ es dreyTage auf dem Schaden liegen / und allweg über dendritten Tag streiche das Pflaster wieder frisch auf / ver-giß auch des Beinbruchs nicht/daß du den immer mit-. brauchest.
! 6. Für den Brand- Nimm Linden - Holtz/ undschabe das Schwache oben ab/ nimm dann den Bast /und schneide ihn klein/gieß fiiessend Wasser darauf / soiwird es schlipsserig/darein ein Tuch genetzet/und über! den Brand geschlagen / das ziehet die Hitze heraus ;! darnach nimm Lein Oel/ Rosen-Wasser/ schlag esmir einem Rüthlein durcheinander/ daß es wird wieein Salbe / und dann dasselbe mit einer Feder auf denBrand gestrichen/ heilet ihn bald wieder zu. Wer sichverbrennet/ es geschehe gleich nur Heissem Wasser/ odersonsten einer andern Art/ der schmiere nur das Fettealsobald aufden Ort/das aus einem schwemm Bra-ten / der bey dem Feuer an einem Spiesse gebratenworden/ heraus treusset/ das lindert den ^chmertzenaugenblicklich und heylet.
7. Pulver-Löschung. Nimm des besten Honigsein Maaß/ siede es meinem Becken/ und verschaumees wol: Darnach thue darunter so viel Rosen-Essig /oder sonst guten Essig / daß es ein wenig ein Scharffegewinne auf der Zungen/ es hat sonst kein ander Ge-wicht oder Maaß. Siede es dann biß es braun wird /so thue einen Löffel voll ungebrennten Alaun darunter/behalt in einer zinnernen Büchsen. Wann du esbrauchen will/ so streiche es mit einer Feder zwey oderdreymabl aufden Schaden; darnachlege folgendesPflaster über: Nimm Rosen-Oel ein halb Pfund /und 4. Loth War/ laß gemächlich untereinander zerge-hen; Wann es ein wenig wieder kalt wird/so rühr2. Loth folgenden Brand-Pulvers mit einem höltzer-nen Stosse! wohl darunter/ biß ergar kalt wird/sohast du eine gute Brand-Salben. Welche au ch gutist / so sich eines erfrieret/ oder wo sich eines gekratzt hat:Das Brand-Pulver mache also:Nim ungelöschtenKalch / lösche ihn 7. oder 8. mahl ab mitWasser / daßes darüber gehe/ laß es ein Tag und ein Nacht stehen /seihe es hernach ab/ und giesse ein anders darüber / seihedasselbige auch wieder ab/ und laß den Kalch dürr wer-den/und pulvsrisire ikn.Darzu nimm desMeels von ei,nem neuen Ziegelstein/klein gerieben so viel als desKalchs ist/ so ist es gerecht.
8. Büchsen-Pu'ver aus den Wunden zu ziehen.Nimm Frauen-Milch/ Geiß-Milch / Hauß - Wurtz-Kraut/und Stein-Kraut: zerstoß mitBaum-Oel oderNssen-Oel / stoß ferner alles miteinander / und zwin-ge es durch ein Tuch/ darvon sprütze in die Wunden /ist sie aber weit/ so nstze rohes Werck darein / schiebe esin die Wunden/ und lege ein Pflaster darüber. Giebeihm auch von einem Wund-Tranck zu trincken/ dastreib so lang/ biß das Pulver heraus kommt; kanst dudie Stuck nicht alle haben / so nimm ihr ein Theil/ wasdu haben kanst.
Eine andere gute Pulver-Löschung. Nimm EpheuMit Laub und Holtz eine Hand voll: Zerschneide es /
' III. Th-.il.
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und thue es in <in Kanne/ gieß daran ein Maaß gutstarck Bier/oder da man das nicht haben konnte/ gu-ten starcken Wein/setze es in einen feuchten Keller.Darvon gieb dein Geschossnen/ nach dem er starck oderschwach ist/1. 2. oder z. Löffel voll, Morgens/ Mit-tags und Abends. So aber einer starck/ mag er eingutes Trücklein dieses Weins nehmen / doch soll er zu-vor jedesmahl gepulverte Krebs - Augen / so viel manaufeinem Äesserspitz halten kan/ u»d so viel Muscat-nußgepulvert/einnehmen/ und darnach dasTrünckleindaraus thun. Es ist auch zuwissett/daß dieser Tranckmanchenpurgirtdurch den Stuhlgang/ und treibtPulver und Bem zur Wunden aus / darum soll mandem Schwachen so viel weniger geben. Man mußauchaufdie Wunden nichts anders dann alle Tagez. mahl ein Blut vom rothen oder blauenKvhl legen/und dasselbige allezeit erfrischen. Nimm Hanff-Oel/Lein-Oel/ snä ein halb Pfund/Ssl^rmisc. virrioi.4ib.«na. unc lemisz. Theriac/ Mithridat / ona2 o^zii cirscbm. I. Laß das alles miteinander zerge-hen/und aufsieden auf einem Kohl-Feuer sänffrig'.ich/biß es gelb wird/so ists recht. ?robatum. Nimm Ho-nig nn -Pfund/ Saitz/ Alaun / weissen Vitriol / jedes2. Loth/ Terpentin z. Loth/ des besten Theriac i.Loth/ein halb Seidel Essig. Nimm koii nach
Gedunckcn/ rothe Myrrhen z. oder 4. Loth/ zu zo.Eyer-Klar/ Eyer-Weiß/Honig 2. Achtele oder ein >halb Maßl<Seidlein/) Rocken-Meel.Nim dasWas- ^ser/ das aus dem sauren Kappis-Kram ist/ man beissetsSultz-Wasser/ den halben Theil / mehr weiß Nach t, ,Schatten-Wasser/ Scheelkraut - undRosen-Wasser;auch Geiß-?)!ilch/eines so viel als des andern/daß al-ler vierer so viel sey als desSultz^oder Kraut-Wajsers/Mische es wol durcheinander/und thue es in dieWun-den/so viel als Noth ist. ^
Oder wenn sich einer mit Pulver gebrennt hatte/dem netze man Tücher in solchem Wasser/und schlageihms über/ und so offr sie trocken werden / netze man sie ^wieder.
9. Ein gut Stich-Pflaster. Nimm Johannes-Oel ^4. Untzen/Silber-Glett/weiß Lilien-Oel/ Wein-Eß>igvier Untzen. Diese Stücke koche / wie es sich gebüh- -rer; Thue darzu Eyer-Oel/ 1. Untzen/Wachholder- 'Oel 2.Üntzen; tz?chiff-Bech/Co!ophonia/Weyhrauch/ ^
Mastix/('»rticuIN Ls-,n,il!^rum, (.'itri 8änzuin Olacunis, Regenwürm / gebrannt Bley / ^ntimonii,cir^cl^m. cluss, I.apicj. Orzekiri. ^
lcmis.. iiat k^insiizlirum, s. a. Ein gut Stich-Pflasteraufzuleaen/ auffrische Wunden/ehe die Wunden Ey-ter fahet/ heylet ohne allen Schmertzen / schwöllet undschwüret nicht / es machet kein Eyter/und last nichtsböses darzu schlagen. Nimm einViering Wax/ achtLoth Terpentin/ 12. LothPech/4>Loth VinioSum , :oderKupsser-Wasser/ 8. Loth Bleyweiß/8.Loth 'Wachbolder-Beer/ i.Loth Eyer-Oel / Weyhrauch /rothe Myrrhen/ jedes ein halb Loth/ anderthalb QuintCampffer. Wann du diese hast/so nimm
Pech/ Hartz/ gelbes Wax/ laß untereinander zergehenin einem wohl verglasirten Tiegel/ seihe das durch ein ^Tuch in einen andern Tiegel/ darinnen man dasPfla-ster machen will. Darnach thue Terpentin/Wax-und ^
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