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. FürSchmertzen in einem Schenckel/ dergeschwo!-len und offen ist: Nimm Wintergrünn 2.Loth/ Eh-renpreiß 2.Loth/siede es in 2.Maas Wein / und laß eskalt werden / davon trincke offt ein wenig : Mach eszwey oder drey mal wieder / nach dem der Schadentaug wahret. Weiter/ nimm der grünen Rinden vonZweckholtz i.gute Hand voll / laß>e6 in einer MaaßWein hall) einsieden/ gieß es durch ein Tuch / und wa-sche den Schaden offr darmit: Auch wo eines sonstSchmertzen möchte haben / wann es schon nicht of-fen ist.
4. Bein-Bruch. Wie man einen binden soll/der ei-nen Arm oder Bein hat abgefallen: Wanndukomstzu einem solchen Patienten / so siehe/ da5 du habestzween starcke Manner bey dir / und heiß einen oben/den andern untenan das Bein greiften/ und laß sieein wenig ziehen/ biß du magst erkennen/ daß die Bei-ne gleich aufeinander sind/ so richte sie nachmalen sel-ber recht; alle Schieffern aufeinander/biß das Beinoder der Arm gantz eben ist / und nirgend kemen Beu-len mehr hat/ der hart seye^ änderst so ist ein Schiffer/der noch an seiner rechten Start nicht ist ; Wann dudann das Bein gar wohl hast eingerichtet / so siehe/daß du habest ein Pflaster/das da vester; Das machealso:
Nimm imMayen Schwartz-Wurtzcl/schabe dieunterste Rinden davon/nimm auch Eyblsch-Wurtze!/und schneide die zwo Wurtzeln gar klein/ laß sie dürrwerden/aber nicht an der Sonnen: pulveMers woyl/und thue unter das Pulver nassen öoium.^und trockne es an der Sonnen / so wird das Pulverroth; Nimm ferner des Wassers/ dämmen Schwartz-Wurtzeln gesotten seyn / oder gebrandtes - Pappeln-und EspewLaub-Wasser / thue solches in eine Schüs-sel/ und rühre des Pulvers darein/daß es dick als einMüßlein wird/mache daraus ein Pflaster/ lege es überden Bruch/mW nimm dann ein etlichmal zusammen-gelegtes Tuch/folgends 5.oder 6". Bein-Schlenen/oderso viel du dedarffst/ binde die um das Bein/und umwin-de sie mit Werck. Umwinde sie so vest / als es der Pa-tient erdultenkan mit einer Binden/ und laßes also 4.Tage anstehen; Amfünfften Tag binde es wiederumauf/ und thue das so lang/ biß der Bruch wieder hellet.In seinGeträncke soll er legen lassen ^albey/Pfeffer/und Beinwell/ auch stets aufdem Rucken liegen/wann<s an einem Bein ist. Ist es dann an einem Arm/ sosoll er sich hüten/daß er sich nicht aufdieselbige Seitenlegt/ da der Bruch ist.
5. Bein-Bruch zu heilen. Erstlich soll man denVruck wiederum nach aller Nothdurffr aufeinanderrichten/folgends des Pulvers von der Wurtzel/so manins gemein Gottes-Gnad nennet/ die mußinderLufftg«dörrt und rein gestoßen seyn; Dieses Pulv^-rühretman in einem Pfannlein/darinnen zerlassenesSchmaltzvon einem geschnittenen Schwein/ so lange biß es zu ei-ner braunen Salben wird. Solche Salben streichetman dann auf ein reines Tuch/ so mit neuem ungenütz-tem Wax gewixt sey; Mit solchem Salblein oder Pfla-ster soll man den Bruch drey Tage nach einander ver-binden/dann mit Bruch-Pflaster und Schienen wohl! verwahren / damit das Glied nicht krumm werde.
-undFeld-Lebeos
Man soll auch alsobald dem Schadhafften/ einer gu-ten halben Welschen-Nuß groß von dem Gewächs/soman Bein-Bruch nennet/welches in dem Sand wach-set/ klein zu Pulver geflossen/ un Wein eingeben. Daman den Wein mcht haben kan/mag man auch Bieroder gar frisch Brunnen-Wasser nehmen / und dasdrey Tag Abends und Morgens continuiren: dis hei-let emen jeglichen Bruch binnen wenigen Wochen/wann man auch schon das Bruch-Pflaster nicht habenkan. Da aber etn Geschwulst zuschlüge / so nimmbraune Betonten/ zerschneide und siede solche in einemverglaseten Hafen/ mit Brunnen-Wasier/ daß es dendritten Theil einsiede/ wann es erkaltet/ so neke Tücherdarinnen/und schlags über die Geschwulst / so legtsie sich.
Erdbeer-Wasser getruncken/ ist ein trefflich Mittelzu den Bein-Bnichen/ dann es heilet sie wieder zusam-men/wie-die Erfahrungen bezeugen.
Oder Kerbel-Wasser genützt und getruncken / hatgleiche Wurckung.
Jiem/nimm Hirsch-Marck aus den Hirschen-Bei-nen/ und jo viel Böcken-Unschlitt / laß es zusammenzergehen m einer Pfanne / trucks dann durch cm Tüch-icm/und thue es m eine Büchsen/schmiere denSchadendarmit bey emcmwarmen Kachel-Ofen/ daßsichs woleinziehe/ rhueesofft.
Nimm Ziegel-Meel rein gepulvert / Schwily, ausder Mühlen / grosse Schwartz - Wurtzel und Armeni-schen voium, Des 4. Loth / pulverisier alles aufsrei-neste/ mach es mit Eyer-Weiß an/wie ein Pflastet/undleg es um den Schenckel. Wo aber der Schad wundist/ oder durch geschlagen / so soll man in das PflastereinLoch schneiden/so weit es durchgeschlagen ist/ unddie Wunden mit einem Zug-Pflgster'deö Tages zweymal verbinden.
Man soll aber das erste Bein-Bruch-Pflaster nichtabthun in ^..Tagen; Darnach soll man erst wiederein frisches überlegen/den Schenckel in einelindeneLade legen/ und darein ruhen lassen/ aber um dieWun-den alle Tag zwey oder drey mal mit reinen leinenenTüchlein stovssen / daß das Eiter nicht unter dasBein-Bruch-Pfiaster komme. Man foll ihm abereinen Bein-Bruch-Tranck geben/wie folget:
Nimm Baldrian /Maußöhrlein/ Erdbeer-Kraut/rothen Beysuß / wilde Maßlieben/jedes eine Handvoll / Krebs-Augen klein geflossen i. Loth / thue es ineinen neuen Hafen / wohi verkleibt / laß in-.MaaßWein um 2. zwerch Finger einsieden / darvon giebdemKrancken Abends und Morgens allweg zweenoder drey Löffel voll
Oder schlage dis Pflaster auf/ wanns schon etlicheTäge geschienet ist/(man Heisset es das schwartze Bein-bruch - Pflaster:) Nimm Silberalett / ArmenischentZ»lum, jedes 8.Loth/ Schwartz-Wurtzel (dasist dieBeinwelle/) Bohnen-Meel/ jedes 4.Loth / Lummi-4.Loth/ Baum-Oel ein halb Loth/dasl'rsqgntum muß man ungefehr Z .Tage meinem gu-ten Wein-Eßig baitzen / oder mit gesottenem Eßig zer-lassen/wie andere Lummsra. Darnach thue es allesin einen ziemlichen grossen eisernen / oder MessmgenHafen/(Topf) laß das x.Stunden kochen / rühre es
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