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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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-Dritten Theils Drittes Buch.

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Geschwulst inkurtzer Zeit vergehen / und dm Scha-den heilen.

dich eine Spinne gestochen hat: Nimm Flie-gen/ die brich entzwey/und binde sie aus den Stich oderBiß; Es ist bewehrt.

Wann einem eine Natter oder Otter geb-ssen hat/so solle man eine Henne oder Taube aufschneiden/undalso warm darüber legen / alsdann ein Pflaster vonKnoblauch / Theriac und Feigen darüber binden. Und

kan man den Verwundeten von ein halb

Quintlein in Wermutb-Wein eingeben. Im Noth-fall ist auch Tormenril/ Entzian und Osterluzey-Wur-tzel gut zu gebrauchen.

So emer äusserlich von einer Spinnen vergiffterworden/ so leget man zerstossne Zwibel oder Knoblauchdaraus / dadurch wird solcher Gifft ausgezogen. j

Oder stoß Pole») mit zwey Theil Wassers / und einDrittheil Weins/ und legs über / es hilfst im Natter-Biß.

Item/ Lilien-Blatter zerflossen / und als ein Pfla-ster aus die Wunden gelegt / dienet wider den Nat-ter-Biß.

Oder Salbey gestoßen/und übergelegt / heilet derNattern- und anderer vergiffteten Thier-Bisse.

Item/ nimm Rauten/Müntzen/Zwideln und^altz/stoss.' es zusammen/und binde es darauf. Etlich nehmenMuntzenmitHönig gesotten/und mitWein/und legenes drey Tag und Nacht über.

Oder / Zwibeln mit Wei« und Honig gestossen/und darauf gelegt/ hat gleiche Würckung.

Jtsm/ Fünfffinger-Kraut mit Wein getruncken/ ^hat gleiche Krafft.

So einem die Jmmen(Bienen) gestochen / ist zwar ^. kein sonderbarer Gifft / kan aher doch ein grosser !Schmertz darausfolgen, kivenus cenr. z.Obs.s^i.

1:15. erzehlet ein denckwürdiges Exempel/daß nemlich' einen: Kauffmann vonMontpelier / als er des Mor-gensfrühe ausgereiser/und auf tausend Schritt weitvon der Stadt gewesen/ein Immen-Schwärm/ derin drr Lusst daher geflogen/ihme in das Gesicht gekom-men/ und dasselbe/samt dem Halß/dergestalt jämmer-lich zerstochen/darauf er solchen Schmertzen empfun-den/ daß er zurück nacher Hauß kehren müssen. Alsnun obgemcldker i).v-rius zu ihm berussenworden/habe er ihn in unleidentlichm Schmertzen angetrof-ftn.Da er ihn: nun das Gesicht mit^heria c überschmie-ret / auch Bähung von Theriac und Brandrweingemachet/ungleichen gestoffne Zwiebeln/als ein (-'atz-^»izfnia, übergelegt/ mit des Kistbioi, Scorpion-Oelgeschmiert/ und wegen grossen Schmertzens 2. Stundlang eineArtzney um die ander/auch innerlicheHertz-Träncklein und gebrauchet/haben end-

lich die Geschwülste und der Schmertzen meistentheilsnachgelassen / doch noch imuncken Ohr verblieben/durch das Blatter-Ziehen/mit Spanischen Mucken/aber vertrieben worden.

So einer von Skorpionen gestochen wird/so nehmeerden Scorpion und zerknirsche ihn auf dem verletz-ten Ort; Oder er schmiere Scorpion-Oel darauf.Daher in Italien an denen Orten / wo die Skorpio-nen gemein sind/ fast in geglichen: Zimmer ein Geschirrmit Scorpion-Oel zu finden.

Wann einer mit einem vergiffteten Gewehr ver-wundet wäre/der nehme Hasen-Blut/ und laß es indie Wunden thun/ gar voll ; Kan man frisches ha-ben/so istswohl am besten/wo nicht/so nimm dasge-bachen ist/jerrreibe das in Wein/und mache vomBlutden Wein wohl dicke/ giesse die Wunde voll/thue dasetliche mahl.

Fernere Wunden-Kuren.

Irnschale-Verwundung. Eine Haupt-Wunde ist noch zu heilen / aber wann dieHirnschale verwundet ist / das ist etwas ge-fährlich. Bey solcher Bewandnüß/da einem die Hirn-Schale verwundet ist/ so nimm den Saffr von der Bi-bernell/ und treuffe ihn hinein / wie man sonsten in dieWunden pflegt zu thun/so heiler es bald zu : Tunckeauch-ein weiß Tüchlein in derjenigen ^.ifft /und legeoben dasBetonien-Pflaster darüber/ oder binde nurdesselbiqen Krauts ein Blat darauf. .

2. Hand-Verwundung. WWN einem die Handverwundet und sehr geschwollen ist / der nehme Wer-muth siede ihnin Wem biß es dick wird/ und schlagsdann des Abends zwischen zwey leinen Tüchern dar-auf/ so warm ers leiden kan.

Bein-Schaden. Zu einem fließenden Schenckel:Nimm Entzian 1. Pfund / zerschneide es einer Hasel-Nuß groß/ oder grösser/ thue es in ein ^acklein / undeine gute Hand voll Saltz dar;u / laß es in einem gros-sen Ha fen oder in einem Kess elei n mit W asser sieden/

^lll.Thet!.

wieweiche Eyer/schütte das Wasser in einen Kübel/der eines Knies hoch sey / laß ihn den Fuß eine Stundl oder zwo darein stellen / und das alle Tag drey odervier mal.

Eine Salbe auf Schäden an den Beinen / die fauleLöcher haben/dicke sind/und schon etliche Jahre gewah-ret hat: Nimm Wax / Hark / Rindern-Unschlitt/'jedes ein halb Loth/ thue die drey Stuck in einen Ha-fen/ laß es sachte zergehen/ seihe es durch ein Tuch/dar-nach nimm 2.Loth Speck/ 2.Loth Schmeer / daß einJahr alt ist/lege es in Wasser/ laß es 2. Stundenliegen/dann schneids klein/ schmeltze es / seihes-durch! ein Tuch in den Hasen zu dein andern. Nimm fernerBleyweiß/Silberglett/jedes z.Lorh/Galmay/Alaun/' jedes 2.Lorh; mache diese Stück alle zu Pulver / thue^ sie in den Hafen/da dk andern Stuck innen sind/ setze, das zum Feuer/ faß ein wenig sieden / seihe es durch einTüchlein »n ein ander Gefaß/setze es wieder zum Feuer/, stoß i.Lorh Grünspan klein/thue ihn darein/ laß eini wenig sieden/ so ists gerecht.

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