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dein Bruch / im Herbstmonat / gebrennt werden.Klagt sich dann der Mensch in einer leiten/ oder wodas ist/daß es ihn sticht/oder ihm wehe ist/ oder wanneiner mit trocknen streichen geschlagen wird/ daß ih-me das Blut unter die Haut geschossen ist / so soll mandas keineswegs aufschneiden/dan so mans aufschneidet/wie offt beschiehet / muß es schwären/ und ^eilt garlangsam/ und mir grossem Schmertzen; sondern nimmbreit Wegrich/ und Eglen-Kraut/ daß man auchNat-ter-od^r Kreisend! - Wundkraut heisset/ eins so vielals des andern/mache ein Säcklein so groß/daß es dieWehetagen wohl bedecken möge/fülle es wol mit denKrautern / durchstepps/ daß die Kräuter nicht auf ei-nen Haussen zusammen fallen/ thue es in einen neuenHafen/darinnen es wol Raum habe/gießkalre Aschen-Laugen daran/ biß der Hafen voll wird/und wol sie-det. Hernach nimm das Sacklein/ und drucke esaus / legs dem Menschen über/ wo ihm weh ist/ sowarm ers leiden mag. Wann es nicht mehr warmist/so legs wieder inHafen/ daß es erwarme(den der sollMs beym Feuer stehen) und legs wieder über / dasthue so lang/ biß derWehetgg vergehet. Wo der ins einem Tag und Nacht nicht vergehet/ so thue das erste> Kraut hinweg/fülle das Sacklein von frifthem/ giesseauch frische Laugen darein/und laß sieden/wie zuvor/^ und brauche es so lang/biß der Wehtag vergebet/undj sich das Blut zertheilet. Je stater man die Säckleinüberlegt / je ehender es vergehet: Darum wäre eSgut/ daß der Säcklein zwey waren/damit/wann daseine erkaltete/man das andere gleich an der Hand hatte/und überlegen könnte. Kerbel-Wasser mir Krebs-Augen oderLinden oder Eichen-Kohlen eingenommen/vertreibet das gelieferte V>ur aus dem Leib. OderWintergrün-Wasser getruncken/ hat gleiche Wür-ctung.
21. Schaden mit Blut unterlauffen. Wann viel-leicht dir ein Stuck Holtz/ ein rein / oder sonst etwasschweres/aufden Arm oder Schenckel/ oder sonst ei-nen andern Ort des Leibs/ fiele / und sich hernach dasGeblüt auf diesen Ort begebe/ daß solches braun/undmit Blut unterlossen wird/ gar wehe thut/ und du dasGlied nicht wol brauchen kanst/so bestreichs nur mitAlthea (man bekommt es inderApvrhscken/isteineSalbe) und bähe es mir iUc>!ij6cstiombus, als mit
> gesottenen Chamillen / Nuß-Laub / :c. so giebt sichswol untereinander/man muß aber anhalten/ und nichtnachlassen/ dann es verziehet sich so bald nicht. Essollen aber solche Leuth nicht Köpsse setzen/ oder zur A-derlassen/ und dencken/daß sichs also wiederum verzie-hen solte: Dann hierdurch ziehen sich andere Sachendahin/ daß endlich eine Fistel oder etwas anders dar-aus wird / und man dardurch in eine grosse Ungelegen-heitkommen kan.
22. Blutstillung. Ein gewisses Pulver für dasBlut im Leib zu stillen. Nimrnk4umiT. Soli ^rmcri-eSiZiiiätT. ein Untzen/ stoß alles klein zu Pulver/Mtd giebden, Patienten ein Untzen im Weqrich-Wasser/ oderEssig ein/es stillet das Blut mit Gewalt/ auch geron-nen Blut im Leib. Wann eine Puls - Ader verwun-det wird/so lausst das Blut mit Gewalt daher/wie einRöhr von einem Brunnen / das heissen etliche das
nd-undFcld-Lcben6
Ferblut. Wilt du das stillen/ so nimm das Wasser/so aus der Schwartz-Wurtzel gebrennt/ oder ven dcm-selbigen Kraut/und dann ein gut Theil Baum-Wol-len/diese mache wol naß darinnen/ legs ihm über dieWunden/ und Halts ein Weil fest daran/darnach ma-che ein anders und legs darauf/und binde einen dünnenSpähn darauf/über die BauiNiWolle/daß er sie festniederdrucke / so halt es das Blut in der Wunden.Du magst auch wol einPflaster'vonFlachsund Eyer-Klar oben auf die Baum-Wolle unter demSpahn le-gen/ oder binden. Und mache dasselbigs Pfiaster wolbreit/ und laß es Tag und Nacht also darauf liegen.Oder / wann es sorglich wäre/ laß es liegen biß an dendritten Tag. Und wann es ein Stich ist/ so binde ü-ber die Bamn-Wolleneine Nuß-Schalen/die istüberein enges Loch besser / als ein Spähn. Weiß Viol-Kraut in der Hand gehalten/vertreibt das Bluten derWunden/ wie fthr sie auch bluten. Pappeln mirWein-Blätter untereinandergestossen/ und aufdieblurendeWunden geiegt/ beilet besser als ein Pfiaster. DasGlieder-Kraut ist jo krässtig / daß es das Blut in denfrischen Wunden / so bald inans aufgeleget / stillet.Nimm den allerbesten weissen Vitriol/ p du habenmagst/laß ihn gar rein zu Pulver flössen / und durchem zartes Tüchlein beuteln. Wann dann ein Menschso harr blurer/ so nimm eine saubereBaumwolle/ streuedas Pulver darauf/hebs ihme gar stet auf die Wun-den/so dann das Blut gestehet/ so geschieht es gern /daß der Verwundete in eine Ohnmacht fällt/ das istein Anzeigung / daß das Blut zu starck zum Hertzcngehet. So soll man nun seiner achtung geben / unddie Wunden nach Nothdursst verbinden / schadet ihmnichts/ ist gar offt bewehrt worden. Etliche sieden denVitriol gar über einer Glut/netzen dann in Essig ei-neBaum-Wollen/die legen sie n dieWunden, das stil-let nicht allem das Blut / sondern reiniget auch dieWunde. Etliche sieden den Vitriol nicht in Essig/ siegiessen aber über ein halb Pfund Vitriol ein Pfund gu-ten schärften Essig/ behaltens auf in einem wol-ver,machten engen Kolben-Glaß/darinnen netzen sie dannTücher / und legens über/ein mahl zwey oder drey /und rühmens hoch. Federweiß z. Loth/ langenPfeffer und Schwefel/jedes ein Loth/ und gebrauchees/ wie duweissest, Oder nimm rotheKorn-Blumen-Wurtzel / zwischen die zweyen Frauen-Tagen gegra-ben worden/laß derselben eine Hand voll in der Hanverwarmen/das Blut verstehet.
2 z. Gisstige Verwundung. Ein Mittel für ditStich und Bisse der Schlangen. Nimm der kleinenconloiids, oder Maßlicben( mit weissen Blümlein/)Kerbel-Kraut / das weisse vom Lauch/grossen breitenWegerich/jedes eine Hand voll; der äußersten Spi-tzen oder Gipffeln von den jungen Schößlingen desGensers/zwey Hand voll/süssen Milch-Rahm/so vieldir beliebet / eine gute Hand voll grob Meer-<waltz.Das alles miteinander geflossen/und mit demSasstdavon den Schlangen-Biß bestr.chen ( welcher Bißhart in dem Fleisch/ und bißweiten schwartz seyn wird)hemach lege die übergeblibeneKrauter auch darüber/unverbinde es wohl mir einem leinen Tuch / so wird die
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