2Z8 Des Adelichen Lc
Fcuer abnehmen / und in Porcellinen Geschirz/wohlverinachet/zu deinem Gebrauch aufheben.
12. Wund-Tranck. Nehmt einen Hafen darinni2 .Maaß gehen/darein gethan eine Hand voll Win-tergrün/eine Hand voll Eybisch/ der auf der Erdenwachset/ eine Hand rothen Beyfuß / eine -Hand vollBeerbaumen/Bier darauf gegossen/ mir einer Stür-tzen und dann fest zu gekleiber / daß kein Brodel oderDampff heraus komme/ laß es dieHelffre einsieden/davon einer / der beschädiget ist/ Abends und Mor-gens allezeit drey Löffel voll trincken / und z. Stunddarauf fasten soll, prubstumet!.
Item/nimm Sanickel / Erdrauch / Hirschzungen/Aunn-Klee/rothen Beyfuß / jedes eine halbe Handvoll/ rotbenKohl ^.Handvoll / Waldmeister eineHand voll/Museat/ Macis/ Negelein/Zimmet/jedes2. Quintlein/Mumia/ gelben Schwefel/ gereinigt oderludiimirt/ Krebs-Augm/ Saffran/jedes i.Quint/Weyhrauch/Lorbeern/Brunellein/jedes z.Loth/Vi-triol i.Quint; Dieses mache alles zu gröblichen Stü-cken/ thue sie in eine Kaüe/darinnenWem oder Bier/Abend und Morgens daoongetruncken/es heilet alles/mau sey gestochen / gestossm oder gehauen. Leg einKöhl-Blat über die Wunden/ oder sonst ein Pflaster.
Jrem/nimmWinrergrün/Hepdnisch-Wundkraut/rothBucken/Natterwurtz;Jn halb Wein und Was-ser gesotten / wo aber grosse Hitze-ist/üiuß man halbBier nehmen.
Oder nimm Leber-Blumen-Kraut'und Blumen z.Handvoll / Wintergrün i.Hand voll/ Sanickel/Sinngrün/ Mayen-Blumen / Linden-Blühe/ jedes ei-ne halbe Hand voll ; Diese Stück soll man klein zer-schneiden/in eine Kanne thun/und i.MaaßBetonieN-Wasser darüber giessen/den Rand der Kannen ver-lutiren/darnach 4 >Smnd m einem Kessel m Wassersieden/ und folgends -durchseihen; Davon giebt manMorgensund Abends jedes mal 4 .Loth zu trincken/und braucht auswendig / das Lmplsttrum äe Leto-
nica.
Jrem/nimm rothen Beyfuß / Buchspitz/(das manauch Röhr-Kraüttiennet/) und Schwartz - Wurtzel/mache es dörv /'und stosse jedes besonder zu Pulver/nimm der Krämer-jedes ein Pfund / der Schwartz-WurtzelN ein halb Pfund/ mische alles zusammen/undhancke es in eine Stuben in einem Sack auf/ dem O-fen nicht zu nahe/ und wann du das brauchen willt/so nimm des Pulvers als 2. Faust groß in ein Sack-lein / thue es in einen neuen gläsernen Hafen/gieß dritt-halb Kannen/ oder Maaß / Wein oder Bier darauf/und klebe den Hafen fest zu /laß es eine halbe Stundewohl sieden/darnach nimms ab/ und wann es über-schlagen ist/so machöden Hafen auf/und drücke dasSacklein wdl aus/ nimm s. Loth Terpentin/ z^LothKrebs-Augen/ i.Loth Gaffer/alles klein gestossen/'undi.Loth Wallrath/ thue es in den Hafen / und lasse esaufsieden/darvon gieb dem Krancken Morgens/Mit-tags und Abends wol warm einen guten Ttunck. Eswird treffliche Krafft beweisen.
NimmOdermannig/BiberNell / Ochsen-Kraut/Salbey/Großbeckkraut/8tc^cKacl. Eber-Kraut/Maußöhrlein / Wegrich / Kohl / Taubenfuß / Scher-
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lig/ Wermuth/Rheinfarn und Gelbzung/BundesReben/Ochsenzungen/ Entzian / ans i.Hand voll/siede es in weissen Wein/thue darein ein wenig Ho-nig/und trinck alle Tage davon.
iz. Wund-Oel, Nimm Terpentin 4. Loth/Ro-sen-Oel /8. Loth/Lohr-Oel 2. Loth/ Eyer-Oel i.Loth/alles zu einem Wund - Oel vermischet. DasMyr-rhen-Qel/Baum-Oel/St.Johannes-Kraut-Oel/ma-chet Fleisch wachsen/ Saturni-Oel/ Mercuri-Oelthutes auch/wann es rtcht zugerichtet und wohl gesäubertist.
14. Wund-Wasser. Nimm Heydnisch Wund-Kraut mit den gelben Blumen/und das Blatter hat/schierwie dieWeiden/Guiden-Jachheil mirdcn rothenBtumlein/ Frauen-Flachs/ genannt-Haar-Seiden/destillire jedes besonder. Undwann ein Mensch ver-wundet wird/ die Wunden sey so groß/als sie wolle/imFleisch/und nicht imBem/ so mische die z.Wüjiec zu-sammen/jedes gleich viel/mache es lauucht / uno wa-che die Wunden wohl damit rein; netze auch einTüch-ein darein/und legs aufdie Wunden/ das tt>ue desTagesofftmals/ es heilet gewißlich bald / und ist pro-biert.
Item/nimm die Blatter'von Wäll-MutHel/Oder-mennig/Beyfuß / jedes zwo Hand voll/ Ruprechts-Kraut / oder Gottes-Gnad / drey -Hand voll; vonMumia/ in ein leinm Tüchlein gebunden / <ine halbeUntz/ der zweyen Ehrenpreiß 6.Hand voll; Das allesim weissen Wein undWasser/jedes anderthalb Achtle/auf warmsr Aschen 24.Snmd lang/eingeweicht; dar-nach den l^iczuvrcm durch gesiehen/und aus dMrHin-terstandigen ein Wasser destilliret / welches man nurdem andern vermischen/ r.nd davondem Krancken vierUntzen/ (welche ein Glaß voll machen/) des Morgenseingeben soll; daraufmuß er in 2 .Smnden nichts essen.Des Mends um 4. Uhren kan er wieder so viel davontrincken. ^
is. Wund-Pfiaster.Nimm ein ungefalschtes neuesMax 9. Loth/ Terpentin i2 .Loth/ schwartz Vaß-Pech 4 .Loth/ leicht Hattz 4 .Loth / Wachholder-Oel1. halb Löth/ Eyer-Dotter-Oel ein halb Loth/weissenWeyhrauch 8. Loth/rothe Myrrhen 2 .Quint/ Gaf-fer anderthalbQuint/Reinberger-^?chmaltz 4. Loth/Regen-Würm-Oel 2 .Quim;DaL Wax/Pech/Hartzund Schmaltz laß zergehen in einem Tiegel oderPfan-nen/seihe es durch ein Tuch/ rühre die andere Stückalle darein; Da es kalt/legsaufdie Wunden/es heilettrefflich.
Das muß man auch wissen/ daß man die Oele zu voralso reinigen und zurichten muß/ehe man sie zu den an-dern Stücken thut / als das Wachholder-Oel/ dasEyer-Dotter-Oel/und Regen-Wurm-Oel/ die dreyOele thue zusammen in emHäflein/ und mache es kaumhalb voll damit/ binde es mit einer Blasen fest zu / undhancks in einen grossen Haftn/der voll Wasser ist / daßcs'gar harr siedet/ laß es eine halbe Stund in dem sied-heissen Wasser hangen/darnach nimms heraus / laßeine Nacht stehen/ und seihe das Obere ab / das nimmzur Salbe/wie oben stehet/so hast du ein gar köstlichesWund-Pstaster.
MnmHartz/ Max/Terpentin 2.vrscKm.Hirsch-
" Ünschlitt