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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
237
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Dritten T

Opopcmzcum jedes 2 .Loth/ wsl pulverisirten Glün-spaN2 .Loth/dasrhuezusammcn m ei! e Pfanne/rüh-re es wol durcheinander/ laß sieden; Dann rhue dar-ein Terpentin S.Loth/ rührs ferner wol durcheinander/feyhees durch ein Tuch/und warm damit verbunden.Nimm Cyprischen Terpentin/ so über Venedig kom-met/St. Joharmes^Oel des rothen /- jedes gleich viel/zerlaß es miteinander/hernach nimm Gummi Elemi /zerlaß absonderlich/ und giesse ein wenig gedestillutesWax-Oel darzu/so ist es recht .' Dieser Balsam mußdicker seyn als ein Oel / und dünner als ein Salbe«Nimm der Blumen von St. Johannis. Kraut / wel-che mit dem Balsamirischen Ausgang der Sonnen inihrer kxsitation, nemlich um St. Johannis-Tag vordem neuen Liecht gesammlet sind/1. Pfund / der Blu-men von gelben Violen/Wülikraut/ Schallwurtzel/klein Tausendgulden/ Osterlucey/ Brunellen/Chamil-' len/ der mittlern und grossen Wallwurtzel /derBiarreri von rothen Rosen/ jedes z.Loth; Mumien / Myr-rhen/ und Weyhrauch/ z.Lorh/Masiix 2. Loth/ dioia-cis iiquiclX,4. Loth/ was zum zerflossen ist/ zerstosse/; das übrige/zerschneid es in einGevaß/lclß a. Maaß gu-ten gebrannten Wein daraufgiessen / und hinter demOfen / oder in der Sonnen 6i^cr>ren/ wann solches

geschehen/gieß den gebranntevWein wiederdavon ab/pressedieHefen durch eine Kelter aus: Thue hernachzudem tinZirtengebrannten Wein (du wöllestdennum grösserer S tarck und Kräffte willen dietion oder Einweichung der Blumen wiederhohlen )ein frisches Baum-Oel/ welches drey Tage / über fai-fienDannen-Sprößlein/in der OiZsstion gestanden /s. Pfund des hellen und lautern Terpentins und Dän-nen-Hartz mit St. Johannis-Kraut-Wasser gewa-! schen/laß alles miteinander 14. Tage cjiZcnren/ und! ziehe endlich den 8pirimm vini jn einem ö.i!neo^i3r>sedavon ab/so bleibt der Blut-förmige Balsam aufdemBoden liegen. Im Winter nimmt man an starr derKräuter/so erst beschrieben/ und im Winter nicht zubekommen/ nur ihren Saamen/wn fft dieselbige gestos-sen m den Balsam/ und setzt es also m die OiZckion ,es bekommet eine grössere Würckung als zuvor.

Ein ander Wund-Balsam. Regen- Wurm-Oel/Baum-Oel/jedes i2 .Loth / Terpencin-Oel s.Loth/Johannes-Blumen/so viel es genug ist/rochen Weinanderthalb Seidlein / über dem Feuer /etwas gekocht/

> dann durch ein Tuch geprest ; Ferner darzu gethanBraunelle/ Tausendguiden-Kraut/Sinau/ Sanickel/jedes frisch und eine gute Hand voll / klein zerschnitten/ein Monath lang in der Sonnen stehen lassen/ hernachein wenig gekocht/ wieder durch ein Tuch geprest / fol-gends in das Durchpreste gethan / Dillen- Blumen?.Loth/Aohannes-Blumen 2 .Loth/Myrrhen/ Ma-

^ stix/Weyhrauch/ jedes i.Loth/ Saffran i.Qumt/

> abermal in der Sonnen zo.Tag stehen lassen/wiederausgeprest/ und zum Gebrauch aufgehoben. Mit die-sem Balsam frische Wunden und Stiche bestrichen/heilet gewaltig.

i l. Wund-Salbe. Nimm Terpentin / Baum-Oel/ Schweinen-Schmaltz 4. Untz.Dieses laß mir ein-ander zergehen / und thue darein Oi.'l'-man 2. Untzen;

^ ÄrtttesBuch. 257s

Zu letzt/ wann es kalt ist worden/ den Grünspan/ so ists

recht.

Aus den Blumen lvwrlus Oiaboii eine Salbe mitJungfrau-Wax und Honig/samt einem Eyerklar ge-sotten/ heilet bald alle Wunden und andere fauleSchaden/Frantzosen / Pestilentz / Apostem/:c. denBarbierern wohl bekandt. Nimm 8. Untzen Nuß-Oel/ Bleyweiß/Mennig/jedes 4 .Untzen; ArrnenischmBolus2.Üntzen / gebrandren Alaun i.Untz/ weissenHonigs. Untzen. Das Nuß-Oel mache in einemBecken warm / darein thue allgemahlich das Bley-weiß/ dasMenning/und den Armenischen Bolum/(zureinem Pulver geflossen ) und rühre es wol um zweyStundenlang: Darnach thue den Honig darzu/unddas Alaun-Pulver; laß es noch2.Stund über einemkleinen Feuer stehen/ undrühre es allezeit. Und waimdu siehest/daß es wie eine Salbe ist/ so nimms vomFeuer weg/und rührs noch biß es kalt worden.

Item/ nimm Sanickel/ Heydnisch - Wund-Kraut/Hüuer-Würtzel/ Lrdbeer-Krauc/ Wegebreit / langenWegreich/ Schafgarben/ Raute/Creutz-Kraur/samtallen ihren Wurtzeln/ dieWurtzeln sollt du rein scha-ben/und darnach in einem MorMer ein wenig stossen/biß daß der Sasst heraub gehet. Das Krautrichr abereines Tag und Nacht welcken/ im Scharten/und nichtan der Sonnen. Darzu sollt du auch nehmen/ Eichen-Bircken-und Erlen-Laub/von jungen Schösserlmg/!dieses auch lassen welcken/wie vorgesagt/ darnach die!Krauter samt dem Laube durch einander hacken/in e,nePfanne thun/ und darzu giessen / Baum-Oel / Lem-Oel/Böcken-Unschlitr Hüner-Schmaltz / thue d,eWurtzel auch in die Pfanne und laß sie so lange sie-den/ biß daß den Kraulern das Grünitzen vergehet/darnach schütte dis alles in einem Sack/ und drücreden Sasst mit dem Fetten davon/aufs beste du magst.So solches geschehen/ so rhue den ausgedrucktenSasstin eine andere Pfanne/thue Terpentin in dasPfänn-lein/ da der Sassr innen ist / und laß es sieden / biß dasHartz gar zergehet/ dann/ gleich warm durch ein grobTuch gesiehen/folgends mmm Wax und rhue es dar-em/ daß es wohl erwallen/nimm des Waxes also viel /als dich düncket/ die Salbe werde recht. Darzu thueauch Pech/das nicht Spint hat / doch nicht allzu viel/treuffe denfelbigen ein wenig auf einen Teller / laß siegerinnen/ so hast du die Prob.

Item/nimm von den zarten Blattern eines jungenLorbeer-Baums/und rothe Salbey /jedes i. Pfund/wohl m einem Mörßner zerstossen / 4. Pfund Ham-mels-llnschlitt / so neu / und wohl von seinem kleinenHautlein und Überzügen / abgesondert seye; solchesvermische unter deine Kräuter / darnach thue zweyMaaß gut Baum-Oel darzu / und mcorponre es wolMit einander / mir der Hand / und wann es wohl un-tereinander gemischet/ thue es in eine irrdene Schüssel/und laß z. Tag darinnen stehen/ darnach bey gelin-dem Feuer 4 .Stund lang sieden/allezeit umgerührt;Wann das geschehen / setze ihm 4. Untzen Spick-Oelzu/ und laß noch 4. Stund sieden / und so du siehest/daß die Salbe/wann du einem Tropffen davon auf ei-nen Teller schüttest/ schön grün ist / sollst du sie vom

Gg z Feuer