Bs6 Zldelichen Land-und Feld-Lebenö
nimm darnach das Kraut / siede es auc^/ und wascheden Schaden darmit/ lege auch em Blättlein oder etli-che von demselbenKraut darüber/so heyler es denScha-den von innen aus / und vertreibet das faule Fleisch.
?robstuin ck. kccipe Lcrze, Qlci lini, (.olvpkonis
vrsckm. 2. Das laß miteinander zergehen/ Hartz /Terpentin ein halbDrachm. OiiKgni.cerussW, ^iu-min, ulii i.Drachm. Mastix/gebrandt Bley-Pulver/Vitnl i.Draä )M .Eyer-Oel ein halbDrachm.Queck-silber i. Drachm./ diese Stuck thue alle darein/rüh-re es biß kalt wird. Wer offne Schaden/ und gernewill geheylet seyn/der hüte sich vor Zwibeln / wie auchvor allen Fischen/so keine Schuppen haben/ item vorHering/ Stinck-Oel/ Hammel-Fleisch/ Buchweitzen/Grütz/ Sauerkohl/ Erbsen / Hirß/ frisch Schweinen-Fleisch/zc. Aber Kalb-Fleisch/Rind-Fleisch/ Hühner/Eyer/ und Fische/ die Schuppen haben/ Haber-Grütz/Gersten-Grützmagerwol essen. Jtem/Fleisch-Sup-pen/ Bier-Suppen/und allerley starck Gewürtze es-sen: Von Meer-Retlig erregen sich die Flüsse/Wild-pret ist sehr ungesund / davon bekommt manVM-Fleisch/ Gänße-Fleisch / Hasen-Fleisch/Tauben sindauch süchtig; Der Wein ist gesund / allein man mußihn nicht zu vieltrincken.
6. Entzündete Schäden. Nimm Baum-Oel ein! Pfund/ thue darein Engel-Kraut/ Nacht - Schatten /
Rochbucken/jedes ein Hand-voll/-wol zei knirschet /laß miteinander gemahlich sieden/ bißder^afft wolheraus gebet/daü seyh es durch/ und drucks aus / thue^ es in eine zinnerne Kannen/ thue noch darzu ein Quint-iein Gaffer / rein gerieben / laß in einem Kessel voll, Wasser sieden/wie harte Eyer/und behalts dann auf/thue Blatter von weissen Nachtschatten darein/ die le-i ge santt dem Oel über / wo böse Hitz um die Schadenvder sonsten unrein sind. Nimm Weyhrauch einI Mund/ Mumia ein Pfund/ Kirsten Hartz i. Pfund/Alaun i. Viering: Thue die Stück allein einen neuen! Krug/ gieß daran 4. Maaß fließendes Wasser/ laß 14.! Tag weichen/ rührs alle Tag wol um. Darnach thuees in einen neuen Hafen/ fitz zu einem Kohl-Feuer / laßesaufdas allerlangsamste sieden/damit es nicht über-lauffe/sowird eseinenSchaum aufwerffen/den nimm>aufdaereineste ab/in ein neues reines Hafelem / laßI nichts davon abgehen. Und wann das Wasser reini abgesotten/daß es weiß wird/ und eineFarbe gewinnet/wie Molcken / so thue den abgehcbten Schaum wiederdarein/thue es vom Feuer hinweg meinen neuenKrug/-und wann es kühl worden/so thue nachfolgaides Pul-ver darein: Mastir/Frauen-Eiß/ jedes 1. Loth/Cam-s-pffer 1. Loth / Osterlucey 1. Loth/stoß zuvor alles gar^ rem/und rührs wol im vorgesoltnen Wasser durchein-ander/ mache es fest zu/und beHalts an einem kühlenDrrh. Wann man es brauchen will / so netzer manzarte leinene Tüchlein darein/ und legts über/ sonder-lich den Kindbetterinnen/und wann es einer Frauen ineine Brust schiesset/ dann es dem Krebs wol wehret/wie auch der Geschwulst / dem Brand / und Glied-Wasser.'
7. SchwürigeWundcn:NimmWegrich-Safft/mische ihn mir Gersten-Meel/und legs darauf/ es hilfft.Ein Wuud-Psiaster zumSchwaren. Nimm Hartz/
'
Wax/ und Eyer-Dotter/ gleich viel/ temperiers unter-einander/siede es solang/ biß es an einem Holtz klebenbleibr/ und genug hat. Eine gute Eyter - Salben zumachen. Nimm Serpentin / Hirschen - Unschlit/ jedes4. Loch/RosewOel i.Loth: Laß untereinander zerge-hen/ schütte es m em frisches kalres Wasser/ rührs/ bißes weiß wird/und rühr darunter 1 .Loth weissen Weyh-rauch/und 1. Loth Mastix/ beyde rein gepülverr. DieseSalbe macheralle Dinge eyternd.
8. Flüssige Wunden. Brenn Erdbeer-Kraut zuPulver/und streue es in die Wunden. Nimm Myr-rhen/weissen WeykrauchundAlaun/jedesi.Lvth /grünKupffer-Wasser i.Loch/ Span-grün 2.O.uim-lem/stoßjedes besonder rein zu Pulver/und beutle es.Nimm dann ein Pfund Honig/ siede es in einer Pfan-nen/biß es verschäunm/ rühr die Pulver allgemachdarein/ und thue darzu ein Eyer.Schalen vollRaumi-!Saffr/laß miteinander woh! sieden/ rührs stets um/und wanns erkaltet/ so hebs auf / brauchs inwendigMd auswendig zu den Wunden. Wann man vonden Blättern Lieb-L töckel ein Wasser brennet/ und indie rinnende Wimdenund Schaden sprühet/ oder siedamit waschet/ das ist ihnen sehr gut. Nimm ^-chel-kram und Gachheil-Kraut/zerknirsch wohl/und siede esin altem ausgelassenen Schmeer/ in einem Becken 0-der Keßelem/ seyhe es dann durch ein Tuch/und drucksaus. Der Eaame von St. Johannis-Kraut zu Pul-ver gestoßen/ ist gut zu den kalrm hitzigen Wunden /wann man ihn darein streuet.
9. Faul Fleisch der Wunden. Wann das Fleischin einer Wunden beginnet zu faulen/ so nimm Leimenaus einem alten Ofen/ der wol gebrandl ist / temperierihn mit Essig/ unv lege »hn auf die Wunde; So esdas Fleisch errodret hat/so thue es wieder ab/ und legewieder einHeyl-Pfiasterüber.NimHolder-Schwam/dörre sieaufdemOfen/machs zu Pulver/thue Baum-Oe! darunter/rührs wol untereinander aufeinerGlut/ imachs zu einerSalben/ legs mit Fasenin dieWunden..Die Wurtzel von Tille zu Pulver gemachet/ und in dieWunden gestreuet/ etzet auch das faule Fleisch aus.Nimm grob Hauß-Brodund Esstg/reibs gar klem un-tereinander in einem Mörsner / oder auj einem Stein /thue darunter Mennig/ daß genug seye/streichs aufeinklein Tüchiein/ legs in die Löcher oderWunden/ es yey-let und reiniget. Nimm Krebs-Schalen / brenne siezu Pulver / streue es darauf/so heylers schnell / undtro^net alleWunden und Beulen. Gewand-Bohnen;Von diesen Bohnen gemachet ein Salbe/und^die ge-mischet mir Span-grün / undEafft vonSinawund ungenutzt Wax; Diese Salbe gelegt auf fauleWunden / gleich emem Waster / zeucht daraus dasfaule Fleisch/ und frischet die Wunden in dreyenTagenohne Schmertzen. Nimm Essig ein halbMaas/Span-grün ein Loth/weiM Vitriol 5. Loch / ungebrandlenAlaun 4. Loth / laß miteinander ungefchr aufdas baldTheil einsieden/ oder etwas mehr/ darnach ziehe Tüch-lein dardurch/so lang und breil du wilt/ und gebrauchs.Gebrannten Alaun auf das faule Fleisch gestreuet/ sris-set solches hinweg.
10. Wund-Balsam. Nimm Baum-Oel 2.Pfund/Mastix/Weyhrauch/ Hartz/jedes Ä.Loth/QzUzznum,
Opo